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Gamestop RC regelt ✌️ WKN: A0HGDX ISIN: US36467W1099 Kürzel: GME Forum: Aktien User: studie8888
19,67
EUR
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20. September 2026, 18:58 Uhr,
Lang & Schwarz
Kommentare 267
M
Moowalker,
Freitag 13:41 Uhr
0
Ja, Unternehmen modifizieren ihre Warrants kurz vor dem Ablauf in der Realität gar nicht so selten. Das kommt in der historischen Praxis an den US-Märkten regelmäßig vor.Die wichtigste Erkenntnis aus der Vergangenheit ist: Wenn ein Unternehmen die Bedingungen ändert, tut es das fast ausschließlich, um den Anlegern entgegenzukommen, damit das Unternehmen doch noch an sein Geld kommt.
Vergangenheit ist: Wenn ein Unternehmen die Bedingungen ändert, tut es das fast ausschließlich, um den Anlegern entgegenzukommen, damit das Unternehmen doch noch an sein Geld kommt.Es gibt historisch gesehen drei typische Arten von Modifikationen kurz vor dem Ablauf:1. Die Laufzeitverlängerung (Warrant Extension) – Sehr häufigWenn die Warrants kurz vor dem Verfallstermin „aus dem Geld“ (Kurs < Strike) liegen und wertlos auszubuchen drohen, verlängern Unternehmen oft die Frist um einige Monate oder sogar Jahre.
Warum? Das Unternehmen will die Chance nicht aufgeben, dass der Aktienkurs wieder steigt und die Anleger durch die Ausübung frisches Kapital in die Kasse spülen.Historische Beispiele:Cuentas Inc. (CUENW) verlängerte die Frist seiner Warrants kurz vor dem eigentlichen Ablauf im Februar von Februar auf Juni, um den Haltern mehr Zeit zu geben und Working Capital einzusammeln.U.S. GoldMining (USGOW) änderte im Frühjahr seine Verträge, um dem Board die Flexibilität zu geben, das Ablaufdatum nach hinten zu verschieben.Zoom verlängerte die Fristen für Warrant-Austauschprogramme kurz vor knapp, um Bedingungen zu erfüllen und Haltern mehr Zeit zu geben.
2. Die Preissenkung (Repricing / Discretionary Reduction)Manche Unternehmen nutzen kurz vor Ablauf Klauseln, um den Ausübungspreis (Strike) drastisch zu senken.Wenn eine Aktie beispielsweise bei 10 USD notiert, der Strike des Warrants aber bei 15 USD liegt, rechnet sich das für niemanden. Das Unternehmen setzt den Strike dann kurzfristig per Board-Beschluss auf z.B. 8 USD herab.Der Effekt: Die Warrants sind plötzlich wieder „im Geld“, Anleger üben panisch aus, und das Unternehmen generiert innerhalb weniger Tage Millionen an Cash.3. Das Umtauschangebot (Warrant Exchange / Tender Offer)Anstatt die Warrants ausüben zu lassen, bieten Unternehmen kurz vor dem Ablauf manchmal einen Deal an: „Gebt uns eure Warrants zurück und ihr erhaltet dafür direkt Aktien (oft zu einem vergünstigten Verhältnis wie 10 Warrants für 1 Aktie) – ohne, dass ihr dafür Cash einzahlen müsst.“ (sogenanntes Cashless Exercise Offer oder Warrant Tender Offer).
M
Moowalker,
Freitag 13:27 Uhr
0
Was bei BBBY/NXH im Dokument steht: In den bei der SEC eingereichten Unterlagen heißt es auf die exakt gleiche Frage („How will I know if the warrants are about to expire?“), dass das Unternehmen eine öffentliche Pressemitteilung herausgeben wird, sobald das Ablaufdatum feststeht oder kurz bevorsteht. Diese Mitteilung erfolgt laut den Richtlinien „so zeitnah wie praktisch umsetzbar“ (as promptly as practicable).Der Unterschied zu GameStop: Während GameStop die Frist in seinen FAQ mathematisch auf einen Zeitraum von 10 bis 30 Tagen vor dem Ablauf eingegrenzt hat, nutzt Beyond (BBBY) die flexiblere, rein rechtliche Formulierung „as promptly as practicable“.
