für alle, die es ehrlich meinen beim Traden. Forum: Community User: acikom2
Als Privatanleger kannst du das Orderbuch für viele Aktien einsehen, insbesondere am Handelsplatz Xetra. Die Börse Frankfurt stellt ein sogenanntes „offenes Orderbuch“ zur Verfügung, in dem die zehn besten Kauf- und Verkaufsangebote (nach Preis sortiert) für jede Aktie oder jeden ETF sichtbar sind – allerdings meist mit einer Verzögerung von etwa 15 Minuten. Euronext Frankreich hat auch ein um 15 min verzögertes Orderbuch. Für Echtzeitdaten (ohne Verzögerung, sogenanntes „Level 2“) verlangen viele Broker oder Datenanbieter jedoch eine Gebühr. Die vollständige Tiefe des Orderbuchs (also alle Orders, nicht nur die Top 10) ist in der Regel nur für professionelle Marktteilnehmer oder gegen Aufpreis zugänglich.
Wenn jemand eine Aktie ohne Limit (Market-Order, „bestens“) verkauft, wird diese Order zum nächstbesten im Orderbuch verfügbaren Preis ausgeführt. Theoretisch könnte es bei extrem illiquiden Aktien oder in außergewöhnlichen Marktsituationen (z. B. Flash Crash, technische Fehler) passieren, dass eine Market-Order auf eine sehr niedrige Kauf-Limitorder trifft und so zu einem extrem niedrigen Preis ausgeführt wird. In der Praxis sind solche Fälle aber äußerst selten, da bei liquiden Aktien das Orderbuch meist eng gefüllt ist und Börsen oft Schutzmechanismen („Volatilitätsunterbrechungen“, „Preislimits“) haben, um solche Ausreißer zu verhindern. Ist das legal? Das Setzen einer Limitorder zu einem beliebig niedrigen Preis ist grundsätzlich legal, solange keine Marktmanipulation oder Insiderhandel vorliegt. Die Börsenregeln erlauben es jedem, ein Limit zu setzen, das er für angemessen hält. Kommt es tatsächlich zu einer Ausführung zu diesem Preis, ist der Handel in der Regel rechtsgültig und die Aktie gehört dem Käufer – es sei denn, die Börse storniert die Transaktion nachträglich wegen eines offensichtlichen Fehlers („Mistrade“), was bei extremen Abweichungen vom Marktpreis durchaus passieren kann.
Kann man eigentlich versuchen, extrem niedrige Limitorder zu setzen, z. B. 500€ für eine Aktie deren Kurs bei mehreren tausend liegt? Und damit den Zuschlag bekommen, wenn ein Ahnungsloser diese Aktie ohne Limit zum besten Preis verkauft? Das hört sich ethisch für mich nicht korrekt an. Aber kann sowas passieren und wäre es legal diese Aktie dann zu behalten?
Kann man eigentlich versuchen, extrem niedrige Limitorder zu setzen, z. B. 500€ für eine Aktie deren Kurs bei mehreren tausend liegt? Und damit den Zuschlag bekommen, wenn ein Ahnungsloser diese Aktie ohne Limit zum besten Preis verkauft? Das hört sich ethisch für mich nicht korrekt an. Aber kann sowas passieren und wäre es legal diese Aktie dann zu behalten?
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