Wolfspeed Forum: Community User: MisterT
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FOMO bei entsprechender Nachricht über eine Auffangesellschaft würde noch verstärkt werden, dadurch, dass Verleiher ihre Aktien zurückverlangen (Forced buy-in um sie bei steigendem Kurs zu verkaufen, um den Gewinn zu erzielen. Das war ungefähr die Situation bei GME, aber damals war der komplette Float verliehen. Wenn den Rest des jetzigen Floats, der nicht short verkauft ist, jemand kauft, dann sind sie bei steigenden Kursen am Ar.sch. Jedoch sind Shorter, deshalb nicht pleite, sie machen nur Verluste, das kommt ja auch mal vor. 😉
Da möchte ich noch etwas ergänzen: Das stimmt Alles, Short interest sind über 60 Mio Aktien. Also Short verkauft im Markt. Hinzu kommt noch der Umstand, dass viel mehr Aktien ausgeliehen sind. Shares on Loan sind 131 Mio Aktien. Das sind 100% Auslastung (Utilization) der insgesamten Aktien, die man überhaupt leihen kann. Diese überschüssigen Ausleihungen werden oft als Sicherheitsleistung verlangt. Obwohl sie ausgeliehen sind kann man sie trotzdem handeln. Allerdings muss dafür genauso Fee bezahlt werden, wie für die Aktien, die Short im Markt verkauft wurden. Bei einer cost to borrow von aktuell 13% Prozent macht das knapp 117k Dollar pro Tag! Nur auf das Short interest bezogen wären das eine Menge cost to borrow. Für alle „Shares on Loan“ muss grundsätzlich Cost to Borrow bezahlt werden – nicht nur für das Short Interest. ⸻ Warum? „Shares on Loan“ = alle ausgeliehenen Aktien, unabhängig davon, ob sie: • aktiv leerverkauft wurden (=> Short Interest) oder • nur ausgeliehen, aber nicht verkauft wurden (z. B. als Sicherheit, für Arbitrage, zur Absicherung usw.) Die Leihgebühr (Cost to Borrow) wird vom Entleiher an den Verleiher (z. B. Fonds, Pensionskassen) gezahlt – einfach dafür, dass er die Aktien nutzen darf. Ob der Entleiher sie dann wirklich verkauft, spielt dabei keine Rolle. ⸻ Konkret heißt das: • Wenn 131 Mio. Aktien ausgeliehen sind (Shares on Loan), • und davon nur 60 Mio. short verkauft wurden (Short Interest), • dann wird trotzdem für alle 131 Mio. Aktien die Leihgebühr fällig – selbst wenn ein Teil davon einfach „rumliegt“ oder anderweitig verwendet wird. ⸻ Kleiner Zusatz: • Die Cost to Borrow kann sich je nach Verwendung leicht unterscheiden (z. B. bei synthetischen Strategien oder Rehypothecation), aber in der Praxis wird für alle Shares on Loan gezahlt. • Die höheren Gebühren entstehen oft, wenn die Verfügbarkeit (Utilization) gegen 100% geht – dann steigen die Preise wegen der Knappheit stark an. Man sieht also, nicht nur was das Risiko angeht, den Aktienwert mit über 40% Short of Float zu shorten, sondern auch was die Kosten angeht, gehen die Shortseller absolut an die Grenzen. Das bedeutet, sie müssen sich ihrer Sache ziemlich sicher sein. Denn wohlgemerkt, ihre Gewinne sind ja noch nicht realisiert, solange sie das short interest noch im Wert drin haben und diese Menge an Aktien noch ausgeliehen sind, aber sie die Kosten dafür schon jeden Tag bezahlt haben. Was die Shortseller da machen, sieht oft so leicht aus aber sie kämpfen an mehreren Fronten gleichzeitig. Denn auch das Optionsgeschäft birgt für sie enorme Risiken. Wenn Stillhalter Calloptionen auf diesen Wert ausgeben, müssen diese eine entsprechende Anzahl Aktien für das Recht, das sie ausgeben nämlich Aktien zum angegebenen Strike zu kaufen auch Aktien vorrätig haben und im Vorfeld welche kaufen wenn der Kurs steigt und sie ihn nicht runterverkaufen können, wenn die Anzahl leihbarer Aktien zero borrow ist. Das bedeutet, dass sie bei ausgegebenen Calls durch Stillhalter noch mehr gefährdet sind wenn das Kaufvolumen steigt und sie den Kurs nicht deckeln können wenn Stillhalter mit dem Markt handeln. https://ibb.co/456DtDL https://ibb.co/ccvNjZ5r (1 Kontrakt sind 100 Aktien) Shortseller und Stillhalter können dieselben Marktteilnehmer sein (z. B. Hedgefonds), müssen es aber nicht. • Sie agieren unterschiedlich, geraten aber bei steigendem Kurs beide unter Druck, was eine Art Kettenreaktion auslösen kann. • Diese Dynamik ist der Treibstoff für Short Squeezes. Insgesamt ist das das das Bild einer hoch riskanten, fragilen Situation!!
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