M
Moowalker,
Freitag 12:03 Uhr
0
Zitat 1: „Das wird richtig groß. Wirklich riesig. Sehr, sehr, sehr groß… Es ist bahnbrechend. Nicht nur für GameStop, sondern letztendlich für die gesamten Kapitalmärkte… so etwas hat es in der Geschichte der Kapitalmärkte noch nie gegeben.“ Zitat 2: „Es ist ähnlich wie bei Berkshire Hathaway, nur dass wir das, was Berkshire in Jahrzehnten erreicht hat, in viel kürzerer Zeit versuchen, nämlich diese Menge an Wert zu schaffen.“
https://x.com/ryancohen/status/1672363242004582400
Am 23. Juni 2023 gab es eine entscheidende Wendung im Insolvenzverfahren der ehemaligen Meme-Aktie Bed Bath & Beyond (BBBYQ):An diesem Tag wurde offiziell bekannt gegeben, dass der Online-Händler Overstock.com die Auktion für die Markenrechte und geistigen Eigentumswerte (IP) von Bed Bath & Beyond gewonnen hatte.
Der Zuschlag: Overstock hatte zuvor ein sogenanntes „Stalking-Horse-Gebot“ in Höhe von 21,5 Millionen US-Dollar abgegeben. Da bis zum Ablauf der Frist keine besseren Konkurrenzgebote eingingen, wurde die für diesen Zeitraum geplante Asset-Auktion abgesagt und Overstock am 22./23. Juni offiziell zum Gewinner der IP-Rechte erklärt.
Moowalker,
Freitag 11:52 Uhr
0
Zitat 1:
„Das wird richtig groß. Wirklich riesig. Sehr, sehr, sehr groß… Es ist bahnbrechend. Nicht nur für GameStop, sondern letztendlich für die gesamten Kapitalmärkte… so etwas hat es in der Geschichte der Kapitalmärkte noch nie gegeben.“
Zitat 2:
„Es ist ähnlich wie bei Berkshire Hathaway, nur dass wir das, was Berkshire in Jahrzehnten erreicht hat, in viel kürzerer Zeit versuchen, nämlich diese Menge an Wert zu schaffen.“
studie8888,
Freitag 6:39 Uhr
0
Danke dir für diese tollen Beiträge
Jeder Bobby wird abgeholt, falls jemand zweifelt 🤑
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114 Proben. 114 mit Gallium.
M
Moowalker,
Freitag 5:47 Uhr
0
Zur Erinnerung:
In seinem Brief vom 6. März 2022 erwähnte Ryan Cohen die Aktienrückkäufe (Stock Buybacks / Share Repurchases) von Bed Bath & Beyond ausdrücklich und übte scharfe Kritik daran. [1]
Das Management unter dem damaligen CEO Mark Tritton hatte ein massives, milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm durchgeführt, um den Aktienkurs künstlich zu stützen. Cohen kritisierte dies in dem Brief sinngemäß mit folgenden Argumenten: [1]
Falsche Prioritäten: Er warf dem Board vor, wertvolles Kapital für Rückkäufe zu verschwenden, während das operative Geschäft (Lieferketten, Kundenerlebnis, Warenbestand) massiv untergliederte und dringend Investitionen benötigt hätte. [1]
Kapitalvernichtung: Er betonte, dass Rückkäufe nur dann sinnvoll sind, wenn das Unternehmen stabil läuft und die Aktie unterbewertet ist, das Management hier jedoch Kapital inmitten einer operativen Krise verbrannt habe.
M
Moowalker,
Freitag 5:43 Uhr
0
Auch der Knaller:
"...Dieser Eindruck wurde im Rahmen der Beweisaufnahme bestätigt, und eine vernünftige Jury könnte leicht zu dem Schluss kommen, dass diese „ausreichend öffentlich zugänglichen Informationen“ den Cohen-Beklagten „Grund zu der Annahme“ gaben, dass die zuletzt veröffentlichte Aktienanzahl Anfang März 2022 ungenau war."
Grund zur Annahme 🤣
Das ganze muss doch ein Platzhalter sein
M
Moowalker,
Freitag 5:37 Uhr
0
https://x.com/dirtevader/status/2100770111380418935
Der Anwalt Hunter sollte mit Vorbehalt entlassen werden. Dies könnte der schwächste Versuch eines Arguments sein, der je vorgebracht wurde.
Diese Aussage ist eine Fantasie.
„Zu diesem Zeitpunkt hätten die Cohen-Verteidiger die ungefähre Reduktion der Aktienanzahl einfach durch einen Blick auf den Handelsbereich der Aktie während der angekündigten Laufzeit der Rückkäufe berechnen können“
Und wenn Mark Twitton RC diese Information gegeben hätte, was er nicht getan hat, wäre das wesentliche nicht-öffentliche Information gewesen.
