Apple-Position um 70 % reduziert

Deshalb verkauft Buffett seine frühere Lieblingsaktie 17.01.2026, 07:30 Uhr von Aktienwelt360

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Apple 229,95 EUR +0,09 % Gettex
Berkshire Hathaway Registered (B) 403,43 EUR +0,04 % Baader Bank

Zum Jahreswechsel 2026 hat Investmentlegende Warren Buffett offiziell seinen Posten als CEO von Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) niedergelegt. In den letzten zwei Jahren machte Buffett jedoch vor allem Schlagzeilen durch die massive Reduzierung der Berkshire-Beteiligung an Apple (WKN: 865985).

Obwohl Apple lange Zeit als Buffetts „Lieblingsaktie“ galt, macht der Verkauf bei genauerer Betrachtung vollkommen Sinn.

Berkshire reduziert Apple-Position um insgesamt 74 %

„Apple ist anders als die anderen Unternehmen, die wir besitzen. Es ist einfach ein besseres Unternehmen“ sagte Buffett noch im Mai 2023 während der Hauptversammlung von Berkshire Hathaway. Buffett kaufte dabei im ersten Quartal 2016 das erste Mal Aktien des iPhone-Herstellers und baute die Position sukzessive zur größten Position im Berkshire-Portfolio aus. So war die Investmentgesellschaft Ende 2023 im Besitz von etwa 906 Mio. Anteilsscheinen des Technologiekonzerns.

Nachdem Buffett jedoch im ersten Quartal 2024 116 Mio. Apple-Aktien verkaufte, wurde die Position seitdem kontinuierlich reduziert. So wurden auch im letzten veröffentlichten Quartal (Q3 2025) fast 42 Mio. Apple-Aktien verkauft. Mittlerweile verfügt Berkshire damit „nur“ noch über 238 Mio. Aktien des iPhone-Herstellers.

Obwohl Apple damit nach wie vor die größte Position im Portfolio ist, hat Berkshire die Anzahl seine Apple-Aktien damit insgesamt um 74 % reduziert. Dabei macht der starke Abverkauf der Apple-Anteile durchaus Sinn.

Kaum noch Wachstum

Der Grund für den starken Abverkauf der Apple-Position dürfte vor allem an dem Wachstum des Unternehmens im Verhältnis zu seiner Bewertung liegen. So liegt das 2026-KGV der Aktie gegenwärtig bei einem Wert von 32 (Stand 13.01.2026). Eine derartige Bewertung setzt normalerweise ein entsprechend schnelles Wachstum voraus. Doch genau das ist hier nicht mehr der Fall.

So konnte der Umsatz des Unternehmens in den letzten drei Jahren kaum gesteigert werden. Das durchschnittliche jährliche Umsatzwachstum in den Geschäftsjahren 2022 bis 2025 lag dabei lediglich bei 1,8 % pro Jahr. Zwar konnte der Gewinn pro Aktie im gleichen Zeitraum durchschnittlich um 6,8 % pro Jahr gesteigert werden, dies hängt jedoch vor allem damit zusammen, dass Apple in den letzten drei Jahren mehr als 280 Mrd. US-Dollar für Aktienrückkäufe ausgab.

Wesentliche Treiber, die zukünftig auch das Umsatzwachstum wieder befeuern könnten, sind jedoch nicht zu erkennen. Die letzte Produktinnovation war die Mixed-Reality-Brille Apple Vision Pro, die sich als kompletter Flop herausstellte.  Es wäre also nicht verwunderlich, wenn für Buffett das Verhältnis von Wachstum und Bewertung einfach nicht mehr gestimmt hat.

Apple verliert das KI-Rennen

Auch an der KI-Front ist nicht viel Wachstum zu erkennen. Zwar hat das Unternehmen aus Cupertino in den letzten Jahren Unsummen ausgegeben, um im KI-Rennen Schritt zu halten, doch die teuren Bemühungen haben bis heute keine Früchte getragen.

Tatsächlich gab Apple nun bekannt, dass das intelligente Sprachsystem Siri zukünftig auf Basis von Alphabets KI-Modell Gemini basieren soll. Dies kommt im Grunde genommen einem Eingeständnis gleich, dass Apple im KI-Rennen nicht mithalten kann.

Keine Frage: Apple ist nach wie vor ein außergewöhnlich dominantes und profitables Unternehmen. Jedoch hat sich der Technologiekonzern in den letzten Jahren zu einer langsam wachsenden Cash-Cow entwickelt. Ob dies jedoch eine derart hohe Bewertung rechtfertigt, ist zweifelhaft. Warren Buffett scheint dies ebenfalls so zu sehen.

Der Artikel Apple-Position um 70 % reduziert: Deshalb verkauft Buffett seine frühere Lieblingsaktie ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.

Der einzige Börsenausblick, den du für 2026 lesen musst

2025 war ein verrücktes Börsenjahr. Viel wurde vom nächsten Crash gesprochen, doch passiert ist letztlich wenig.

In unserem kostenlosen Sonderbericht blicken unsere Analysten hinter die Kulissen, ordnen die großen Trends ein und zeigen dir, mit welchem eindeutigem Kriterium du auch 2026 die besten Aktien erkennen wirst.

Gratis-Report kostenlos anfordern

Samuel Tazman besitzt Aktien von Alphabet. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Alphabet, Apple und Berkshire Hathaway.

Aktienwelt360 2026

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 1,15
Hebel: 20
mit starkem Hebel
Ask: 2,89
Hebel: 7
mit moderatem Hebel
Smartbroker
Goldman Sachs
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: GU51VC GU463E. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer