EHang Holdings (A) (A) WKN: A2PWWB ISIN: US26853E1029 Kürzel: EH Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion
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EUR
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07:53:55 Uhr,
Tradegate
Kommentare 32.673
T
TuttoTutto,
8. Jun 13:45 Uhr
0
June 8, 2026 7:00 AM EDT
EHang Announces US$30 Million Share Repurchase Program
D
DerHaken,
8. Jun 12:58 Uhr
2
In diesem Fall hab ich Gemini gebeten mich zu überzeugen, dass "der Haken" voll der sp*nner ist.
D
DerHaken,
8. Jun 12:53 Uhr
0
1. Fokus auf Batteriewechsel (Battery Swapping)
EHang setzt auf das „Swapping“-Prinzip (ähnlich wie es Firmen wie NIO bei Elektroautos in China groß gemacht haben).
Warum: Bei einem Flugtaxi ist die Ladezeit der größte wirtschaftliche Faktor. Ein Fluggerät, das 2 Stunden lädt, verdient kein Geld.
Strategie: Die Batterien sind so modular konzipiert, dass sie innerhalb weniger Minuten manuell oder automatisiert gewechselt werden können. So kann das Fluggerät unmittelbar nach einem Flug mit einem neuen, vollen Akku wieder starten.
Vorteil: Dies maximiert die Auslastung der Flotte und ermöglicht einen kontinuierlichen Betrieb über den Tag hinweg.
2. Partnerschaften für neue Batterietechnologien (F&E)
EHang baut nicht alles selbst, sondern kooperiert mit chinesischen Spezialisten, um die Energiedichte und Ladezyklen zu verbessern:
Solid-State-Batterien (Festkörperakkus): EHang arbeitet intensiv mit Firmen wie Inx zusammen. Das Ziel ist eine höhere Energiedichte (mehr Reichweite bei gleichem Gewicht) und eine höhere Sicherheit (kein „Thermal Runaway“/Brandrisiko). Erfolgreiche Testflüge mit diesen Akkus wurden bereits durchgeführt.
Ultra-Fast-Charging (UFC): Über Kooperationen mit Firmen wie Greater Bay Technology werden Batterien entwickelt, die in 5–10 Minuten von 30 % auf 80 % geladen werden können. Diese kommen ergänzend zum Swapping-Modell zum Einsatz, um die „Standzeiten“ bei Wartungsarbeiten oder längeren Pausen effizient zu nutzen.
3. Aufbau der Infrastruktur (Das „Symbiotische Modell“)
EHang baut nicht nur Flugzeuge, sondern ist Teil des nationalen chinesischen Plans für die „Low-Altitude Economy“:
Vertiports & Ladestationen: Die chinesische Regierung finanziert und unterstützt den Bau von Vertiports (Start- und Landeplätze), die bereits mit der nötigen Lade- und Wechselinfrastruktur geplant werden.
Batterie-as-a-Service (BaaS): Ähnlich wie im Automobilsektor gibt es Überlegungen, die Batteriekosten vom Fluggerät zu trennen. Dies senkt den Anschaffungspreis der Fluggeräte für Betreiber, da die Batterie als „Service-Komponente“ (Leasing/Tausch) über den Betreiber abgerechnet wird.
4. Zertifizierung als „Sicherheits-Grundlage“
Jede neue Batterietechnologie muss bei der CAAC (Luftfahrtbehörde) zertifiziert werden.
EHang integriert das Battery Management System (BMS) tief in die Flugsteuerung. Jede einzelne Zelle wird in Echtzeit überwacht. Im Falle eines Fehlers greifen redundante Systeme (Backup-Batterien), um eine sichere Landung zu garantieren.
Dies ist der Punkt, bei dem „DerHaken“ im Forum oft ansetzt – er verlangt Einblicke in diese Wartungsprozesse. Diese Prozesse sind jedoch hochkomplex und unterliegen strengen Sicherheitsvorgaben der Behörden.
Zusammenfassung für deine Argumentation:
EHang hat keine „Batterie-Sackgasse“, sondern eine Industrialisierungs-Strategie:
Kurzfristig: Bewährte Li-Polymer-Akkus mit schnellem Batteriewechsel für den aktuellen Sightseeing-Betrieb.
Mittelfristig: Einführung von Solid-State-Akkus für mehr Reichweite und Sicherheit (bereits in der Erprobung).
Infrastruktur: Integration in staatlich geförderte Vertiports, bei denen Laden/Wechseln ein standardisierter Teil des „Airline-Betriebs“ ist.