M
Moowalker,
Freitag 5:34 Uhr
0
https://www.fxstreet.de.com/amp/news/japanischer-yen-fallt-wie-ein-kartenhaus-da-die-boj-die-zinsen-um-25-basispunkte-auf-1-25-anhebt-202609180317
Der japanische Yen stürzt nach der geldpolitischen Ankündigung der BoJ gegenüber dem US-Dollar ab.
Die BoJ erhöht die Zinsen um 25 Bp auf 1,25% und warnt davor, dass die Inflation das 2%-Ziel überschreiten könnte.
Anleger warten auf die Pressekonferenz von BoJ-Gouverneur Ueda, um neue Hinweise auf den geldpolitischen Ausblick zu erhalten.
Der japanische Yen (JPY) fällt nach der geldpolitischen Entscheidung der Bank of Japan (BoJ) gegenüber dem US-Dollar (USD) stark ab. Bei Redaktionsschluss steigt das Paar USD/JPY auf nahe 156,95.
...
M
Moowalker,
Freitag 5:18 Uhr
0
Finanzieller Umfang der Klage: Nachdem das Gericht die weitaus größere Forderung von rund 47 Millionen US-Dollar (die auf der Theorie des „Director by Deputization“ basierte) abgewiesen hat, geht es aktuell nur noch um die Verletzung der 10%-Eigentumsschwelle. Dieser verbleibende Anspruch wird vom Kläger auf ca. 5,4 bis 8,4 Millionen US-Dollar (plus Zinsen und Kosten) geschätzt.Charakter des Verfahrens: Es handelt sich um ein rein zivilrechtliches Verfahren zur Gewinnabschöpfung (Disgorgement nach Sektion 16(b)) zugunsten des Unternehmens. Es ist ausdrücklich keine strafrechtliche Geldstrafe, keine SEC-Sanktion und kein Urteil wegen Wertpapierbetrugs.Folgen einer möglichen Einigung (Settlement): Sollte Ryan Cohen zahlen, um das Verfahren zu beenden, wäre dies kein Schuldeingeständnis und würde kein Berufs- oder Handelsverbot nach sich ziehen. Das Geld würde direkt an den BBBY-Nachfolger (20230930-DK-Butterfly-1) fließen.
M
Moowalker,
Freitag 5:12 Uhr
0
Antwort an Ryan folgte prompt:
https://freeimage.host/i/nxdFEge
https://freeimage.host/i/nxdF119
M
Moowalker,
Freitag 5:05 Uhr
0
Eine „übergeordnete Rechtsfrage“ bezeichnet im US-Rechtssystem ein grundsätzliches juristisches Problem, das weit über den Einzelfall von Ryan Cohen hinausgeht und für das es bisher keine absolut eindeutige oder einheitliche Regelung gibt.Im amerikanischen Rechtssystem (Case Law) entscheiden Richter basierend auf geschriebenen Gesetzen und bereits existierenden Gerichtsurteilen (Präzedenzfällen). Wenn eine Frage jedoch neu oder unklar ist, spricht man von einer ungeklärten Rechtsfrage.In diesem konkreten Fall geht es um folgende übergeordnete Rechtsfrage:„Muss ein Investor, der unter der kritischen 10%-Schwelle bleiben möchte, die internen Aktienrückkäufe eines Unternehmens selbst im Voraus erraten – oder darf er sich rechtlich vollkommen auf die letzten offiziell veröffentlichten Zahlen des Unternehmens verlassen?“Was passiert, wenn diese Frage „geklärt“ wird?Wenn ein höheres Gericht (wie ein US-Berufungsgericht oder der Supreme Court) diese Frage in einem anderen, ähnlichen Fall final entscheidet, hat das Bindungswirkung für niedrigere Gerichte.„Geklärt“ bedeutet in diesem Kontext:Es entsteht Rechtssicherheit: Es gibt ein klares, unumstößliches Urteil, das als Gesetz für alle zukünftigen Fälle gilt.Die Richterin hat eine Schablone: Richterin Buchwald müsste in Cohens Fall nicht mehr selbst stundenlang abwägen, wer recht hat. Sie müsste lediglich prüfen, was das höhere Gericht beschlossen hat, und dieses Urteil eins zu eins auf Ryan Cohen anwenden.Das Verfahren wird beschleunigt: Sobald die übergeordnete Frage geklärt ist, bricht meistens die Argumentation einer der beiden Parteien komplett in sich zusammen.Da das Berufungsgericht im Fall Hudson Bay (Fußnote 2) im Juli 2026 bereits eine sehr ähnliche übergeordnete Frage zugunsten der Investoren beantwortet hat, ist diese Rechtsfrage für den Bezirk New York eigentlich schon fast vollständig geklärt – was Ryan Cohen einen massiven Vorteil verschafft.
