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VW-Aktie fällt

Warum die Lage jetzt ‚mehr als kritisch‘ ist 24.08.2026, 12:28 Uhr Jetzt kommentieren: 0

VW
AI MODIFIED Inhalte teilweise mit KI erstellt.
© Foto von Andrea De Santis auf Unsplash
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Name Aktuell Diff. Börse
Volkswagen (VW) Vz 73,54 EUR -2,04 % Lang & Schwarz

Volkswagen-Aktie gerät unter Druck

Die Volkswagen-Vorzugsaktie notiert am 24. August 2026 zeitweise bei 73,58 Euro und damit 1,87 % unter dem Schlusskurs des vorherigen Handelstags von 74,98 Euro. Gleichzeitig liegt das Papier rund 31 % unter seinem 52-Wochen-Hoch von 107,30 Euro. Die Marktkapitalisierung beträgt derzeit etwa 15,1 Milliarden Euro. Damit spiegelt der Aktienkurs die Unsicherheit wider, die den Konzern vor der nächsten Phase seines Sparprogramms begleitet.

Blume warnt vor „mehr als kritischer“ Lage

Oliver Blume sieht dringenden Handlungsbedarf. Die operative Rendite von 3,8 % sei im derzeitigen Umfeld zwar solide, reiche aber nicht aus, um langfristig genügend Mittel für neue Technologien, neue Produkte und die Standorte zu erwirtschaften. Volkswagen sei nach Einschätzung des Konzernchefs überdimensioniert, zu langsam und zu kompliziert. Selbst die im vergangenen Jahr um durchschnittlich 20 % gesenkten Fabrikkosten in deutschen Werken reichen demnach nicht aus.

Vier Werke bleiben im Fokus

Besonders angespannt ist die Situation in Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm. Für diese Standorte gibt es laut Blume derzeit keine wettbewerbsfähige Auslastungsperspektive für die 2030er-Jahre. Eine konkrete Entscheidung über Werksschließungen wurde allerdings noch nicht getroffen. Gleichzeitig muss Volkswagen Überkapazitäten in Europa bewältigen. Der Konzern steht unter Druck durch sinkende Erträge in China, neue chinesische Wettbewerber und Belastungen durch Importzölle in den USA.

Bis zu 50.000 Stellen sorgen für Unruhe

Zusätzliche Stellenstreichungen bleiben ein besonders sensibles Thema. Im Raum stehen bis zu 50.000 weitere Arbeitsplätze. Blume betont allerdings, dass diese Zahl „keine fixe Zielgröße“ sei, sondern den Umfang des notwendigen Handlungsbedarfs verdeutliche. Bereits bestehende Pläne sehen bis 2030 den Abbau von rund 50.000 Stellen bei Volkswagen, Audi, Porsche und Cariad in Deutschland vor. Die neuen Überlegungen könnten den Umbau damit nochmals erheblich verschärfen.

Neun Betriebsversammlungen werden zum nächsten Test

Bereits am 25. August beginnt in Wolfsburg eine Serie von neun Betriebsversammlungen. Am folgenden Tag stehen unter anderem Emden und Zwickau auf dem Programm, am 31. August folgt Hannover. Dort muss der Vorstand erklären, wie der Konzern Kosten reduzieren und gleichzeitig Zukunftsperspektiven für Beschäftigte und Standorte schaffen will. Für die Volkswagen-Aktie dürften neue Aussagen zum Sparkurs, möglichen Werksschließungen und weiteren Stellenstreichungen entsprechend aufmerksam verfolgt werden.

Bn-Redaktion/tb
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