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Kommentare 89.645
906866,
06.06.2021 8:39 Uhr
0
Noch sträuben sich Länder mit niedrigeren Unternehmensteuern wie Irland gegen eine Mindeststeuer. In dem EU-Staat werden nur 12,5 Prozent Unternehmensteuer fällig, deshalb haben mehrere Großkonzerne dort einen Firmensitz. Sollte die Mindeststeuer wie geplant kommen, müsste Irland die Steuern erhöhen - oder es würden Strafen vonseiten der anderen Volkswirtschaften drohen.
Von der Besteuerung der Internetgiganten versprechen sich die G7-Staaten auch deutliche Mehreinnahmen. "Stabile Steuereinnahmen sind wichtig, damit Staaten ihre Aufgaben erfüllen können", sagte Scholz. "Das wird nach der Corona-Pandemie noch dringlicher." Die meisten Staaten haben zur Bewältigung der Corona-Krise Schulden in Rekordhöhe aufgenommen, um Unternehmen und Arbeitnehmer finanziell zu unterstützen.
Der finanzpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bundestag, Florian Toncar, begrüßte die Einigung und forderte eine schnelle Umsetzung auf globaler Ebene. "Wichtig ist, dass dabei nun auf Störfeuer wie eine nationale oder europäische Digitalsteuer verzichtet wird", sagte Toncar der dpa. "Die Umsetzung einer globalen Mindeststeuer darf nicht an solchen Alleingängen scheitern."/swe/DP/zb
906866,
06.06.2021 8:37 Uhr
1
ROUNDUP 3: G7 einigen sich auf weltweite Mindeststeuer von 15 Prozent
Samstag, 05.06.2021 19:05 von dpa-AFX
(Neu: Weitere Details)
LONDON (dpa-AFX) - Große Digitalkonzerne wie Apple oder Google sollen nach dem Willen der führenden Industrienationen künftig weltweit mindestens 15 Prozent Steuern zahlen. Nach jahrelangen Verhandlungen einigten sich die Finanzminister der G7-Staaten am Samstag in London auf eine globale Steuerreform. Neben der Mindeststeuer von 15 Prozent soll auch dafür gesorgt werden, dass Großkonzerne künftig dort Steuern zahlen, wo sie ihre Umsätze machen, wie aus einer gemeinsamen Erklärung der G7 hervorgeht. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sprach von einer "Steuerrevolution". Der Durchbruch gilt als wichtige Grundlage für eine weitere Einigung der G20-Staaten.
Ziel ist es, die multinationalen Konzerne stärker zur Kasse zu bitten. Bisher werden Unternehmensteuern nur am Firmensitz fällig, aber nicht in den Ländern, wo die Konzerne aktiv sind, was bei den Digitalunternehmen oft in fast der ganzen Welt der Fall ist. Das führte dazu, dass viele Unternehmen ihren Firmensitz in Länder mit niedrigeren Unternehmensteuern verlagerten.
"Die sieben wichtigsten Industrienationen haben sich heute hinter das Konzept einer Mindestbesteuerung für Unternehmen gestellt", sagte Scholz. "Das ist eine sehr gute Nachricht für die Steuergerechtigkeit und die Solidarität, und eine schlechte Nachricht für Steueroasen in aller Welt." Konzerne könnten sich nun nicht mehr ihrer Steuerpflicht entziehen. Nach den Plänen der G7 sollen Konzerne mit einer Gewinnmarge von mehr als zehn Prozent künftig auch dort steuerpflichtig werden, wo sie ihre Umsätze machen. Die über diese Marge hinausgehenden Gewinne sollen zu 20 Prozent in den jeweiligen Ländern versteuert werden.
Der Gastgeber und britische Finanzminister Rishi Sunak bezeichnete die Einigung wie Scholz als "historisch" und erklärte, die Reform mache das Steuersystem "fit für das globale digitale Zeitalter". Sein französischer Amtskollege Bruno Le Maire sprach auf Twitter von einer ambitionierten Einigung, auf die man nach vierjährigem Einsatz für das Thema stolz sein könne. Zugleich sagte er, der Kampf werde weitergehen. "Das ist ein Anfangspunkt und in den kommenden Monaten werden wir uns dafür einsetzen, dass die Mindeststeuer so hoch wie möglich ist."
US-Finanzministerin Janet Yellen geht von einer positiven Wirkung der Reform auf die Weltwirtschaft aus, weil Unternehmen unter gleichen Bedingungen konkurrieren und investieren könnten. Auch Facebook begrüßte auf Twitter die Einigung - auch unter dem Eingeständnis, dass diese bedeuten könnte, dass das Unternehmen bald mehr Steuern zahlen muss.
Neben Großbritannien, Frankreich, den USA und Deutschland sind auch Italien, Japan und Kanada Mitglieder der G7, wie sich die Gruppe sieben führender demokratischer Wirtschaftsmächte nennt. Möglich geworden ist die Einigung auf der Ebene der G7 auch auf Drängen der neuen US-Regierung, die zuvor sogar eine Mindeststeuer von 21 Prozent vorgeschlagen hatte, später dann 15 Prozent. In den vergangenen Jahren hatte es bereits mehrfach - auch auf EU-Ebene - Anläufe für eine solche internationale Digitalsteuer gegeben, die allerdings nie zum Durchbruch kamen.
