Anzeige
+++Kupfer-Junior startet Bohrung: Ramp Metals stieg von 0,15 auf 1,80 CAD – zieht dieser Nachbar jetzt nach? Ramp Metals stieg von 0,15 auf 1,80 CAD – zieht dieser Nachbar jetzt nach?+++
Greg Abels 15-Millionen-Wette

Weiß er mehr als der Markt? 11.03.2026, 07:30 Uhr von Aktienwelt360

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Berkshire Hathaway Registered (A) 608.750,00 EUR +0,08 % Lang & Schwarz

Seit fast 59 Jahren hat Berkshire Hathaway WKN: 854075) keinen einzigen Cent Dividende gezahlt. Den letzten Scheck über magere 10 Cent gab es 1967 – und Warren Buffett behauptet bis heute, er müsse wohl gerade auf der Toilette gewesen sein, als der Vorstand diesen „schrecklichen Fehler“ beging. Seither ist klar: Bei Berkshire bleibt das Geld im Haus, damit es sich dort schneller vermehren kann als auf deinem Konto.

Der 78-Milliarden-Dollar-Staubsauger

In den vergangenen sieben Jahren hat das Management fast 78 Mrd. US-Dollar in eigene Aktien investiert. Das hat über 10 % aller ausstehenden Anteile schlicht vom Markt gefegt. Für mich ist das die ehrlichere Form der Gewinnbeteiligung, da mein Stück vom Kuchen automatisch wächst.

Besonders das Jahr 2021 sticht mit einem Rekord-Rückkauf von 27 Mrd. Dollar hervor. Damals lag die rechnerische Buyback-Rendite bei stolzen 4,4 %. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 bremste das Unternehmen auf 0,3 % ab, weil die Kurse davoneilten. Jetzt, im Frühjahr 2026, nimmt Greg Abel den Fuß von der Bremse und kauft wieder zu.

Die Mathematik der „selbstgemachten Dividende“

Buffett erklärte bereits 2012 in seinem legendären Aktionärsbrief, warum er klassische Ausschüttungen für Zeitverschwendung hält. Er schlug stattdessen vor: Wer Bargeld benötigt, verkauft einfach jährlich 3,2 % seiner Anteile. In seinem Rechenbeispiel bleibt der Investor bei einem Kurs von 125 % des Buchwertes am Ende reicher als mit einer Dividende. Der Grund ist simpel: Wer Anteile verkauft, zahlt nur Steuern auf den Gewinnanteil, während Dividenden sofort und in voller Höhe vom Fiskus rasiert werden.

Für uns Anleger bedeutet das eine massive Steuerstundung. Während deutsche Sparer bei jeder Quartalsdividende 25 % plus Solidaritätszuschlag abgeben, arbeitet das Kapital bei Berkshire ungestört weiter. Ich bestimme selbst den Zeitpunkt meiner „Ausschüttung“, indem ich auf den Verkaufsknopf drücke. Dieser stille Renditehebel hat Berkshire seit Buffetts Übernahme eine Durchschnittsrendite von 20 % pro Jahr beschert – doppelt so viel wie dem S&P 500.

Aktuell notiert die Aktie bei rund 498 Dollar, was optisch teuer wirkt, aber täuscht. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) ist zuletzt von 1,6 auf unter 1,5 gesunken. Während der Kurs seit einem Jahr stagniert, wächst das operative Fleisch am Knochen stetig weiter. Die Eisenbahnsparte BNSF steigerte ihre operativen Ergebnisse um 9 %, während der Energieriese BHE um 7 % zulegte. Das Unternehmen wird also wertvoller, während die Börse den Preis nicht nachzieht.

Greg Abels 15-Millionen-Wette

Greg Abel tritt in riesige Fußstapfen, aber er fängt bereits an, das riesige Cash-Problem zu lösen. Mit rund 373 Mrd. Dollar auf dem Konto war Berkshire zuletzt fast schon gelähmt. Abel zeigt nun kulturelles Rückgrat: Er investiert sein eigenes Nettojahresgehalt von 15 Mio. Dollar direkt in die A-Aktien. Das zeigt, dass der neue Chef an die Unterbewertung glaubt.

Abel adressiert proaktiv die zwei größten Sorgen der Anleger: den riesigen Geldberg und die fehlenden Rückkäufe. Dass er die Buybacks 2026 wieder aufnimmt, ist ein Vertrauensbeweis in die eigene Strategie. Er beweist damit, dass er bereit ist, Kapital aktiv zu steuern, statt es nur auf Staatsanleihen schimmeln zu lassen. Das verringert das Risiko, dass Berkshire nach der Ära Buffett an Glanz verliert.

Dennoch bleibt ein Restrisiko

Schafft Abel es, die „Qualitätsprämie“ der Aktie zu halten? Bisher hielt ich Berkshire die Treue, weil Buffett als unfehlbares Symbol gilt. Wenn die Aktie unter Abel drei Jahre lang nur seitwärts läuft, könnte der Geduldsfaden vieler Investoren reißen. Er muss beweisen, dass er Milliarden-Zukäufe tätigen kann, die synergetisch wirken – so wie einst Geico oder BNSF.

Sollte er das Kapital in weniger rentable Projekte stecken, wird der Markt Berkshire wie einen gewöhnlichen Indexfonds bewerten. Doch die operative Stärke der Kerngeschäfte wie Versicherungen und Infrastruktur ist so massiv, dass ich dieses Risiko für beherrschbar halte. Berkshire bleibt eine Festung, die keine Dividenden braucht, um Aktionäre reich zu machen.

Der Artikel Greg Abels 15-Millionen-Wette: Weiß er mehr als der Markt? ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.

Investieren wie ein Profi: Mit diesen Kennzahlen meisterst du jede Aktienanalyse!

Wenige Kennzahlen – maximaler Durchblick: In unserem exklusiven Sonderbericht zeigt dir Aktienwelt360-Chefanalyst Florian König, wie du mit 15 clever ausgewählten Bilanzkennzahlen jedes Unternehmen im Handumdrehen durchleuchtest.

Lerne, wie das Wälzen trockener Zahlen zur spannenden Schatzsuche für smarte Anleger werden kann. Praxisnah, fundiert und überraschend einfach erklärt – in unserem Sonderbericht „15 Bilanzkennzahlen, die dich zu einem besseren Anleger machen”.

Jetzt lesen und deinen Investment-Kompass schärfen!

Henning Lindhoff besitzt Aktien von Berkshire Hathaway. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway.

Aktienwelt360 2026

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer