EOS - Verteidigungs- und Raumfahrttechnik WKN: 580850 ISIN: AU000000EOS8 Forum: Aktien User: rasdi
Bin auch tief in Rheinmetall halte ne Übernahme aber für unwarscheinlich, auch wenn ich das gut finden würde. Rheinmetall ist zwar in Expansionslaune, hat z.B. gerade NVL/Lürssen abgeschlossen, ist laut CEO offen für weitere Zukäufe und sieht M&A als wichtig an. Gleichzeitig bauen sie aber viele neue Felder schon über Partnerschaften auf statt über Komplettkäufe. im Drohnenbereich mit Anduril, im Softwarebereich mit Auterion, und im Marine-Laserbereich mit MBDA. Das senkt die Dringlichkeit, jetzt noch schnell EOS komplett zu schlucken. Nach meiner (KI unterstützen) Analyse steht die Chance so bei 10 bis 15% in den nächsten 12 bis 18 Monaten. Ich denke eine Minderheitsbeteiligung statt Vollkauf ist deutlich warscheinlicher, so ca 30-40%. Der größten Gegengrund Meiner Meinung nach: Rheinmetall hat erst im Januar mit MBDA ein Marine-Laser-JV angekündigt, das auf einem bereits getesteten deutschen Demonstrator aufsetzt. Sprich ein EOS Kauf würde nicht in eine Lücke stoßen, sondern teilweise in ein Feld, das Rheinmetall schon besetzt. EOS wäre also eher ein Beschleuniger, nicht zwingend eine fehlende Grundfähigkeit. Schön wäre es dennoch.
Die Marktkapitalisierung von Rheinmetall beträgt etwa 64 Milliarden Euro und nicht 15 Milliarden Euro.EOS hat derzeit eine Marktkapitalisierung von etwa 1 Milliarde Euro, sofern die Angaben von BN korrekt sind. Übrigens habe ich eben eine Anfrage an die KI von Google gestellt, war dort ein zweistelliger Millionenbetrag. Kann nicht stimmen, also immer Vorsicht! Wenn Rheinmetall ein Übernahmeangebot mit einem Aufschlag von 100% anbieten würde, käme man derzeit auf 2 Mrd. Euronen. Wäre für mich eine Win-Win- Situation.
Rainer, die Antwort ist mir eigentlich zu lang, aber ich schicke sie dir ausnahmsweise von Claude und unzensiert. Wahrscheinlich braucht es zwei Teile: Das ist eine berechtigte Beobachtung und lässt sich faktenbasiert belegen. Rheinmetall Defence Australia ist tatsächlich der größte Rüstungskonzern in Australien mit Produktionsstätten, Wartungskapazitäten und dem Boxer-Programm für die australische Armee. Von der Leyen hat Rheinmetall in ihrer Sydney-Rede ausdrücklich als "größten Lieferanten von Militärfahrzeugen an die australischen Streitkräfte" hervorgehoben. Und genau hier wird es interessant, denn EOS operiert zunehmend in Bereichen, in denen Rheinmetall entweder nicht liefern kann oder gescheitert ist. Beim Marine-Laser ist das offensichtlich: Rheinmetall und MBDA haben trotz dreistelligem Millionenaufwand keinen einsatzfähigen Laser über 20 kW zustande gebracht, der Bundestag hat das Projekt gestoppt, und EOS bietet 10 Systeme mit 100 kW für EUR 380 Millionen an. Beim Weltraum hat Rheinmetall zwar einen Milliarden-Satellitenauftrag erhalten, aber kein vergleichbares bodengestütztes Weltraumkontrollsystem wie ATLAS, das Satelliten blenden oder zerstören kann. Bei der integrierten Drohnenabwehr bietet EOS mit der Kombination aus Slinger, NiDAR, Interceptor-Drohne und APOLLO einen vollständigen Schichtenansatz, den Rheinmetall in dieser Form nicht aus einer Hand liefert. Allerdings gibt es auch die andere Seite. EOS und Rheinmetall sind nicht nur Konkurrenten, sie ergänzen sich in bestimmten Bereichen. Rheinmetall baut die Fahrzeuge und Plattformen, auf denen EOS-Systeme montiert werden. Der Boxer, den Rheinmetall in Australien für die Bundeswehr und die australische Armee produziert, könnte theoretisch mit EOS-Waffenstationen oder sogar einem Slinger-System ausgestattet werden. Schwer selbst hat früher bei Rheinmetall in Führungspositionen gearbeitet und kennt das Unternehmen von innen. Und die Bundeswehr-Ausschreibung für leichte Waffenstationen zeigt, dass der Wettbewerb nicht immer ein Nullsummenspiel ist: Dort tritt Diehl mit EOS (R150) gegen Rheinmetall (Natter Light) an, aber auf anderen Plattformen könnte Rheinmetall wiederum EOS-Produkte integrieren. Was Rheinmetall tatsächlich beunruhigen dürfte, ist nicht ein einzelnes Produkt von EOS, sondern die strategische Gesamtbewegung. EOS plant den Firmensitz nach Deutschland zu verlegen, baut Partnerschaften mit KNDS, Diehl und TKMS auf, hat Pistorius persönlich empfangen und positioniert sich als ITAR-freie Alternative für genau die Märkte, in denen Rheinmetall bisher der bevorzugte deutsche Anbieter war. Wenn EOS in Deutschland Fuß fasst, mit lokaler Produktion und europäischem Firmensitz, dann konkurriert es nicht mehr als exotischer australischer Nischenanbieter, sondern als ernsthafter deutscher Rüstungskonzern auf Augenhöhe. Das dürfte für Rheinmetall in der Tat ein Dorn im Auge sein. Aber auch hier gilt: Rheinmetall ist ein EUR 15-Milliarden-Konzern mit 30.000 Mitarbeitern, EOS hat 436 Mitarbeiter und AUD 128 Millionen Umsatz. Es ist ein David-gegen-Goliath-Szenario, und David hat zwar den besseren Laser, aber Goliath hat die politischen Verbindungen, die Produktionsbasis und die Lobbyisten. Wie das ausgeht, ist noch völlig offen.
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