Im nächsten Schritt gilt es nun, die G20 - eine umfassendere Gruppe führender Wirtschaftsnationen - ins Boot zu holen. Gelegenheit dazu gibt es schon im kommenden Monat bei einem Treffen in Italien. Auch bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) wollen die Staaten für ihre Pläne werben. "Es ist noch keinesfalls sicher, dass die Einigung auch bei den G20 Bestand hat und wie die Besteuerungsrechte gegenüber US-Konzernen wie Amazon oder Google aufgeteilt werden", sagte der stellvertretende Vorsitzende der Linke-Bundestagsfraktion, Fabio De Masi. Zudem kritisierte er den Mindeststeuersatz von 15 Prozent als zu niedrig.
Kursi,
06.06.2021 8:35 Uhr
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Dieses Steuerthema wird irgendwann keins mehr sein.Wo Gewinne gemacht werden,muss auch gezahlt werden.Ist doch klar.
Amazon investiert eben viel in Wachstum und die Margen bei E-Commerce sind gering.
Bei AWS ist es etwas anderes.
Keiner hat was gegen eine faire Besteuerung von Unternehmensgewinnen.Schließlich ist Wirtschaft immer ein Geben und Nehmen.Dadurch entstehen Arbeitsplätze und es kann auch wieder konsumiert werden,was ja auch im Sinne von Unternehmen ist.
r
rofl_copter,
06.06.2021 8:35 Uhr
0
Die Big4 werden Amazon und co. da schon irgendwie raushauen 😉
K
Kaiser85,
06.06.2021 8:17 Uhr
0
Okay 12,5 wurden ja in Irland schon gelöhnt sind ja dann nur 2,5 mehr nicht 15
W
WollP,
05.06.2021 23:15 Uhr
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Naja, 15 % für große Technologiekonzerne sind 15 % vom Gewinn. Viel Gewinn = viel Steuern. So gesehen wäre 1 % Steuer. schon ne ganze Ecke besser. Allerdings ist das ein guter Schritt um das Ansehen etwas zu verbessern und im Endeffekt natürlich mehr als überflüssig.
Schachtiger,
05.06.2021 20:37 Uhr
0
Die Fakten sind auf dem Tisch!
Für Amazon ist das Kleingeld und ob überhaupt Amazon das zahlen muss ist noch nicht sicher.
Irland gehört nicht zu den G7 Staaten bzw. wollen sicherlich nicht freiwillig Amazon und Co vors Schienbein treten.
Die Unsicherheit wegen diesem Urteil ist raus bzw. jetzt kann es mal wieder steigen.
Was sind 15 Prozent Steuern für die großen Technologie Konzerne?😆
insover0815,
05.06.2021 20:28 Uhr
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Die Entscheidung war ja zu erwarten. Kann sein, daß es bereits eingepreist ist. Reagieren kann man aber eh nicht. Bis man die Meldung fertig gelesen hat, hat ein Algorithmus schon die Fallhöhe berechnet und auf Verkauf geschaltet. Wir werden es sehen, wie die Nasdaq-Futures in Asienhandel Montag Früh abschneiden.
Oli737,
05.06.2021 20:25 Uhr
0
Stimmt es ist WE. Ein schönes Wochenende Euch allen 😃
K
Kaiser85,
05.06.2021 18:49 Uhr
0
Schwer zu sagen. Manche haben Angst. Und andere ziehen nach Panik vielleicht. Übertreibungen. Oder es passiert garnix. Wie sind die Auswirkungen?
K
Klaus_1967,
05.06.2021 18:48 Uhr
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@Oli
Das mit Montag wären in meinen Augen jetzt unangebrachte Spekulationen.
Es kann sein das der Markt es gut aufnimmt, weil die Ungewissheit vorbei ist, es kann aber auch sein das es in die andere Richtung läuft.
Ehrlich gesagt mache ich mir da jetzt noch keine Gedanken drüber.
Es ist Wochenende und am Montag ab 15:30 Uhr wissen wir mehr.
Ein schönes Wochenende euch allen.
Oli737,
05.06.2021 18:39 Uhr
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Denkt Ihr am Montag geht's dann gleich runter ?
K
Klaus_1967,
05.06.2021 17:34 Uhr
0
G-7 ebnen Weg für Mindestbesteuerung internationaler Konzerne
05.06.21, 16:02
Von Paul Hannon, Richard Rubin, Sam Schechner und Herbert Rude
FRANKFURT/LONDON/NEW YORK (Dow Jones) - Die Finanzminister der 7 wichtigsten Industrienationen (G-7-Staaten) haben sich prinzipiell auf das Ziel einer globalen Mindestbesteuerung von Unternehmen geeinigt. Laut Abschluss-Kommunique ihrer Sitzung in London streben sie nun gemeinsam eine Unternehmenssteuer von mindestens 15 Prozent an. Damit sind neue Spannungen und Konflikte unter den G-7-Staaten wegen der Besteuerung nun erst einmal vom Tisch. Die Besteuerung zielt vor allem auf global agierende Konzerne ab - zum Beispiel aus dem Technologie-Bereich. Dabei sollen nun auch neue Wege bei der Verteilung der Steuererträge gefunden werden.