D
DerHaken,
8. Jun 12:52 Uhr
0
Um die Batterieproblematik bei E-VTOLs (wie dem EHang EH216-S) neutral und sachlich zu bewerten, sollte man die physikalischen Fakten von den wirtschaftlichen Herausforderungen trennen. Hier ist eine objektive Zusammenfassung:
1. Die physikalische Realität (Herausforderung Energiedichte)
Energiedichte: Aktuelle Lithium-Ionen-Akkus erreichen etwa 250–300 Wh/kg. Für einen vertikalen Start (Hoover-Phase) wird kurzzeitig eine extrem hohe Leistung benötigt, die die Batterie chemisch belastet.
Gewicht als limitierender Faktor: Batterien machen bei E-VTOLs einen signifikanten Anteil des Gesamtgewichts aus (oft 25–35 %). Dies begrenzt die Nutzlast und die Reichweite. Im Gegensatz zur Kerosin-Verbrennung nimmt das Gewicht einer Batterie während des Flugs nicht ab – das Flugzeug muss das volle Gewicht bis zur Landung tragen.
Thermomanagement: Das Laden und Entladen unter hohen Lasten erzeugt Hitze. Eine effiziente Kühlung ist zwingend erforderlich, da Überhitzung sowohl die Sicherheit gefährdet als auch die Lebensdauer der Zellen drastisch verkürzt.
2. Die betriebliche Herausforderung (Wartung & Lebensdauer)
Zyklenfestigkeit: Eine Batterie hat eine begrenzte Anzahl an Ladezyklen (meist 500 bis 1.500 Vollzyklen, bevor die Kapazität unter 80 % sinkt). Im kommerziellen Dauerbetrieb wird dieser Wert schnell erreicht, was Batteriewechsel zu einem integralen Bestandteil der Betriebskosten macht.
Batteriewechsel-Systeme (Battery Swapping): Dies ist der technologische Industriestandard für den Taktbetrieb.
Vorteil: Das Fluggerät muss nicht am Ladegerät stehen; die Auslastung des Flugzeugs wird maximiert.
Herausforderung: Es erfordert eine aufwendige Logistik am Boden (Lagerung der Akkus, Schnell-Ladestationen, Logistik-Roboter für den Wechsel).
Degradation: Die chemische Alterung der Zellen ist unvermeidbar. Ein Flottenbetreiber muss ein präzises Monitoring (Battery Management System - BMS) haben, um den Zustand jeder einzelnen Zelle zu überwachen.
3. Aktueller Stand der Technik (Industrie-Perspektive)
Zertifizierung: Batterien müssen in der Luftfahrt die strengsten Sicherheitsstandards erfüllen (z. B. Schutz gegen thermisches Durchgehen/„Thermal Runaway“). Jeder Batterietyp muss einzeln für das Fluggerät zertifiziert werden.
Entwicklungspfad: Die Branche bewegt sich weg von „Standard-Automobil-Zellen“ hin zu spezialisierten Luftfahrt-Zellen, die auf höhere Leistungsabgabe (Power Density) statt auf maximale Reichweite optimiert sind.
D
DerHaken,
8. Jun 12:45 Uhr
0
Hier sind die harten Fakten zum EH216-S, wie sie in der Zertifizierung durch die CAAC (Civil Aviation Administration of China) festgelegt und dokumentiert sind:
1. Technische Leistungsdaten (Zertifizierte Basis)
Diese Werte wurden im Rahmen des Zertifizierungsprozesses (Typenzertifikat/TC) unter Aufsicht der Behörden validiert:
Zuladung (Payload): 220 kg bis 260 kg (ausgelegt für zwei erwachsene Passagiere plus leichtes Gepäck).
Reichweite: Ca. 30 bis 35 km (bei maximaler Zuladung).
Geschwindigkeit: Reisegeschwindigkeit ca. 100 km/h, Höchstgeschwindigkeit 130 km/h.
Flughöhe: Betriebshöhen im kommerziellen Betrieb aktuell meist unter 120–300 m (in genehmigten Korridoren); technisch ist das System für bis zu 3.000 m (Dienstgipfelhöhe) ausgelegt.
Flugzeit: Ca. 20 bis 25 Minuten pro Akkuladung.
2. Zertifizierung durch wen?
Die Zertifizierungsstelle ist die CAAC (Civil Aviation Administration of China). Das ist das chinesische Äquivalent zur europäischen EASA oder der amerikanischen FAA.
