Ab diesem KGV kaufe ich die Rheinmetall-Aktie. Gerne auch für 5.000 Euro! 21.02.2026, 07:30 Uhr von Aktienwelt360

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Rheinmetall 1.486,80 EUR -1,21 % Tradegate

Manchmal braucht es keinen Trommelwirbel, um gefälschte Bewertungen zu entlarven. Ein Taschenrechner genügt. Wer sich mit der Rheinmetall-Aktie (WKN: 703000) beschäftigt, merkt schnell, dass hier nicht nur Panzer und Munition, sondern vor allem Cashflows und geopolitische Optionen produziert werden.

Ein wenig Humor sei erlaubt: Während sich andere Branchen über Lieferketten beklagen, füllen sich bei Rheinmetall die Auftragsbücher schneller, als Verteidigungsminister neue Sondervermögen ausrufen können. Doch jenseits aller Schlagzeilen zählt am Ende die Bewertung – und genau hier wird es spannend.

Denn während man die Aktie vor ein paar Jahren mit einem KGV von 10 nicht einmal mit der Kneifzange angefasst hätte, zahlt man heute gerne das 100-fache. Das hat Gründe.

Rheinmetall nimmt eine Sonderstellung in der europäischen Rüstungsindustrie ein

Rheinmetall nimmt eine strategische Schlüsselrolle innerhalb Europas ein. Das Unternehmen ist Systemanbieter für gepanzerte Fahrzeuge und zählt zudem zu den führenden Herstellern von Munition und elektronischen Verteidigungslösungen.

Diese vertikale Integration verschafft dem Konzern eine außergewöhnliche Wertschöpfungstiefe. Während viele Wettbewerber auf einzelne Segmente spezialisiert sind, verbindet Rheinmetall Plattform, Bewaffnung und zunehmend auch digitale Gefechtsführung.

Hinzu kommt die starke Position in Deutschland, einem Kernmarkt mit politisch gewolltem Kapazitätsausbau. Gleichzeitig expandiert das Unternehmen gezielt international, etwa durch neue Produktionsstätten in Osteuropa und Kooperationen mit NATO-Partnern. Diese Kombination aus nationaler Verankerung und internationaler Skalierung hebt das Unternehmen deutlich von kleineren europäischen Rüstungsanbietern ab. Die Equity Story ist damit schlüssig und wird durch die Historie gestützt.

Strategisch-operative Entwicklungen der letzten Jahre

In den vergangenen Jahren hat Rheinmetall eine bemerkenswerte operative Transformation vollzogen. Der Fokus wurde klar auf das Defense-Segment gelegt, während die margenschwächeren Automotive-Aktivitäten relativ an Bedeutung verloren.

Mit dem sprunghaften Anstieg der Verteidigungshaushalte seit 2022 explodierte auch der Auftragsbestand und erreichte Rekordniveaus. Es wurden Kapazitäten ausgebaut, neue Werke geplant und die Produktionsgeschwindigkeit erhöht.

Parallel dazu verbesserte sich die Profitabilität signifikant. Skaleneffekte, Preissetzungsmacht und langfristige Rahmenverträge sorgten für steigende operative Margen. Rheinmetall ist somit nicht nur Profiteur einer kurzfristigen Sonderkonjunktur, sondern positioniert sich auch als langfristiger Partner der europäischen Sicherheitsarchitektur.

Risiken bleiben bei der Rheinmetall-Aktie real

Trotz aller Dynamik gibt es klare Risiken. Politische Abhängigkeiten sind offensichtlich: Verteidigungsbudgets können sich durch Regierungswechsel verändern. Zudem besteht ein regulatorisches Risiko durch Exportbeschränkungen. Meines Erachtens verdienen all diese Faktoren einen Risikoabschlag, von dem an der Börse derzeit aber wenig zu sehen ist.

Auch die Bewertungsrisiken sind nicht zu unterschätzen. In Phasen geopolitischer Entspannung könnte der Markt die aktuell hohen Wachstumsannahmen deutlich nach unten korrigieren. Schließlich sind Produktionsausweitungen kapitalintensiv und bergen operative Umsetzungsrisiken.

Warum ein KGV von 15 mein Einstieg wäre

Aktuell wird Rheinmetall mit einem deutlichen Wachstumsaufschlag gehandelt, was sich am erwarteten KGV von rund 47 für 2027 zeigt. Für mich wäre ein KGV von 15 jedoch die Schwelle, bei der Chancen und Risiken in ein attraktives Verhältnis treten.

Ein KGV von 15 würde implizieren, dass der Markt zwar nachhaltiges Wachstum erwartet, aber keine überzogenen Szenarien einpreist. Für das aktuell erwartete Wachstum von fast 40 % jährlich wäre das natürlich zu wenig. Allerdings kann das hohe Wachstum auch schnell abflachen, je nach geopolitischer Bedrohungslage und Wettbewerbssituation.

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Frank besitzt keine der erwähnten Aktien. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.

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