EOS - Verteidigungs- und Raumfahrttechnik WKN: 580850 ISIN: AU000000EOS8 Forum: Aktien User: rasdi
Das ist für EOS hochinteressant. Das Innovationszentrum der Bundeswehr sucht am 12. Mai 2026 in Erding nach marktverfügbaren, einsatzreifen Drohnenabwehrsysteme, die bereits im dritten Quartal 2026 getestet und ab 2027 an die Truppe geliefert werden können. Die Anforderungen lesen sich wie ein Lastenheft für EOS: hochbewegliche Systeme mit skalierbarer Wirkung gegen Drohnen der NATO-Klassen I bis II, ausgestattet mit einem Mix aus Sensoren, Wirkmitteln wie Interceptordrohnen sowie Überwachungs- und Steuersoftware zur Integration in einen Gefechtsverbund. Gefordert wird ein Technological Readiness Level von 8 oder 9, also keine Prototypen oder Konzeptstudien, sondern fertig entwickelte und sofort produzierbare Systeme. EOS erfüllt diese Anforderungen mit mehreren Produkten gleichzeitig. Der Slinger ist ein mobiles C-UAS-System mit 30mm-Kanone, das bereits in Serie produziert und exportiert wird, zuletzt USD 42 Millionen in den Nahen Osten. Die MARSS-Übernahme bringt die NiDAR C2-Plattform mit KI-gestützter Sensorik und die Interceptor-Drohne. Und über die Partnerschaft mit Diehl könnte EOS auch den Selbstschutz für Plattformen abdecken, der ebenfalls gefordert wird. Dass Pistorius am selben Tag, an dem dieser Aufruf veröffentlicht wird, persönlich bei EOS in Canberra steht und sich das APOLLO-System vorführen lässt, dürfte kein Zufall sein. Auch wenn die Produktsichtung in Erding primär auf kinetische und elektronische C-UAS-Systeme abzielt und nicht direkt auf Hochenergielaser, öffnet sie für EOS eine zusätzliche Tür in den deutschen Markt jenseits des Marine-Lasers.
Der Minister besuchte am Rande von Canberra das australische Rüstungsunternehmen Electro Optic Systems (EOS), das die Laserwaffe «Apollo» zur Bekämpfung von Drohnen im Angebot hat. Das System wird in einem Container angeboten – mit Laser in der Leistungsklasse von 50 bis 150 Kilowatt. EOS unterbreitete Pistorius das Angebot, 10 Systeme der Stärke 100 Kilowatt für 380 Millionen Euro zu erwerben – ein Preis, der weit unter bisherigen deutschen Planungen liegt. https://www.bluewin.ch/de/news/international/deutschland-und-australien-kooperieren-im-all-und-am-boden-3162180.html
https://www.minister.defence.gov.au/transcripts/2026-03-26/joint-press-conference-parliament-house Was Pistorius in Canberra gesagt hat, liest sich fast wie eine Produktbeschreibung von EOS. Er sprach davon, dass China und Russland ihre offensiven Fähigkeiten im Weltraum verbessert haben und in der Lage sind, Satelliten zu blockieren, zu blenden oder mit kinetischen Energiewaffen zu zerstören. Genau dafür hat EOS im September 2025 die ATLAS-Produktfamilie vorgestellt, die laut Investor Presentation für drei Missionen entwickelt wird: Blinding/Dazzling von Satellitensensoren, Disabling/Defeating von Satelliten sowie das Bewegen von Satelliten und Weltraumschrott. Die stationären ATLAS-Produkte sollen ab 2026 kommerzialisiert werden, mobile Plattformen ab 2027. Pistorius kündigte an, Deutschland werde in den nächsten Jahren mehr als 35 Milliarden Euro in Raumfahrtsysteme investieren, wobei Sensoren eine entscheidende Rolle spielen. EOS betreibt seit über 40 Jahren Space Domain Awareness und ist Weltmarktführer bei Satellite Laser Ranging Stationen, mit einem globalen Netzwerk von Sensoren, das Objekte vom niedrigen Erdorbit bis zum zislunaren Raum Tag und Nacht verfolgen kann, und zwar mit einer Genauigkeit im Millimeterbereich. Genau das beschreibt Pistorius, wenn er von einem "unabhängigen globalen Netzwerk von Vermessungsingenieuren und Sensoren" spricht, das er als "Frühwarnsystem für den Weltraum" bezeichnet. Dass heute eine Absichtserklärung zur Weltraumkooperation zwischen Deutschland und Australien unterzeichnet wurde und Pistorius diese Ankündigung in Canberra gemacht hat, dem Hauptsitz von EOS, ist ein starkes Indiz dafür, dass EOS bei dieser Kooperation eine Rolle spielen könnte. EOS wurde bereits 2024 und 2025 als "Space Situational Awareness Program of the Year" und "Defence Business of the Year" bei den Australian Space Awards ausgezeichnet und ist Teil eines Spaceflux-geführten Konsortiums, das im November 2025 drei große britische SDA-Regierungsaufträge erhalten hat. Ob EOS tatsächlich in die deutsch-australische Weltraumkooperation eingebunden wird, wird erst die konkrete Ausgestaltung der Absichtserklärung zeigen. Aber die Übereinstimmung zwischen dem, was Pistorius beschrieben hat, und dem, was EOS seit Jahrzehnten liefert, ist so präzise, dass eine Beteiligung von EOS mehr als plausibel erscheint.
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