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Porsche setzt auf Batterie-Recycling – Focus Graphite arbeitet am nächsten Schritt für neuen Graphit 04.11.2026, 05:43 Uhr von SmallMicrocap Jetzt kommentieren: 0

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Porsche (ISIN: DE000PAG9113) treibt die Rückgewinnung wertvoller Batterierohstoffe voran und hat gemeinsam mit Partnern einen wichtigen technischen Meilenstein erreicht: Erstmals wurden Batteriezellen hergestellt, deren Kathoden-Aktivmaterial vollständig aus recycelten Rohstoffen stammt. Gleichzeitig arbeitet das deutsche Recyclingunternehmen cylib daran, auch Graphit aus Altbatterien wieder für neue Anoden nutzbar zu machen. Für Focus Graphite (ISIN: CA34416E8743) ist diese Entwicklung aus einem anderen Grund interessant. Der kanadische Rohstoffentwickler verfolgt mit seinem hochgradigen Lac-Knife-Projekt und neuen Aufbereitungsverfahren einen ergänzenden Ansatz: die Gewinnung und Weiterverarbeitung von frischem Naturgraphit für nordamerikanische Batterielieferketten. Beide Entwicklungen zeigen, wie intensiv die Industrie an einer breiteren und zuverlässigeren Rohstoffversorgung arbeitet. 

Porsche erreicht wichtigen Meilenstein beim Batterie-Recycling 

Am 17. September 2026 meldete Porsche einen Fortschritt bei seinem Recyclingprojekt für Hochvoltbatterien. Gemeinsam mit Partnern wie dem Aachener Unternehmen cylib gelang es, Batteriezellen herzustellen, deren Kathoden-Aktivmaterial vollständig aus zurückgewonnenen Rohstoffen ehemaliger Porsche-Batterien besteht. Dazu zählen Lithium, Nickel, Kobalt und Mangan. Die neuen Zellen werden derzeit in Testfahrzeugen auf ihre Leistungsfähigkeit und Qualität untersucht. Der Schritt ist für die Automobilindustrie relevant, weil die Rohstoffversorgung zunehmend über den gesamten Lebenszyklus einer Batterie betrachtet wird. Materialien sollen nach dem Einsatz im Fahrzeug nicht verloren gehen, sondern möglichst erneut für die Herstellung leistungsfähiger Batteriezellen verwendet werden. Porsche arbeitet seit Mai 2026 mit cylib an der Wiederverwertung ausgedienter Hochvoltbatterien aus deutschen Porsche-Zentren. Die zurückgewonnenen Rohstoffe sollen ab 2028 für die Batteriezellproduktion zur Verfügung stehen. Dabei handelt es sich noch nicht um den Nachweis einer großflächigen Serienproduktion mit vollständig recycelten Batterien. Die bislang gemeldete vollständige Substitution betrifft das Aktivmaterial der Kathode innerhalb eines Pilotprojekts. Die Anode, die bei vielen Lithium-Ionen-Batterien überwiegend aus Graphit besteht, ist ein eigenständiger Teil der Zelle und stellt andere technische Anforderungen. 

Deutsches Recyclingunternehmen nimmt Graphit ins Visier 

Dass auch Graphit zunehmend in den Mittelpunkt der europäischen Kreislaufwirtschaft rückt, zeigt eine weitere Vereinbarung von cylib. Anfang Juni unterzeichnete das Unternehmen mit dem norwegischen Batterieanoden-Spezialisten Vianode eine unverbindliche Absichtserklärung. Ziel ist es, aus gebrauchten Batterien zurückgewonnenes Graphitkonzentrat zu untersuchen und dessen mögliche Wiederverwendung in neuen Anodenmaterialien zu entwickeln. Dabei soll cylib Graphitkonzentrat mithilfe seiner eigenen Recyclingtechnologie bereitstellen. Vianode übernimmt die technische Bewertung und mögliche Weiterentwicklung für Batterieanwendungen. Noch handelt es sich um eine Entwicklungskooperation, nicht um eine verbindliche kommerzielle Liefervereinbarung. Die Zusammenarbeit zeigt jedoch, dass sich die Industrie zunehmend auch mit der Rückgewinnung von Graphit beschäftigt, während sich frühere Recyclingprojekte häufig auf besonders wertvolle Metalle wie Nickel, Kobalt und Lithium konzentrierten. Das ist ein wichtiger Unterschied. Die Wiederverwendung von Graphit erfordert mehr als seine bloße Rückgewinnung aus einer Altbatterie. Das Material muss hinsichtlich Reinheit, Partikelstruktur und elektrochemischer Eigenschaften die Anforderungen neuer Batteriezellen erfüllen. Erst nach entsprechenden Tests und Qualifizierungen lässt sich beurteilen, ob und in welchem Umfang recyceltes Graphitmaterial erneut für Anoden geeignet ist. 

