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Bayer-Aktie legt 4% zu

Glyphosat-Urteil sorgt für Kurssprung 30.10.2026, 13:37 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Erster Prozess gewonnen

Es ist der erste Glyphosat-Prozess, den Bayer seit dem wichtigen Urteil des US-Supreme-Court im Juni gewonnen hat. Die Klägerinnen hatten argumentiert, dass Roundup fehlerhaft entwickelt worden sei und Bayer beim Verkauf fahrlässig gehandelt habe.

Die Jury folgte dieser Argumentation nicht. Für Bayer ist das ein wichtiges Signal, weil damit auch andere Kläger vor größeren Hürden stehen könnten.

Die Bayer-Aktie reagierte prompt: Zeitweise lag das Papier mehr als 5 Prozent im Plus, zuletzt waren es rund 4 Prozent.

Supreme Court stärkt Bayer

Bereits im Juni hatte der US-Supreme Court Bayer im Glyphosat-Streit einen wichtigen juristischen Erfolg beschert. Die Richter schränkten Klagen ein, die sich auf angeblich unzureichende Warnhinweise vor Krebsrisiken stützen.

Damit wurde ein zentraler Angriffspunkt der Kläger geschwächt. Der aktuelle Prozess zeigt nun erstmals, dass Bayer auch bei anderen Argumentationslinien erfolgreich sein kann.

Milliarden-Entscheidung steht noch aus

Entwarnung gibt es allerdings noch nicht. Bayer versucht weiterhin, Zehntausende Glyphosat-Klagen mit einem Vergleich über 7,25 Milliarden Dollar beizulegen. Eine Entscheidung eines Gerichts in Missouri steht noch aus.

Für Anleger bleibt genau diese Entscheidung der nächste entscheidende Faktor. Sollte der Vergleich genehmigt werden, könnte Bayer einen großen Teil des jahrelangen Rechtsrisikos hinter sich lassen.

Kommt jetzt die Wende?

Der aktuelle Prozessgewinn sorgt damit für neuen Optimismus. Ob daraus tatsächlich eine nachhaltige Trendwende für die Bayer-Aktie wird, dürfte vor allem davon abhängen, wie die noch offenen Glyphosat-Verfahren und der Milliardenvergleich ausgehen.

Für Bayer ist der Sieg dennoch ein wichtiger Schritt – und die Börse honoriert ihn bereits.

Bn-Redaktion/js
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