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Ozempic-Kopien mischen den Markt auf 05.02.2026, 16:30 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Spritze
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Novo Nordisk 41,66 EUR +1,22 % Lang & Schwarz

Günstige Kopien setzen den Marktführer unter Druck

Der Pharmakonzern Novo Nordisk A/S erlebt eine Phase zunehmender Belastungen. Auslöser der jüngsten Kursverluste ist der Einstieg des Telehealth-Anbieters Hims & Hers Health Inc., der eine deutlich günstigere Kopie der neuen Wegovy-Pille auf den Markt bringt. Das Angebot startet laut Unternehmensangaben bei 49 US-Dollar pro Monat, während Novo die Originalpille seit Januar zu Preisen ab 149 US-Dollar monatlich verkauft. Der Markt reagierte prompt: Die Novo-Aktie fiel in Kopenhagen zeitweise um bis zu 10%, während die Papiere des Wettbewerbers Eli Lilly & Co. im frühen Handel um bis zu 5,8% nachgaben.

Massive Kursverluste nach düsterer Prognose

Der Preisschock trifft Novo in einer ohnehin schwierigen Woche. Das Unternehmen warnte, dass der Umsatz in diesem Jahr um bis zu 13% sinken könnte. In der Folge brach der Börsenwert innerhalb weniger Tage um rund 60 Milliarden US-Dollar ein, die Aktie verlor 20% in einer Woche. Damit steuert der Titel auf die schwächste Börsenphase seit Monaten zu. Als Hauptgründe nennt der Konzern einen „beispiellosen Preisdruck“ in den USA sowie zunehmende Konkurrenz durch generische Nachahmerprodukte in mehreren Märkten.

Hoffnungsträger Wegovy-Pille mit starkem Start

Eigentlich sollte die neue Wegovy-Pille Novo einen Vorteil im hart umkämpften Adipositas-Markt verschaffen. Der Start verlief vielversprechend: Mehr als 170.000 Patienten begannen in den ersten vier Wochen nach Einführung mit der Einnahme. Analysten sprachen von einem der erfolgreichsten Medikamentenstarts der letzten Jahre. Doch der schnelle Markteintritt günstiger Kopien relativiert diesen Erfolg und verschärft den Wettbewerb mit Telehealth-Anbietern, die bereits während früherer Lieferengpässe Nachahmerprodukte angeboten hatten.

Skepsis bei institutionellen Investoren wächst

Auch auf Investorenseite nimmt die Zurückhaltung zu. Dänemarks größter Pensionsfonds ATP sieht aktuell keine klare Kaufgelegenheit. Fondsmanager Claus Berner Moller betonte: „I’m worried about prices for obesity products. I’m also concerned that prices could fall in the coming years outside the US.“ ATP hält derzeit 6,04 Millionen Novo-Aktien, bewertet mit 1,79 Milliarden Kronen (283 Millionen US-Dollar). Der jüngste Zukauf sei jedoch vor allem eine technische Anpassung nach dem Kurssturz und kein Ausdruck neuer Überzeugung.

Strategischer Umbruch und ungewisse Perspektiven

Der Gegenwind folgt auf ein turbulentes Jahr für Novo Nordisk. Nach mehreren Gewinnwarnungen, wachsender Konkurrenz durch Eli Lilly und einem Führungswechsel verlor die Aktie 2025 insgesamt 48% an Wert. Konzernchef Mike Doustdar ruft Investoren dennoch zur Geduld auf. Zwar zeigten die Zahlen kurzfristig negatives Wachstum, langfristig setze man jedoch auf steigende Verschreibungen günstigerer Medikamente und neue Produkte in der Pipeline.

Bn-Redaktion/ts
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