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Gold über 4.700 Dollar

Warum der sichere Hafen wieder gefragt ist 24.08.2026, 12:59 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Gold
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
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Name Aktuell Diff. Börse
Gold 4.662,79 USD +1,29 % Forex

Goldpreis erreicht höchsten Stand seit Mai

Am Montag kletterte der Goldpreis im frühen europäischen Handel zeitweise über 4.700 Dollar je Feinunze, umgerechnet rund 4.029 Euro. Der Spotpreis lag zuletzt bei rund 4.650 Dollar, umgerechnet etwa 3.986 Euro, während Gold-Futures ebenfalls oberhalb von 4.700 Dollar gehandelt wurden. Damit setzt das Edelmetall seine kräftige August-Rally fort. Allein im laufenden Monat legte Gold zuletzt mehr als 13 % zu und steuert damit auf einen der stärksten Monate seit Jahrzehnten zu.

US-Schulden werden zum Kurstreiber

Ein wichtiger Auslöser der jüngsten Bewegung ist die Entwicklung am US-Anleihemarkt. Das US-Finanzministerium kündigte an, seine Rückkäufe langlaufender Staatsanleihen von 2 Milliarden Dollar auf 4 Milliarden Dollar je Auktion zu verdoppeln. Die Maßnahme soll den Markt stabilisieren, hat zugleich aber Sorgen über die langfristige Tragfähigkeit der US-Staatsfinanzen verstärkt. Die US-Staatsverschuldung liegt inzwischen bei mehr als 40 Billionen Dollar, umgerechnet rund 34,3 Billionen Euro.

Schwächerer Dollar stützt das Edelmetall

Zusätzliche Unterstützung erhielt Gold durch die jüngste Schwäche des US-Dollars. Der Dollar-Index verlor im Wochenverlauf zeitweise deutlich, nachdem die Maßnahmen des Finanzministeriums Zweifel an der weiteren Entwicklung der US-Währung ausgelöst hatten. Da Gold international in Dollar gehandelt wird, kann ein schwächerer Dollar das Edelmetall für Käufer außerhalb der USA attraktiver machen. Gleichzeitig suchen Investoren verstärkt nach Sachwerten, wenn Zweifel an Währungen und Staatsfinanzen zunehmen.

Jackson Hole rückt in den Mittelpunkt

Trotz der starken Rally bleibt die weitere Entwicklung offen. Anleger warten auf neue US-Inflationsdaten und insbesondere auf den Auftritt von Fed-Chef Kevin Warsh beim Notenbanktreffen in Jackson Hole. Hinweise auf den künftigen Zinskurs könnten erhebliche Auswirkungen auf Gold, den Dollar und die Anleiherenditen haben. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen liegt weiterhin bei rund 4,7 %, während 30-jährige Papiere zuletzt oberhalb von 5,2 % rentierten.

Rekordhoch bleibt noch außer Reichweite

Trotz der starken August-Bewegung liegt Gold weiterhin unter seinem bisherigen Rekordhoch von nahezu 5.600 Dollar je Feinunze, umgerechnet rund 4.800 Euro. Damit bleibt noch Abstand zum Spitzenwert, zugleich hat sich das technische Bild zuletzt deutlich aufgehellt. Entscheidend dürfte nun sein, ob Sorgen über Staatsverschuldung und Währungsstabilität anhalten. Bleibt der Druck auf Dollar und Anleihemärkte bestehen, könnte Gold weiter von seiner Rolle als Absicherungsinstrument profitieren.

Bn-Redaktion/tb
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