Warum Recycling allein den Bedarf an neuem Graphit nicht ersetzt 

Für die Batterieindustrie entstehen damit zwei parallele Entwicklungsrichtungen. Einerseits sollen möglichst viele Rohstoffe aus gebrauchten Batterien zurückgewonnen werden. Andererseits bleibt die Erschließung neuer Rohstoffquellen wichtig, insbesondere solange die Nachfrage nach Batterien wächst und nicht ausreichend Altmaterial zur Verfügung steht. Das liegt auch am zeitlichen Abstand zwischen der Herstellung einer Batterie und ihrer späteren Wiederverwertung. Batterien in Elektrofahrzeugen können viele Jahre im Einsatz bleiben. Die Rohstoffe aus diesen Batterien stehen deshalb nicht unmittelbar für die Produktion neuer Fahrzeuge zur Verfügung. Produktionsausschuss und ausgediente Batterien liefern zwar bereits Recyclingmaterial, doch der Aufbau einer umfangreichen Kreislaufwirtschaft benötigt Zeit. Hinzu kommt die hohe Konzentration der globalen Graphitverarbeitung. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur entfallen mehr als 90 Prozent der weltweiten Graphitraffination auf China. Eine widerstandsfähigere Batterielieferkette benötigt deshalb sowohl neue Verarbeitungsmöglichkeiten für Naturgraphit als auch funktionierende Recyclingverfahren. Die beiden Ansätze können sich ergänzen, ersetzen einander aber nicht vollständig. 

Focus Graphite erreicht bis zu 98,7 Prozent Kohlenstoff 

An diesem Punkt wird Focus Graphite interessant. Das Unternehmen entwickelt mit Lac Knife in der kanadischen Provinz Québec eine hochgradige Naturgraphitlagerstätte. Die aktualisierte Machbarkeitsstudie von 2023 weist rund 9,31 Millionen Tonnen wahrscheinliche Mineralreserven mit durchschnittlich 14,97 Prozent graphitischem Kohlenstoff aus. Im Juli 2026 veröffentlichte Focus Ergebnisse eines Pilotprogramms mit SGS Canada. Dabei wurden rund acht Tonnen Erz aus Lac Knife verarbeitet und etwa 850 Kilogramm Graphitkonzentrat gewonnen. Die gemeldeten Kohlenstoffgehalte lagen je nach Korngrößenfraktion zwischen 95,0 und 98,7 Prozent. Bemerkenswert ist, dass diese Ergebnisse ausschließlich mit mechanischen Aufbereitungsmethoden erreicht wurden, ohne zusätzliche chemische oder thermische Reinigung. Die hohe Konzentration ist für die weitere Materialentwicklung von Bedeutung. Je nach Endanwendung muss Naturgraphit zusätzliche Anforderungen erfüllen. Für den Einsatz als Batterieanodenmaterial sind beispielsweise eine geeignete Partikelgröße, eine sehr hohe Reinheit und stabile elektrochemische Eigenschaften erforderlich. Das im Pilotmaßstab erzeugte Konzentrat ist deshalb ein Ausgangsmaterial für weitere Verarbeitungsschritte und noch kein fertig qualifiziertes Anodenprodukt. 