"Die G-7-Finanzminister haben eine bedeutende Vereinbarung geschlossen, und aus dieser wird sich nun eine hohe Dynamik für ein Erreichen einer Minimum-Steuer von mindestens 15 Prozent entwickeln", so US-Finanzministerin Janet Yellen. Auch der britische Finanzminister Rishi Sunak zeigte sich zufrieden: "Die G-7-haben ein historisches Abkommen zur Reform des globalen Steuersystems erreicht", sagte er.
Bundesfinanzminster Olaf Scholz sprach ebenfalls von einem "historischen Beschluss". Dieser sei eine "sehr gute Nachricht für die Steuergerechtigkeit und die Solidarität, und eine schlechte Nachricht für Steueroasen in aller Welt", so Scholz. Konzerne würden künftig nicht mehr in der Lage sein, sich ihrer Steuerpflicht dadurch zu entziehen, dass sie ihre Gewinne geschickt in Niedrigsteuer-Länder verschieben. Im nächsten Schritt würden die G-7-Staaten nun bei den Treffen der OECD und der G20 in den kommenden Wochen mit den weiteren Partnern diese "Steuerrevolution" vereinbaren.
Die G-7-Staaten bestehen aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und den USA.
Jetzt ist die G-20 dran - und die Regeln müssen auf die Digitalisierung zugeschnitten werden
Allerdings sind noch viele Details offen, auch reicht die Vereinbarung wohl nicht für eine globale Einführung der Steuer. Für eine solche wäre zumindest eine Vereinbarung unter den G-20-Staaten notwendig, zu denen neben anderen Schwellenländern auch Indien und China gehören. Die G-20-Finanzminster werden nun vom 9. bis zum 10. Juli in Venedig über die weiteren Schritte sprechen.
Auf eine Einigung gedrängt hatte zuletzt vor allem auch die US-Regierung, denn sie will das Aufkommen aus den Unternehmenssteuern zum Finanzieren der Konjunkturprgramme erhöhen. Mit dem Ziel der globalen Mindestbesteuerung will sie die Hürden für die Steuerflucht erhöhen.
Auch Scholz sagte nun zu dem Beschluss, stabile Steuereinnahmen seien wichtig, damit Staaten ihre Aufgaben erfüllen könnten. "Das wird nach der Corona-Pandemie noch dringlicher", so der Bundesfinanzminister. Den Europäern geht es vor allem um die Besteuerung von Technologie-Unternehmen wie Google und Facebook. Diese sitzen überwiegend in den USA und zahlen auf die operativen Gewinne ihrer Europa-Geschäfte häufig nur geringe oder keine Steuern in den Ländern, in denen sie anfallen. Nun müssen die Steuerregeln völlig überarbeitet werden, weil sie überwiegend aus Zeiten vor der Digitalisierung stammen. Denn die Regeln sind auf Unternehmen mit physischen Produktionsstätten aus dem analogen Zeitalter zugeschnitten.
"Nur weil ihr Geschäft digital ist heißt das nicht, dass sie keine Steuern in den Ländern zahlen wo sie operatives Geschäft haben und von denen ihre Gewinne stammen", so die Finanzminster Deutschlands, Frankreichs, Italiens und Spaniens bereits am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung. Ohne ein Abkommen wäre aber die Gefahr von Doppelbesteuerungen groß und auch die Gefahr, dass die USA wie in der Vergangenheit auf die Besteuerung ihrer Digitalunternehmen in anderen Ländern mit Importzöllen auf deren Produkte antworten.
K
Kaiser85,
05.06.2021 17:00 Uhr
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Also da steht ja das wenn das Unternehmen wie Amazon schafft nur insgesamt 12,5 steuern zu zahlen, zahlen sie die anderen 2,5 an Strafe. Wenn man jetzt einen Konzern hatte der sowas nicht genutzt hat und brav in den USA gezahlt hat, dann lohnt es sich ja spätestens jetzt wenn Biden 21 Prozent macht dieses zu tun um so höchstens 15 Prozent zahlen zu müssen oder🤨😄
P
Plotz,
05.06.2021 16:50 Uhr
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Handelsblatt: G7-Staaten einigen sich auf globale Mindeststeuer von mindestens 15 Prozent
https://hbapp.handelsblatt.com/cmsId/27255598.html
P
Plotz,
05.06.2021 16:49 Uhr
0
Die Mindeststeuer in Höhe von 15% ist beschlossen. Die Digitalsteuer ist noch nicht beschlossen. Da zieren sich die Amis noch etwas.
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