Rheinmetall-Aktie über 400 Euro

Soll man noch kaufen und wann ist der Höhenflug beendet? 27.02.2024, 07:02 Uhr von Aktienwelt360

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Rheinmetall 1.437,50 EUR +0,34 % Lang & Schwarz

Rüstungsaktien gewinnen an der Börse wieder an Bedeutung. Das gilt vor allem für europäische Rüstungskonzerne wie die deutsche Rheinmetall (WKN: 703000). Lange fristeten die Düsseldorfer an der Börse ein Schattendasein. Zeitweise galt die Aktie wegen des Rüstungsgeschäfts sogar als nicht investierbar.

Mittlerweile scheint sich die Meinung hier aufgrund geopolitischer Bedrohungen zum Positiven geändert zu haben. Insbesondere der Krieg in der Ukraine hat zu einem Umdenken in der Gesellschaft geführt. 

Gleichzeitig katapultieren Investoren die Aktie auf höhere Bewertungsniveaus, um der neuen Situation gerecht zu werden. Ein wachsendes Geschäft sorgt für stetigen Rückenwind.

Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass der Aktienkurs der Rheinmetall-Aktie immer neue Rekordhöhen erklimmt. Plötzlich war sogar die magische 400-Euro-Marke überschritten. Damit ist der Rheinmetall-Konzern erstmals mehr als 17 Mrd. Euro wert.

Da stellt sich natürlich die Frage, ob Investoren Gewinne mitnehmen sollten, die Aktie weiter kaufenswert ist und wann der Höhenflug der Aktie zu Ende sein könnte. Genau dieser Frage möchte ich in diesem Artikel nachgehen.

Boomendes Kerngeschäft

Grundsätzlich verspricht die Rheinmetall-Aktie vieles, was Anleger mögen: Ein wachsendes Kerngeschäft, das von Trends profitiert. Zudem werden starke Free Cashflows generiert.

Für die größte Fantasie dürfte dabei die Bedrohungslage in Europa sorgen. Für Rheinmetall ist es die wichtigste Absatzregion.

Es zeigt sich, dass insbesondere in Deutschland ein großer Nachholbedarf beim Thema Rüstung besteht, der unbedingt aufgeholt werden muss. Aber auch bei anderen Ländern wächst der Verteidigungsbedarf. Diskussionen über Erhöhungen der Rüstungsbudgets weltweit laufen heiß.

Die Zahlen des dritten Quartals 2023 des Rheinmetall-Konzerns bestätigten dabei eindrucksvoll, dass das Geschäft bei den Rheinländern deutlich anzieht. So konnte der Umsatz um beeindruckende 24,2 % gesteigert werden. Das Plus für die ersten 9-Monate beläuft sich auf knapp 13 %, was die zunehmende Dynamik unterstreicht.

Dieser Eindruck drängt sich auch beim Blick auf die Auftragsdaten des Rüstungskonzerns auf. So beläuft sich der Gesamtauftragsbestand zum 30.09.23 auf 36,5 Mrd. Euro – ein Plus von 41 %! Schaut man sich den Jahresumsatz von zuletzt 6,4 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2022 an, lässt sich erahnen, in welche Dimensionen das Unternehmen in Zukunft wachsen kann.

Wie geht es bei der Rheinmetall-Aktie weiter?

Die Frage, die sich Investoren derzeit stellen müssen, dürfte sich daher insbesondere auf die Bedrohungslage in Europa beziehen. Betrachtet man die Bewertung der Rheinmetall-Aktie, so könnte diese – angesichts des Wachstumspotenzials – noch Luft nach oben haben. So liegt das erwartete KGV bei 23,9, die erwartete Dividendenrendite bei 1,14% (Stand: 20.2.24, Morningstar). Der Umsatzmultiplikator von 2,5 ist bezahlbar. Allerdings sind diese Werte im historischen Vergleich bereits deutlich angestiegen, was dafür spricht, dass Investoren bereits ein deutliches Wachstum eingepreist haben.

Aus technischer Sicht könnte die Rheinmetall-Aktie als überkauft gelten. Allerdings reißen die positiven Unternehmensnachrichten nicht ab, was für die Aktie und deren Momentum spricht. Insbesondere die Diskussionen um die Erhöhung der Verteidigungsbudgets der NATO-Mitgliedstaaten sorgen für Fantasie.

Noch dürften Anleger hier im Dunkeln tappen, was den zukünftigen Verlauf angeht. Zudem hat sich in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass Aktien, die stark von politischen Entscheidungen abhängen, auch sehr volatil sein können. Dies könnte natürlich auch in Zukunft ein Risiko für die Rheinmetall-Aktionäre darstellen.

Nimmt man all diese Faktoren zusammen, so spricht derzeit vieles für einen weiteren Anstieg der Aktie, aber auch mit größeren Rückschlägen muss jederzeit gerechnet werden. Insbesondere die Bedrohung aus Russland dürfte hier einen wesentlichen Ausschlag geben.

Der Artikel Rheinmetall-Aktie über 400 Euro: Soll man noch kaufen und wann ist der Höhenflug beendet? ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.

Der nächste Bullenmarkt steht in den Startlöchern!

Bist du bereit für den nächsten Bullenmarkt? Oder siehst du wieder einmal zu, wie andere Investoren in einer Aufwärtsphase die große Rendite einfahren und du weit hinter der Aktienperformance des Marktes zurückbleibst? Das muss nicht sein. Mit den Tipps und Tricks der Aktienwelt360 wirst du bestmöglich vom kommenden Aufschwung profitieren. Zudem verraten wir dir drei Aktien, von denen wir glauben: Sie werden im kommenden Bullenmarkt so richtig durchstarten!

Klicke hier, um diesen Bericht jetzt gratis zu lesen.

Frank Seehawer besitzt keine der erwähnten Aktien. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.

Aktienwelt360 2024

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter aufwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 2,21
Hebel: 6
mit moderatem Hebel
Smartbroker
Vontobel
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: VY2ZAJ VY3RS7. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer