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Kommentare 58.178
runkle6
runkle6, 14.05.2025 13:10 Uhr
2
🍰?
vinnfred
vinnfred, 14.05.2025 13:10 Uhr
1

Bei aller Liebe aber das geht doch komplett an der Lebensrealität unserer aktuellen Gesellschaft im großen und ganzen vorbei. Wieso haben wir denn so einen abartig hohen Fachkräftemangel? Weil den alle erlenen wollen, super bezahlt wäre und hohen Stellenwert in der Gesellschaft genießt sicher nicht 😂. Insbesondere die PFLEGE ist ein perfektes ANTIbeispiel wie absurd UNATTRAKTIV und undankbar dieser Job ist. Wir haben einen extrem hohen Pflegefachkräftemangel, weil das niemand machen will, deshalb karren wir aus aller Herren Länder Pflegefachkräfte nach Deutschland. Und warum? Na sicher nicht, weil der Beruf so attraktiv und gut bezahlt war. Und von vor Corona will ich gar nicht reden. Ich habe eine gute Freundin, selbst mit Masterstudium und als Leiterin der Einrichtung ist es ein undankbarer Job. Generell alle sozialen Tätigkeiten sind völlig unterbezahlt, bei gleichzeitig sehr hoher Belastung.

Ich sehe es eher so, dass zu viele Menschen studieren, die es nicht sollten. Hatte etliche Kommilitonen da war es ein scheitern mit Ansage. Das Studium wurde in endlos in die Länge gezogen, 5 mal gewechselt. Hauptsache man ist Student. Ob das aufgrund der fehlenden Anerkennung in Ausbildungsberufen so ist? Gut möglich. Da wo ich lebe, macht ja auch nochmal einen Unterschied, fehlt diese Anerkennung aber maximal, und wenn überhaupt auf sozialer Ebene, nicht auf der monetären. Zusatz: nicht auf deine Freundin bezogen, ich kenne sie ja nicht. Ganz allgemein. Meine Wahrnehmung aus meinem Studium.
Oliver78
Oliver78, 14.05.2025 13:09 Uhr
3

Das geringe Ansehen von Handwerksberufen ist nicht nur ein gesellschaftliches Versagen, sondern auch kulturell und historisch bedingt. Akademische Berufe werden oft mit Prestige assoziiert, weil sie mit Wissen und „Elitestatus“ verknüpft sind. Dieses Image zu ändern, erfordert langfristige kulturelle Arbeit, ist aber nicht allein durch höhere Löhne lösbar.

Ja, das wurde in den 2000 richtig schön schlecht geredet… Alle trinken Bier, rennen in Jogginghosen, auf der Baustelle rum, rülpsen und pupsen nur… Du hast früh bei der Kundschaft gestanden, und hattest eigentlich schon keine Lust mehr zu arbeiten… jetzt ist Man wie Gott in Frankreich, und vor allem wird man wieder als Mensch respektiert
Tradi444
Tradi444, 14.05.2025 13:07 Uhr
1

Das Handwerk und die Pflege sind keine Mangelberufe weil sie schlecht bezahlt werden, oder keine Möglichkeiten besitzen, sondern weil sich niemand mehr die Hände schmutzig machen möchte. In meiner Berufsschulklasse waren wir 4 Personen. Als mein Bruder, auch Handwerker, 8 Jahre vorher, in der Lehre war, waren es noch 20 Schüler pro Jahrgang.

Das geringe Ansehen von Handwerksberufen ist nicht nur ein gesellschaftliches Versagen, sondern auch kulturell und historisch bedingt. Akademische Berufe werden oft mit Prestige assoziiert, weil sie mit Wissen und „Elitestatus“ verknüpft sind. Dieses Image zu ändern, erfordert langfristige kulturelle Arbeit, ist aber nicht allein durch höhere Löhne lösbar.
kamikann3
kamikann3, 14.05.2025 13:06 Uhr
3
Sozialwissenschaften, wie viel tragen die unzähligen Studienabgänger zum realen Wohlstand bei. Die fehlen im Handwerk. Studium wird krass subventioniert und genießt eine ganz andere gesellschaftliche Achtung.
e
enju, 14.05.2025 13:05 Uhr
1