EHang hält als weltweit erstes Unternehmen die „vier Zertifikate“ für ein autonomes, personentragendes eVTOL:
TC (Type Certificate): Design und Technik sind sicherheitsgeprüft.
PC (Production Certificate): Die Fabrik erfüllt die Qualitätsstandards für die Serienfertigung.
AC (Airworthiness Certificate): Jedes einzelne Fluggerät ist individuell für flugtauglich befunden.
OC (Air Operator Certificate): EHang (bzw. deren Tochterfirmen) darf offiziell als Fluggesellschaft kommerzielle Passagierflüge durchführen.
3. Warum die aktuelle Flugpraxis so „konservativ“ aussieht
Dass du in Videos bisher oft nur „kurze Hüpfer“ oder Flüge in niedriger Höhe siehst, ist kein technischer Mangel, sondern eine regulatorische Auflage. Die aktuellen Auflagen der CAAC für den kommerziellen Betrieb (Stand 2026) sind extrem streng:
Tageszeit: Nur bei Tageslicht.
Wetter: Nur bei „normalen“ Wetterbedingungen.
Gebiete: Beschränkt auf touristische Gebiete oder „Sandbox“-Zonen (sparsam besiedelt).
Korridore: Nur auf behördlich vorab genehmigten Routen.
Sichtkontakt: Der Betrieb muss oft noch innerhalb der Sichtweite des Fernpiloten (VLOS) erfolgen.
D
DerHaken,
8. Jun 12:44 Uhr
0
1. Offizielle Zertifizierungs-Dokumentation (EHang Website)
Auf der offiziellen Webseite von EHang findest du die Details zu den Airworthiness-Zertifikaten (TC, PC, AC). Hier wird auch auf die über 40.000 Testflüge und die strengen Konformitätstests verwiesen:
EHang Airworthiness-Portal
2. Offizielles Air Operator Certificate (OC)
Dies ist die wichtigste Quelle für deine Frage nach der „echten“ Betriebserlaubnis für Passagierflüge. Diese Pressemitteilung erklärt, was das Zertifikat bedeutet und dass kommerzielle Flüge in Guangzhou und Hefei offiziell erlaubt sind:
Pressemitteilung zum Air Operator Certificate (März 2025)
3. Investor Relations & SEC-Filings
Wenn du fundierte Daten suchst (statt Marketing-Videos), sind die offiziellen Jahresberichte (Form 20-F) die beste Anlaufstelle. Hier muss das Unternehmen die Risiken und den operativen Status wahrheitsgemäß gegenüber der US-Börsenaufsicht (SEC) offenlegen:
EHang Investor Relations Website
EHang Jahresbericht 2025 (via SEC-EDGAR oder IR-Seite)
4. Zusammenfassende Analyse zur kommerziellen Lage
Diese Nachrichtenseite fasst (Stand Juni 2026) den aktuellen Stand der „Low-Altitude Economy“ in China zusammen und bestätigt, dass der Übergang von Testflügen zu kommerziellen touristischen Angeboten aktiv läuft:
China News – Flying Cars Commercialization Phase (Juni 2026)
D
DerHaken,
8. Jun 12:43 Uhr
0
Mag sein, dass ich Antworten selber finde, ich teile dass um zu zeigen, dass ich nicht recht haben will oder per se anti bin... Quick antworten von Gemini, denke das meiste wird euch eh bekannt sein aber ich bin der Typ der das Dokument will ...
D
DerHaken,
8. Jun 11:47 Uhr
0
Falls jemand der Meinung ist ich Knall gegen Ehang, nö, die machen wohl was die können, ich wünschte mir eine Roadmap mit Timeline, Lösungsstrategien zB Batterietausch, es könnte zunächst einfach sein, Techniker vor Ort, Drohne fliegt in eine Werkstatt,.. muss nicht getauscht werden .. weil...insgesamt richten die auf ein klares Ziel, was ja positiv ist und sich von den anderen den anderen Quarksalber (zB lillium die von 0 auf die Welt erobern wollten) unterscheiden. Ein klares Ziel, aber gleichzeitig nimmt das auch die Phantasie vom Geldregen. Ich lerne auch ständig dazu, wenn ich mir Methoden der Technik durch lese, es könnte auch sein, dass die praktisch self build in Tests in der Hardware integriert haben .., Batterien durch paar hebeln gelöst werden oä..
