Top-Chance aus Europa gesucht? Diese englische Aktie bietet aktuell über 100 % Aufholpotenzial! 30.03.2025, 03:10 Uhr von Aktienwelt360

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Diageo 18,31 GBP +1,45 % TTMzero RT

Weißt du, was Johnnie Walker (Whisky), Captain Morgan (Rum), Smirnoff (Wodka), Tanqueray (Gin) oder auch Baileys (Likör) gemeinsam haben? Sie alle gehören zum Produktportfolio von der in London ansässigen Firma Diageo (WKN: 851247).

Und da nicht nur diese Spirituosen des englischen Unternehmens in der Regel rund um den Globus gerne und häufig konsumiert werden, war auch auf die Diageo-Aktie lange Zeit Verlass. Doch seit ungefähr zweieinhalb Jahren ist deren Kursentwicklung nun schon als relativ enttäuschend anzusehen.

Mittlerweile notiert sie 50 % unter ihrem letzten Höchststand und könnte somit eine Menge Aufholpotenzial bieten. Genau deshalb wollen wir uns heute mit den Papieren von Diageo einmal kurz beschäftigen.

Wo drückt der Schuh?

Wer hätte es schon anders vermutet? Die aktuelle Schwäche der Diageo-Aktie steht stark mit der Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump in Zusammenhang. Durch die dadurch erzeugten Unsicherheiten ist es dem Management nämlich derzeit kaum möglich, eine sichere Wachstumsprognose abzugeben.

Denn für den US-Markt wird von Diageo aus Mexiko Tequila und aus Kanada Whisky in die Vereinigten Staaten importiert. Wobei nur aus den Importen aus diesen beiden Ländern fast die Hälfte der US-Einnahmen generiert werden. Und gerade der wachstumsstarke Tequila-Bereich könnte durch die Zölle Einnahmen verlieren.

Zusätzlich hatte der Spirituosenhersteller in Lateinamerika und der Karibik mit einem Umsatzrückgang von 21 % zu kämpfen. Auch wenn dies natürlich eine schlechte Nachricht darstellt, sollte man aber bedenken, dass diese Region nur für 9 % des Gesamtumsatzes verantwortlich ist.

Immerhin konnte Diageo mit den letzten Halbjahreszahlen ein kleines organisches Umsatzwachstum von 1 % vermelden. Der Gewinn je Aktie (EPS) hat sich allerdings um 12 % auf 87 US-Cent (Diageo bilanziert seit 2023 in US-Dollar) reduziert. Die Analysten hatten an dieser Stelle mit 99 US-Cent gerechnet.

Das Positive erkennen

Das alles sieht sicherlich nicht unbedingt nach guten Nachrichten aus. Doch nichts hassen die Börsianer eben mehr als Unsicherheit. Und durch den Wegfall der mittelfristigen Prognose können sie nun die Wachstumsaussichten von Diageo kaum realistisch beurteilen.

Zuvor hatte das Diageo-Management langfristig ein durchschnittliches Absatzplus von 5 bis 7 % erwartet. Erreicht werden sollte dies beispielsweise durch eine Fokussierung auf das Premiumsegment. Dafür wurden seit 2017 16 Premiummarken zugekauft und im Gegenzug fast 50 Marken aus dem mittleren und unterem Preisniveau angestoßen.

Auch hat man mit Guinness eine Top-Biermarke im Portfolio. Bei dieser lief es in den letzten Monaten so gut, dass hier zeitweise die Lager völlig leer waren. Indessen nimmt Diageo richtig Geld in die Hand und investiert 200 Mio. Euro in neue Produktionskapazitäten.

Zu guter Letzt könnte auch die im Moment abflauende Inflation etwas Hoffnung schüren, dass eventuell wieder mehr Hochprozentiges über die Ladentheke den Besitzer wechselt. Denn wenn die Kaufkraft zunimmt, dann gönnt sich die Kundschaft erfahrungsgemäß das eine oder andere Guinness oder einen Premiumdrink mehr.

Mehr Chance als Risiko

Wie wir sehen, könnte es also durchaus auch Anzeichen für eine Erholung geben. Woran die Marktteilnehmer aber offensichtlich noch zweifeln. Schauen wir auf den Kurs der Diageo-Aktie so notiert diese aktuell mit 2016,00 GB-Pence (28.03.2025) rund 51 % unter ihrem Allzeithoch von vor drei Jahren.

Und dies, obwohl der Gewinn im noch bis Ende Juni laufenden Geschäftsjahr 2025 gegenüber dem 2023er-Hoch vermutlich wohl nur um 25 % niedriger ausfallen wird. Zudem rechnen die Experten von MarketScreener damit, dass Umsatz und Gewinn in den kommenden beiden Jahren wieder anziehen.

Auf ihrem jetzigen Niveau werden die Diageo-Papiere übrigens mit einem KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) von 16,9 bewertet. Und für die Dividendenrendite können wir aktuell einen Wert von 3,88 % ermitteln.

Auch wenn noch einige Unsicherheiten in der Luft liegen, dürfte in meinen Augen bei der Aktie von Diageo die Chance auf wieder bessere Zeiten durchaus gegeben sein. Vor allem auch, weil an der Börse die Zukunft meistens vorweggenommen wird.

Sollte sich die geschäftliche Situation in den nächsten zwei Jahren tatsächlich wieder bessern, könnte dies den Aktienkurs also schon lange vorher positiv beeinflussen. Und auch wenn es vielleicht noch etwas länger dauert, bis die Diageo-Aktie an ihren ehemaligen Höchstkurs wieder anknüpfen kann, würde ich ihr den baldigen Beginn einer Gegenbewegung aber in jedem Fall zutrauen.

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Andre Kulpa besitzt keine der erwähnten Aktien. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.

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