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Teils schwache Umsatzentwicklung bringt Redcare unter Druck 07.01.2026, 12:46 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Redcare Pharmacy 49,92 EUR -0,16 % Lang & Schwarz

FRANKFURT (dpa-AFX) - Teils schwächer als erwartete Umsatzzahlen im vierten Quartal haben die Aktie von Redcare Pharmacy am Mittwoch belastet. Das Papier der Versandapotheke (Shop Apotheke), das seit Anfang November wieder auf Tiefständen von vor rund drei Jahren notiert und sich erst langsam wieder angefangen hatte zu erholen, gab gegen Mittag als Schlusslicht im MDax 6,2 Prozent auf 67,05 Euro nach. Analysten verwiesen vor allem darauf, dass die Erlöse mit rezeptfreien Medikamenten enttäuscht hatten.

Analyst Martin Comtesse von Jefferies, der sich am Vortag vor dem Zwischenbericht von Redcare noch optimistisch geäußert hatte, sprach nun von einer durchwachsenen Geschäftsentwicklung: Zwar sei das Geschäft mit rezeptpflichtigen Medikamenten in Deutschland zum Jahresende stark gewachsen, doch das verlangsamte Wachstum mit rezeptfreien Mitteln inmitten der Grippesaison sei eine "klar negative Überraschung".

Insgesamt aber sei der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent gestiegen, was in starkem Kontrast zum rund 50-prozentigen Kursrückgang der Aktie in derselben Zeit stehe. Entsprechend sieht Comtesse 2026 Aufwärtspotenzial.

Analyst Felix Dennl von der Privatbank Metzler äußerte sich ebenfalls negativ über das deutlich abgeschwächte Umsatzwachstum im Geschäftsbereich Rezeptfreies. Das sei umso erstaunlicher, da die Zahl der Grippeerkrankungen in Deutschland 2025 vor allem im Dezember höher gewesen sei als im Jahr zuvor. Über den kräftigen Wachstumsschub von rund 60 Prozent durch das elektronische Rezept im vierten Quartal äußerte sich Dennl positiv, und sieht darin eine verstärkte Nutzung dieser Möglichkeit der Medikamentenbestellung durch chronisch Kranke. Zudem dürfte eine höhere Aktivitätsrate und Bestellhäufigkeit den Anstieg des aktiven Kundenstamms auf nunmehr 13,9 Millionen erklären.

Druck auf den Aktienkurs hatte der Metzler-Analyst angesichts des Zahlenwerks zwar erwartet, bleibt aber von den "mittelfristigen strukturellen Wachstumschancen überzeugt". So könnte eine mögliche Erhöhung der Zuzahlung für verschreibungspflichtige Medikamente für gesetzlich Krankenversicherte in Deutschland Verbraucher dazu anregen, ihre Einkäufe von stationären Apotheken auf günstigere Online-Alternativen zu verlagern, erwartet Dennl./ck/err/mis

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