Ich persönlich glaube nicht, dass sie durchstarten können, nicht weil sie keine gute Arbeit machen, sondern weil die Herausforderung enorm sind, auch in der Technik. Ich hab solche Geschichten einfach zu oft miterlebt, von rivian der ab sofort bereit ist für Amazon autonom auszuliefern, war teilweise in Antriebsprojekte involviert, am ende, nach einer hypephase war, kam nix mehr, erweckt mir den Eindruck Geld einsammeln zu wollen (so funktioniert es ja auch eben). Überlegt doch mal, wäre es nicht genial , live, zwei Personen nehmen die üblichen Transport Mitteln, Ubahn, Zug, Taxi, Bus und von A nach B zu kommen während zwei andere Personen fliegen, am besten mit kosten, Tickets vorreservieren... Am Anfang von mir aus nur für Showzwecke, Bekanntheitsgrad, Vertrauen aufbauen, so würde ich das machen.
Für so ein Vorzeigeprojekt braucht man auch keine vorinstallierte Infrastruktur, der Werbeeffekt würde reinknallen, die Phantasie erwecken.
Kurs Entwicklung würde andere Richtung einnehmen und sich von der Konkurrenz klar abheben. Das wäre Marketing!! Aber entweder dürfen sie oder können sie es aus Sicherheitsgründen nicht, ein anderer Grund fällt mir nicht ein. Wenn so ein Vorzeigeprojekt Probleme macht allerdings wie greifbar nah ist ein Betrieb?
Ich möchte niemanden beleidigen, das Invest malig machen. Mein Ziel war höchstens etwas zu entfomosieren oder klar zu machen, dass dieses Projekt steinig sein wird. Ich hab bisher nur gesehen (und selbst das ist ja beeindruckend, dagegen sag ich nix) kurze Schnipsel in einer Höhe mit Passanten oder Leerlauf im Tiefflug über ein See, da wird aber mit der Technik noch getrickst.
Alles gute, ich wollte das noch loswerden,
b
bin.dabei,
8. Jun 7:27 Uhr
0
Shenzhen: https://youtu.be/jusiwiIHsug?is=lPNC6dGc_YuDWaFe
T
Borke,
7. Jun 19:50 Uhr
0
Ist dieses Video jetzt auch unseriös, aufgrund des eingängigen Beat?
https://x.com/i/status/2063456233567170643
B
Borke,
7. Jun 16:30 Uhr
0
Wenn man schon alles hat, dann holt man sich halt eine EH216-S 😃
https://x.com/i/status/2063564238405394659
B
Borke,
7. Jun 16:23 Uhr
0
https://x.com/i/status/2063543208811040891
B
Borke,
7. Jun 15:49 Uhr
0
Und diese riesigen Investitionen werden für eVTOLs getätigt, die nicht funktionieren?
😆
B
Borke,
7. Jun 15:43 Uhr
0
Gemini:
Wie viele Vertiports existieren oder sind in China geplant?
China klotzt beim Aufbau der Infrastruktur für eVTOLs und Drohnen nicht nur, es dominiert den weltweiten Markt. Während westliche Länder oft noch über regulatorische Hürden und Machbarkeitsstudien diskutieren, schafft China durch massive staatliche Milliardensubventionen im Rahmen der „Low-Altitude Economy“ vollendete Tatsachen.
Die konkreten Zahlen teilen sich in reine Passagier-Vertiports und kombinierte Logistik-/Drohnen-Knotenpunkte auf:
Die Zahlen im Überblick
National geplante Vertiports (Gesamt): In China sind aktuell mehr als 750 dedizierte Vertiport-Projekte in der Entwicklung oder fest geplant. Das entspricht mehr als 50 % aller weltweit geplanten Vertiports.
Reine Passagier-Vertiports: Experten schätzen, dass davon bis Ende des Jahrzehnts rund 280 bis 300 Standorte vollumfänglich für den bemannten/passagierführenden Flugbetrieb (wie für die autonomen Flugtaxis von EHang) ausgebaut sein werden. Die erste vollautomatisierte Anlage für Passagiere wurde Anfang 2025 im Luohu-Distrikt in Shenzhen eröffnet.
Kombinierte Start- und Landeplätze (inkl. Logistik): Nimmt man Fracht-eVTOLs, Lieferdrohnen und Flugtaxis zusammen, geht die Zahl in die Tausende. Allein die Megacity Shenzhen investiert rund 1,7 Milliarden US-Dollar, um bis Ende 1.200 Start- und Landepunkte zu errichten.