M
Moowalker,
Freitag 5:01 Uhr
0
Neben dem wahrscheinlichsten Szenario (einer vollständigen Klageabweisung durch die Richterin) gibt es in einem komplexen US-Wertpapierverfahren wie diesem noch weitere rechtliche und strategische Möglichkeiten:1. Ein außergerichtlicher Vergleich (Settlement)Obwohl die Verteidigung von Ryan Cohen eine sehr starke Position hat, enden viele Section 16(b)-Klagen in den USA in einem Vergleich.Wie es ablaufen würde: Um einen langwierigen und teuren Rechtsstreit (sowie das Restrisiko einer unvorhersehbaren richterlichen Auslegung) endgültig zu beenden, könnten sich Cohen und die Konkursmasse (Butterfly) auf die Zahlung eines Bruchteils der geforderten 47 Millionen US-Dollar einigen.Warum für beide Seiten attraktiv? Für Butterfly wäre es sicheres Geld für die Gläubiger, statt mit leeren Händen auszugehen (besonders nach der Niederlage im Fall Hudson Bay). Für Cohen würde es das Verfahren sofort stoppen.2. Ein Teilerfolg für den Kläger (Splittung der Trading-Zeiträume)Die Klägerseite stützt ihre Klage oft auf verschiedene Theorien und spezifische Handelsdaten.Wie es ablaufen würde: Richterin Buchwald könnte eine Zwischenposition einnehmen. Sie könnte entscheiden, dass Cohen für die Käufe Anfang März 2022 (vor Veröffentlichung der verringerten Aktienzahl) nicht haftet, aber prüfen, ob seine späteren Verkäufe im August 2022 unter anderen Umständen stattfanden (z. B. ob er zu diesem Zeitpunkt durch seine eingesetzten Board-Mitglieder bereits als „Insider“ galt).In diesem Fall würde die Klage nicht komplett abgewiesen, sondern das Verfahren würde nur für einen Teilbetrag fortgesetzt.3. Ruhen des Verfahrens bis zu einer Grundsatzentscheidung (Stay of Proceedings)Da das Argument rund um die Berechnung von Eigentumsschwellen bei verdeckten Aktienrückkäufen die SEC-Richtlinien betrifft, könnte das Gericht das Verfahren vorübergehend einfrieren.
Wie es ablaufen würde: Wenn in einem ähnlichen Fall vor einem anderen US-Berufungsgericht oder dem Supreme Court eine Grundsatzentscheidung zu Section 16(b) oder den Pflichten von Großaktionären ansteht, kann Richterin Buchwald das Verfahren aussetzen (Stay), bis diese übergeordnete Rechtsfrage final geklärt ist.
4. Einberufung einer Beweisanhörung (Evidentiary Hearing)Sollte die Richterin beim Summary Judgment entscheiden, dass die Frage, „was Ryan Cohen zu welchem Zeitpunkt wissen konnte oder musste“, eine reine Tatsachenfrage und keine reine Rechtsfrage ist, könnte sie die Anträge ablehnen.Wie es ablaufen würde: Es käme dann zwar nicht sofort zum großen Geschworenenprozess, aber zu gezielten Anhörungen, bei denen Zeugen (z. B. Cohens Berater oder BBBY-Verantwortliche) unter Eid aussagen müssten, wie die Kommunikation im Frühjahr 2022 exakt ablief
M
Moowalker,
Freitag 4:59 Uhr
0
Anhand des Dokuments und der strategischen Anträge der Verteidigung lässt sich der weitere Ablauf des Verfahrens recht präzise skizzieren. Es läuft nun alles auf eine Entscheidung ohne Geschworenenprozess (Summary Judgment) hinaus.Der Fall wird sich vermutlich in folgenden Phasen weiterentwickeln:1. Entscheidung über den Zeitplan (Kurzfristig)Die Richterin Naomi Reice Buchwald muss zunächst auf dieses eingereichte Schreiben reagieren. Sie wird entscheiden, ob sie dem Antrag der Cohen-Verteidigung stattgibt.Die Prognose: Es ist sehr wahrscheinlich, dass das Gericht dem Antrag zustimmt und die Daubert Motions (Expertenanträge) vorerst pausiert. Wenn die Fakten unstrittig sind, spart dies dem Gericht erhebliche Zeit.2. Einreichung der Anträge auf Summary Judgment (Mittelfristig)Beide Parteien haben angekündigt, ein summarisches Urteil (Summary Judgment) zu beantragen. Das bedeutet:Sowohl