Bin da bei Tradi, und habe beides gemacht. Zuerst eine Lehre im Handwerk, anschließend Studium. (Nebenbei an Wochenenden auf dem Bau gearbeitet) Pro Semester habe ich knapp 300 € Gebühr bezahlt. Das ist nichts im Vergleich zu Amerika oder anderen Ländern, und für jeden, der möchte zu stemmen. Und um ein schönes Leben in Deutschland zu haben, benötigt man kein Studium. Meine ehemaligen Kollegen im Handwerk gehen nicht unter 20€/h nach Hause. Niemand. Habe auch Freunde die in der Pflege arbeiten. Und durch Schichtzuschläge nen sehr gutes Einkommen haben. Mehr als die Kollegen die nur Wochentags arbeiten wollen und keine Nachtschichten machen. Man muss nur wollen. Klar kann man nicht pauschalisieren, gibt auch Menschen die aufgrund von körperlichen Einschränkungen oder anderen Gründen nicht arbeiten können. Aber für die gibt es dann die soziale Stütze. Beim Rest ist es aber in der Regel so, dass das Gehalt einfach die eigene Initiative widerspiegelt, auch Opfer bringen zu können. Und nicht jeder ist bereit private Zeit in beruflichen Fortschritt zu investieren. Ist auch okay. Dann kann man sich aber nicht über das höhere Gehalt derer beschweren, die eben dies machen.

Bei aller Liebe aber das geht doch komplett an der Lebensrealität unserer aktuellen Gesellschaft im großen und ganzen vorbei. Wieso haben wir denn so einen abartig hohen Fachkräftemangel? Weil den alle erlenen wollen, super bezahlt wäre und hohen Stellenwert in der Gesellschaft genießt sicher nicht 😂. Insbesondere die PFLEGE ist ein perfektes ANTIbeispiel wie absurd UNATTRAKTIV und undankbar dieser Job ist. Wir haben einen extrem hohen Pflegefachkräftemangel, weil das niemand machen will, deshalb karren wir aus aller Herren Länder Pflegefachkräfte nach Deutschland. Und warum? Na sicher nicht, weil der Beruf so attraktiv und gut bezahlt war. Und von vor Corona will ich gar nicht reden. Ich habe eine gute Freundin, selbst mit Masterstudium und als Leiterin der Einrichtung ist es ein undankbarer Job. Generell alle sozialen Tätigkeiten sind völlig unterbezahlt, bei gleichzeitig sehr hoher Belastung.
Oliver78
Oliver78, 14.05.2025 13:05 Uhr
1
Seit 30 Jahren noch nie was anderes ausgeübt….das wird kaum einer von sich sagen können ….😁
Oliver78
Oliver78, 14.05.2025 13:04 Uhr
2
Ich bin bis nächstes Jahr verplant, weil wirklich niemand mehr dreckig werden will…. Maler, Klempner, Maurer , bei uns alle ausgelastet…. Egal , ich bin glücklich und mir gefällt mein Beruf als Fliesenleger super … Und das zählt für mich 👍☝️
A
Aktiennewbie, 14.05.2025 13:02 Uhr
1

Wäre mir neu wenn ein Studium kostenlos ist🤔 Und würde der Staat nicht so gierig sein ( einer der höchsten Steuersätze ) Würde auch beim kleinen Mann mehr in der Tasche bleiben

Ich hab keinen Cent Studiengebühren gezahlt und habe 30.000 € Bafög bekommen (schon 10 Jahre her), wovon ich nur 10.000€ zurückzahlen musste. Also ja, es ist möglich.
vinnfred
vinnfred, 14.05.2025 13:01 Uhr
2
Das Handwerk und die Pflege sind keine Mangelberufe weil sie schlecht bezahlt werden, oder keine Möglichkeiten besitzen, sondern weil sich niemand mehr die Hände schmutzig machen möchte. In meiner Berufsschulklasse waren wir 4 Personen. Als mein Bruder, auch Handwerker, 8 Jahre vorher, in der Lehre war, waren es noch 20 Schüler pro Jahrgang.
A
Aktiennewbie, 14.05.2025 13:00 Uhr
0
Wer als Handwerk jammert, das er zu wenig Geld bekommt, sollte evtl. seinen Chef fragen, wo das viele Geld hingeht und sein Angestelltenverhältnis aufkündigen...
vinnfred
vinnfred, 14.05.2025 12:57 Uhr
2

Wäre mir neu wenn ein Studium kostenlos ist🤔 Und würde der Staat nicht so gierig sein ( einer der höchsten Steuersätze ) Würde auch beim kleinen Mann mehr in der Tasche bleiben