Der nächste Schritt: Vom Konzentrat zum Batterieanodenmaterial 

Im August 2026 kündigte Focus eine unverbindliche Absichtserklärung mit dem US-amerikanischen Batterietechnologieunternehmen Charge CCCV, kurz C4V, an. Beide Unternehmen wollen untersuchen, ob sich Naturgraphit aus Lac Knife mit der Green Anode Technology von C4V zu einem geeigneten Batterieanodenmaterial weiterverarbeiten lässt. Dabei geht es um die Herstellung von gereinigtem, sphärischem und beschichtetem Graphit. Diese Verarbeitungsschritte sind entscheidend, weil das Rohmaterial erst dadurch die spezifischen Anforderungen moderner Lithium-Ionen-Batterien erfüllen kann. Nach Angaben von Focus benötigt der vorgesehene Ansatz ein Graphitkonzentrat mit einem Kohlenstoffgehalt von ungefähr 98 Prozent. Die Ergebnisse des SGS-Pilotprogramms liefern damit eine technische Grundlage für die geplanten Untersuchungen. Eine erfolgreiche Kundenqualifizierung oder ein verbindlicher Abnahmevertrag ist daraus bislang nicht entstanden. Ebenso wenig besteht eine nachgewiesene Geschäftsbeziehung zwischen Focus und Porsche, cylib oder Vianode. Während Porsche und seine Partner die Rückgewinnung vorhandener Batterierohstoffe vorantreiben, arbeitet Focus an der Bereitstellung und Weiterverarbeitung neu gewonnenen Naturgraphits. Die Verbindung liegt im gemeinsamen industriellen Ziel, zusätzliche und technisch geeignete Materialquellen für Batterien zu erschließen. 

Millionenförderung soll Graphitverarbeitung voranbringen 

Für Focus spielt neben der Qualität der Lagerstätte auch die Finanzierung der nächsten Entwicklungsschritte eine wichtige Rolle. Im Dezember 2025 schloss das Unternehmen mit Natural Resources Canada eine Fördervereinbarung über bis zu rund 14,06 Millionen kanadische Dollar ab. Die nicht rückzahlbare Unterstützung ist für ein Projekt zur Entwicklung einer elektrothermischen Graphitreinigungstechnologie vorgesehen. Die Förderung soll unter anderem technische Studien, Pilotarbeiten und die Vorbereitung einer Demonstrationsanlage unterstützen. Damit verfolgt Focus das Ziel, nicht nur Graphitkonzentrat zu gewinnen, sondern einen größeren Teil der nachgelagerten Wertschöpfung in Nordamerika aufzubauen. Gerade diese Verarbeitungskapazitäten sind für die Verringerung bestehender Lieferkettenabhängigkeiten von Bedeutung. Allerdings handelt es sich um zweckgebundene Fördermittel, die an bestimmte Projektarbeiten und Bedingungen geknüpft sind. Sie dürfen nicht mit bereits erzielten Umsätzen oder einer vollständig finanzierten kommerziellen Produktion gleichgesetzt werden. Für Anleger bleiben deshalb die nächsten technischen Ergebnisse, mögliche Kundenqualifizierungen und der weitere Finanzierungsbedarf wichtige Punkte. 

Fazit 

Porsche zeigt mit seinem Recyclingprojekt, dass die deutsche Automobilindustrie die Rückgewinnung von Batterierohstoffen zunehmend als strategische Aufgabe betrachtet. Die Zusammenarbeit von cylib und Vianode erweitert diesen Ansatz ausdrücklich auf Graphit. Gleichzeitig verdeutlicht die hohe Konzentration der weltweiten Graphitverarbeitung, weshalb zusätzliche Rohstoff- und Verarbeitungskapazitäten außerhalb Chinas weiterhin relevant bleiben. Für Focus Graphite (ISIN: CA34416E8743) liegt die Chance darin, mit Lac Knife einen hochgradigen Naturgraphitrohstoff bereitzustellen und diesen durch zusätzliche Reinigung und Anodenverarbeitung für anspruchsvollere Anwendungen zu qualifizieren. Das Unternehmen hat mit Konzentratgehalten von bis zu 98,7 Prozent im Pilotmaßstab Fortschritte erzielt und arbeitet mit C4V an einer möglichen Weiterverarbeitung. Ob daraus verbindliche Kundenbeziehungen und eine wirtschaftlich tragfähige Produktion entstehen, ist noch offen. Die Entwicklungen bei Porsche und cylib unterstreichen jedoch, dass die industrielle Suche nach zuverlässigen Batterierohstoffen inzwischen weit über den klassischen Bergbau hinausgeht.