Die Hotspots: Chinas "Pilotzonen"
Die chinesische Regierung hat sechs Großstädte als offizielle Pilotzonen für den Luftraum unter 600 Metern deklariert. Hier entstehen die dichtesten Netzwerke:
Stadt / Region Ambition & Zielsetzung
Shenzhen Das globale Epizentrum. Ziel sind 1.200 Plattformen, wovon allein im Bezirk Luohu kurzfristig 32 reine Passagier-Vertiports entstehen.
Chongqing Plant extrem großflächig: Bis 2027 sollen über die gesamte Region verteilt unglaubliche 1.500 Start- und Landepunkte für die allgemeine Luftfahrt entstehen.
Hangzhou Setzt auf internationale Partnerschaften (u. a. mit dem britischen Pionier Urban-Air Port) und plant 275 Knotenpunkte bis 2027.
Warum das wichtig ist: China hat verstanden, dass eVTOL-Hersteller ohne die passende Bodeninfrastruktur nutzlos sind. Während man in Europa und den USA meist bestehende Flughäfen oder Helipads nachträglich umrüsten muss, baut China komplett neue, vernetzte "Smart Airports" für den urbanen Luftraum im industriellen Stil.
B
Borke,
7. Jun 15:32 Uhr
0
Gemini:
Kann ein evtol-Unternehmen lukrativ betrieben werden?
Ja, ein eVTOL-Unternehmen (electric Vertical Take-Off and Landing) kann lukrativ betrieben werden – allerdings ist der Weg dorthin extrem kapitalintensiv, regulatorisch steinig und an klare Bedingungen geknüpft.
Nach der langen Phase der Prototypen und Zertifizierungen befindet sich die Branche in der entscheidenden Phase des Übergangs zum echten kommerziellen Serienbetrieb. Ob unterm Strich ein Gewinn steht, hängt primär von vier Hebeln ab:
Die 4 kritischen Hebel für die Rentabilität
1. Der Pilotenfaktor (Der größte Hebel)
Solange eVTOLs aus regulatorischen und gesellschaftlichen Gründen mit einem Piloten an Bord fliegen müssen, ist die Marge stark begrenzt. Bei Modellen mit nur 4 Passagierplätzen blockiert der Pilot 20 % der Kapazität und verursacht hohe Personalkosten.
Die Lösung für echte Gewinne: Der Übergang zu autonomen oder ferngesteuerten Systemen. Fällt das Pilotengehalt weg und wird der zusätzliche Sitzplatz frei, sinken die Betriebskosten pro Passagierkilometer drastisch.
2. Auslastung und Turnaround-Zeiten
Ein eVTOL verdient nur Geld, wenn es in der Luft ist. Ein profitables System benötigt:
Schnellladetechnologie: Die Batterien müssen in der Zeit, in der Passagiere ein- und aussteigen (idealerweise unter 10–15 Minuten), genügend Saft für den nächsten Flug laden.
Dichte Netzwerke: Isolierte Strecken (z. B. nur Flughafen zum Stadtzentrum) sind nett für den Start, aber erst "Hub-and-Spoke"-Netzwerke (viele vernetzte Knotenpunkte) bringen die nötige Auslastung.
3. Skalierung in der Produktion
Die Entwicklung und Zertifizierung (durch EASA oder FAA) kostet Hunderte Millionen Euro. Diese Fixkosten lassen sich nur einspielen, wenn die Fluggeräte in Serie produziert werden – ähnlich wie in der Automobilindustrie. Unternehmen ohne starke Fertigungspartner (wie Toyota bei Joby oder Stellantis bei Archer) haben es hier wirtschaftlich extrem schwer.
4. Infrastruktur (Der aktuelle Flaschenhals)
Man kann das beste Flugzeug bauen – ohne Vertiports (Landeplätze mit massiver Stromversorgung für das Schnellladen) kann man kein Geld verdienen. Die Rentabilität hängt direkt davon ab, wie schnell Städte und private Immobilienentwickler diese Infrastruktur aufbauen.
Das Marktpotenzial: Wo liegt das Geld?
Die Wirtschaftlichkeit von Passagier-eVTOLs bemisst sich anfangs nicht am Vergleich mit einem Taxi oder der U-Bahn, sondern mit herkömmlichen Hubschraubern.
Fazit: eVTOL-Unternehmen stehen wirtschaftlich an der Schwelle, die die Spreu vom Weizen trennt. Wer die Serienproduktion meistert und die regulatorische Hürde zum autonomen Fliegen nimmt, sitzt auf einer Goldgrube. Wer rein auf pilotierten Nischenstrecken verharrt, wird langfristig kaum profitabel fliegen.
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