Naked Sale Wie wird der Verkauf einer Option genannt, wenn der Basiswert dieser nicht im Besitz des Verkäufers ist?

Als Naked Sale wird der Verkauf einer Option verstanden, ohne dass der Verkäufer den zugrunde liegenden Wert (Underlying) derselben besitzt. Mit Hilfe dieses Geschäftes wird versucht, von fallenden oder stagnierenden Kursen des Basisobjektes zu profitieren. So kann sich beispielsweise ein Anleger entscheiden, eine Call Option auf eine Aktie, die derzeit bei 100 € notiert, für eine Prämie von 5 €, mit einem Ausübungspreis von 100 € zu verkaufen. Damit zeichnet er einen Short Call und wenn er das Wertpapier nicht besitzt, wird von einem Naked Sale gesprochen. Steigt der Kurs der Aktie bis zum Verfallstag an, nimmt der Käufer der Option diese wahr und kauft das Underlying für 100 Euro. Einen Verlust erleidet der Anleger, der den Naked Sale gezeichnet hat, sobald der Wert der Aktie über 105 € steigt (5 - (105 - 100 ) = 0). Schließlich müsste er den Basiswert erst auf dem Kassamarkt kaufen, bevor er ihn dann weiterverkaufen muss. Bleibt dagegen der Kurs des Basisobjektes bei 100 € oder fällt sogar, wird die Option nicht gezogen. Dadurch wird der Verkäufer der Option, durch den Naked Sale, einen Gewinn in Höhe der Prämie generieren.