Quelle:


Porsche – Nächster Meilenstein im Batterierecycling, 17.09.2026 
https://newsroom.porsche.com/de/2026/unternehmen/porsche-cylib-batterierecycling-43261.html 

cylib – Zusammenarbeit mit Vianode zum Recycling von Batteriegraphit, 02.06.2026 
https://www.cylib.de/post/cylib-and-vianode-are-joining-forces-to-close-the-loop-on-battery-graphite 

Internationale Energieagentur – Global EV Outlook 2026: Batterie-Recycling 
https://www.iea.org/reports/global-ev-outlook-2026/electric-vehicle-batteries 

Internationale Energieagentur – Global Critical Minerals Outlook 2026 
https://www.iea.org/reports/global-critical-minerals-outlook-2026/outlook 

Focus Graphite – Pilotprogramm erreicht bis zu 98,7 Prozent Kohlenstoff, 28.07.2026 
https://focusgraphite.com/focus-graphite-achieves-up-to-98-7-carbon-concentrate-through-mechanical-processing-and-activates-downstream-qualification-platform/ 

Focus Graphite – Mine-to-Anode-Absichtserklärung mit C4V, 26.08.2026 
https://focusgraphite.com/focus-graphite-and-c4v-to-evaluate-mine-to-anode-platform-combining-lac-knife-graphite-with-c4vs-green-anode-technology/ 

Focus Graphite – Fördervereinbarung über bis zu 14,1 Millionen CAD, 08.12.2025 
https://focusgraphite.com/focus-graphite-executes-funding-agreement-for-14-1m-under-natural-resources-canadas-global-partnerships-initiative/ 

Focus Graphite – Aktualisierte Machbarkeitsstudie für Lac Knife, 19.04.2023 
https://focusgraphite.com/focus-graphite-announces-benchmark-feasibility-study-update-for-its-lac-knife-graphite-project-quebec/ 

——– 

Lassen Sie sich in den Verteiler für Focus Graphite oder Nebenwerte eintragen. Einfach eine E-Mail an Eva Reuter: e-reuter@dr-reuter.eu mit dem Hinweis: „Verteiler Focus Graphite“ oder “Nebenwerte”. 

Focus Graphite Inc.
ISIN: CA34416E8743
https://focusgraphite.com/

Disclaimer/Risikohinweis  
Interessenkonflikte: Mit Focus Graphite existiert ein entgeltlicher IR und PR-Vertrag. Inhalt der Dienstleistungen ist u.a., den Bekanntheitsgrad des Unternehmens zu erhöhen. Dr. Reuter Investor Relations handelt daher bei der Erstellung und Verbreitung des Artikels im Interesse von der Focus Graphite. Es handelt sich um eine werbliche redaktionelle Darstellung. Aktien von Focus Graphite können sich im Besitz von Mitarbeitern oder Autoren von Dr. Reuter Investor Relations – unter Berücksichtigung der Regeln der Market Abuse Regulation (MAR) befinden. 

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Zukunftsgerichtete Aussagen 
Diese Mitteilung enthält bestimmte zukunftsgerichtete Aussagen, einschließlich Aussagen über das Unternehmen. Wo immer möglich, wurden Wörter wie „können“, „werden“, „sollten“, „könnten“, „erwarten“, „planen“, „beabsichtigen“, „antizipieren“, „glauben“, „schätzen“, „vorhersagen“ oder „potenziell“ oder die Verneinung oder andere Variationen dieser Wörter oder ähnliche Wörter oder Phrasen verwendet, um diese zukunftsgerichteten Aussagen zu identifizieren. Diese Aussagen spiegeln die gegenwärtigen Einschätzungen der Geschäftsleitung wider und basieren auf Informationen, die der Geschäftsleitung zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts vorlagen. 

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Verantwortlich & Kontakt für Rückfragen 
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Für Fragen bitte Nachricht an e-reuter@dr-reuter.eu 

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