die Klägerseite (Butterfly) als auch die Cohen-Verteidigung werden der Richterin ihre Argumente schriftlich vorlegen und behaupten, dass die Rechtslage so eindeutig zu ihren Gunsten ist, dass kein langwieriger Prozess (Trial) mit Zeugenbefragungen nötig ist.3. Das finale Urteil der Richterin (Langfristig)Richterin Buchwald wird die Argumente prüfen. Dabei hat die Cohen-Verteidigung durch die jüngsten Ereignisse extrem starke Karten:Die Hudson-Bay-Präzedenz: Da das übergeordnete Berufungsgericht (Second Circuit) erst im Juli 2026 den fast identischen Fall gegen Hudson Bay abgeschmettert hat, hat Richterin Buchwald eine klare Richtlinie. Bundesrichter orientieren sich bei der Auslegung von Section 16(b) strikt an den Vorgaben der höheren Instanz.Wahrscheinlicher Ausgang: Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Richterin die Klage gegen Ryan Cohen abweist. Sie wird vermutlich argumentieren, dass ein Investor nicht für geheime Aktienrückkäufe eines Unternehmens haftbar gemacht werden kann, solange diese nicht offiziell publiziert wurden.4. Mögliche BerufungSollte die Richterin die Klage abweisen, steht der Klägerseite (Butterfly) der Weg offen, vor das Berufungsgericht zu ziehen. Da dasselbe Berufungsgericht aber gerade erst im Fall Hudson Bay gegen Butterfly entschieden hat, wären die Erfolgschancen für den Kläger auch dort extrem gering.
M
Moowalker,
Freitag 4:54 Uhr
0
Der Ausdruck „to lay a trap for its investors“ („seinen Investoren eine Falle stellen“) steht auf Seite 3 im ersten vollständigen Absatz und beschreibt die unfaire Natur der Argumentation des Klägers.Was bedeutet das „Falle stellen“ im Text genau?Die Anwälte von Ryan Cohen werfen der Klägerseite vor, dass sie ein Szenario konstruiert, in dem ein ehrlicher Investor rechtlich gar nicht gewinnen kann.Die logische Kette im Dokument verläuft so:Das Dilemma des Investors: Ryan Cohen wollte unter der meldepflichtigen und haftbaren Schwelle von 10 % bleiben. Er nutzte dafür die letzten offiziell verfügbaren Zahlen von Bed Bath & Beyond (BBBY), nach denen er bei 9,8 % lag.Das Geheimnis des Unternehmens: BBBY kaufte im Hintergrund massiv eigene Aktien zurück, wodurch sich die Gesamtanzahl der Aktien verringerte. Dadurch stieg Cohens prozentualer Anteil automatisch über 10 %, ohne dass er selbst eine einzige weitere Aktie kaufte. BBBY behielt diese veränderten Zahlen jedoch monatelang für sich.Die Falle: Wenn das Gericht nun der Klägerseite recht gäbe, würde das bedeuten: Ein Investor haftet für eine Überschreitung der 10%-Schwelle, obwohl die Daten, die diese Überschreitung belegen, vom Unternehmen geheim gehalten wurden.Die Verteidigung schreibt wortwörtlich:„...and Plaintiff should not be permitted to take advantage of its own inaction to lay a trap for its investors.“(„...und dem Kläger sollte nicht gestattet werden, seine eigene Untätigkeit [das Nicht-Veröffentlichen neuer Aktienanzahlen] auszunutzen, um seinen Investoren eine Falle zu stellen.“)Bezug zum Hudson-Bay-FallGenau hier schließt sich der Kreis zu Fußnote 2 (Hudson Bay). Auch dort hatte die Konkursmasse von BBBY versucht, eine „Falle“ zuzuschnappen zu lassen, indem sie behauptete, die vertraglichen Schutzgrenzen von Hudson Bay seien unwirksam gewesen.In beiden Fällen wird das gleiche Muster kritisiert: Das Unternehmen (oder dessen Konkursverwalter) versucht, aus einer Intransparenz oder einer Vertragskonstellation, die das Unternehmen selbst mitverschuldet hat, nachträglich Hunderte Millionen Dollar von seinen eigenen Investoren einzuklagen. Das Berufungsgericht hatte dieses Vorgehen im Fall Hudson Bay bereits als unzulässig zurückgewiesen.
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