Bin da bei Tradi, und habe beides gemacht. Zuerst eine Lehre im Handwerk, anschließend Studium. (Nebenbei an Wochenenden auf dem Bau gearbeitet) Pro Semester habe ich knapp 300 € Gebühr bezahlt. Das ist nichts im Vergleich zu Amerika oder anderen Ländern, und für jeden, der möchte zu stemmen. Und um ein schönes Leben in Deutschland zu haben, benötigt man kein Studium. Meine ehemaligen Kollegen im Handwerk gehen nicht unter 20€/h nach Hause. Niemand. Habe auch Freunde die in der Pflege arbeiten. Und durch Schichtzuschläge nen sehr gutes Einkommen haben. Mehr als die Kollegen die nur Wochentags arbeiten wollen und keine Nachtschichten machen. Man muss nur wollen. Klar kann man nicht pauschalisieren, gibt auch Menschen die aufgrund von körperlichen Einschränkungen oder anderen Gründen nicht arbeiten können. Aber für die gibt es dann die soziale Stütze. Beim Rest ist es aber in der Regel so, dass das Gehalt einfach die eigene Initiative widerspiegelt, auch Opfer bringen zu können. Und nicht jeder ist bereit private Zeit in beruflichen Fortschritt zu investieren. Ist auch okay. Dann kann man sich aber nicht über das höhere Gehalt derer beschweren, die eben dies machen.
e
enju, 14.05.2025 12:53 Uhr
1

Ich finde, das greift etwas zu kurz. Ja, Bildung ist in Deutschland formal kostenlos, aber gleiche Chancen haben trotzdem längst nicht alle. Nicht jede/r hat die familiäre Unterstützung, das Umfeld oder überhaupt die Möglichkeit, ein Studium durchzuziehen, sei es aus finanziellen, sozialen oder gesundheitlichen Gründen. Und selbst wenn. Nicht jede/r will studieren. Das ist doch auch okay. Gesellschaft funktioniert nicht nur mit Akademikern. Pflege, Handwerk, soziale Berufe. Das sind tragende Säulen, aber die Bezahlung spiegelt das leider oft nicht wider. Ich denke, man sollte da differenzierter hinschauen nicht aus jeder „Fehlentscheidung“ wird ein Scheitern. Und nicht jeder, der hart arbeitet, hat einfach „Pech gehabt“. Die Realität ist komplexer und genau das sollte man anerkennen.

💯 Zustimmung und das sag ich als studierter Informatiker, der sowohl gutes Einkommen als auch beste Work-Life-Balance hat und trotzdem: Insbesondere der Aspekt, dass eine Gesellschaft von Handwerklichen Fähigkeiten und Berufen MAßGEBLICH lebt und getragen wird, spiegelt sich 0,0 weder in ihrem sozialen Ansehen, geschweige denn auch nur ANSATZWEISE in ihrem Lohn und Einkommen wieder und das ist nicht nur moralisch falsch, sondern VERDAMMT gefährlich, wir sehen es doch bereits jetzt schon, dass es viel zu wenig Termine gibt, wenn man mal eine Heizung reparieren lassen muss, oder einen Handwerker braucht. Was machen wir studierten Schlauköpfe, wenn der Fachkräftemangel weiter steigt, weil jeder Arzt, jurist, Informatiker und sonstwas werden will? Dann sind irgendwann diese handwerklichen Fähigkeiten so rar und die Dienstleistung so wertvoll, daß die Akademiker sich die Finger nach einem Mechaniker, Dachdecker, Fließenleger oder Schreiner lecken werden.
runkle6
runkle6, 14.05.2025 12:39 Uhr
2
Die Financial Times hat einen neuen Film veröffentlicht: „Michael Saylors 40-Mrd.-Dollar-#Bitcoin-Wette.“ 👀 https://x.com/BitcoinMagazine/status/1922568043781099879?t=TYYlDXGCZhvnR1fzmJ_FvQ&s=19
WhiteRussian
WhiteRussian, 14.05.2025 12:36 Uhr
6

Alles ungerecht Eine Friseuse oder Bäckereifachverkäuferin oder Gärtner geht dafür Geschätzt 7-8 Jahre arbeiten

Da muss ich widersprechen. Auch wenn das System teilweise massive Schwachstellen aufweist ist Deutschland dennoch eines der besten Länder der Erde in gewissen Punkten. Ich mache beruflich ja jährlich meine Risikoaalysen über diverse globale Indizes und schau welche Länder die mit uns Handel betreiben besser oder schlechter abschneiden. Korruption Rechtsstaatlichkeit GSI Kinderarbeit AN Rechte Uvm. Glaubt mir eins, auch wenn Allman Land für viele verkommen wirkt es gibt 215 Länder und in 90% dieser möchte ich nicht freiwillig sein.
E
Enno1805, 14.05.2025 12:33 Uhr
1

Sehe ich nicht so! In Deutschland ist Bildung kostenlos! Jeder kann hier studieren und sich entscheiden die Schulbank zu drücken oder feiern zu gehen! Viele Fehlentscheidungen die man in jungen Jahren trifft rächen sich später!

Wäre mir neu wenn ein Studium kostenlos ist🤔 Und würde der Staat nicht so gierig sein ( einer der höchsten Steuersätze ) Würde auch beim kleinen Mann mehr in der Tasche bleiben
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