AKTIEN IM FOKUS 2

Chip- und KI-Werte mit Erholungsversuch - Asien legt vor 03.07.2026, 11:55 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Infineon Technologies 77,40 EUR +2,52 % Lang & Schwarz
Micron Technology 901,55 EUR +5,51 % Lang & Schwarz
Samsung Electronics 311.150,13 KRW +9,91 % TTMzero RT
AIXTRON 49,34 EUR +9,39 % Baader Bank

(neu: Kurse, Experten und Details)

FRANKFURT/SEOUL/NEW YORK (dpa-AFX) - Im asiatischen Handel hat am Freitag eine Erholung bei Chipwerten begonnen, die sich auch nach Europa erstreckt. Nachdem sich die US-Börse Nasdaq 100 US6311011026 am Vortag noch sehr schwach in das verlängerte Wochenende verabschiedet hatte, konnten die zuletzt heftig abgerutschten KI-Profiteure in Fernost zu Wochenschluss wieder deutlich zulegen. Die Intensität von Rückschlägen und anschließenden Erholungen spricht aber für eine immense Nervosität der Anleger.

Der Marktbeobachter Stephen Innes sprach von Eindeckungen durch Anleger, die bei Chipwerten auf fallende Kurse spekuliert hatten. An der koreanischen Börse zeige sich, "wie schnell ein überdehntes Gummiband zurückschnellen kann, wenn sich alle Marktteilnehmer in dieselbe Richtung positionieren". Der südkoreanische Kospi KRD020020008 schnellte am Freitag um fast sechs Prozent hoch, nachdem er sich insgesamt fast 19 Prozent von seinem Mitte Juni aufgestellten Rekordhoch entfernt hatte.

Die Titel von SK Hynix KR7000660001 hatten in jüngster Zeit sogar mehr als 30 Prozent verloren und holten davon am Freitag mehr als zehn Prozent wieder auf. Experte Jim Reid von der Deutschen Bank verwies außerdem auf einen starken Anstieg bei Samsung Electronics KR7005930003, nachdem Berichte über Gespräche mit dem KI-Plattformanbieter Anthropic zur Fertigung eines maßgeschneiderten KI-Chips bekannt wurden.

In Deutschland kam der Rückenwind bei Infineon DE0006231004 mit einem Anstieg um 1,4 Prozent an. Im Chip-Zuliefer- und Ausrüsterbereich war die Erholung hierzulande teilweise etwas ausgeprägter bei Aixtron DE000A0WMPJ6, Siltronic DE000WAF3001, Suss Microtec DE000A1K0235, PVA Tepla DE0007461006 sowie LPKF DE0006450000.

Aktien von US-Branchengrößen wie Micron US5951121038 oder die in New York notierten Speicherhersteller Sandisk US80004C1018 und Western Digital US9581021055 sind zu Wochenschluss im deutschen Tradegate-Handel auch schon wieder begehrt. In New York pausiert am Freitag die Börse wegen der anstehenden Feierlichkeiten zum 250-jährigen Bestehen der USA.

Zuletzt war die Sorge wieder größer geworden, dass die KI-getrieben Rekordrally übertrieben wurde - zunächst wegen Bedenken vor einem zunehmenden Kostendruck durch steigende Chippreise und dann noch wegen neuer Sorgen, dass es überschüssige Rechenkapazitäten geben könnte. Dazu beigetragen hatten am Vortag Spekulationen, dass der Social-Media-Konzern Meta diese an den Markt weiterverkaufen will.

Laut der Helaba macht eine mögliche KI-Blase schon wieder die Runde. Die Landesbank kommt aber zu dem Fazit, dass die Situation "nur auf den ersten Blick blasenverdächtig" sei. Das Thema bringe zwar alles dafür mit, laut dem Aktienmarktstrategen Markus Reinwand sind jedoch von sechs Kriterien höchstens drei erfüllt. "Das aus unserer Sicht wichtigste Indiz für eine Überhitzung, nämlich eine extrem hohe Bewertung, ist im Technologiesektor derzeit nicht zu beklagen".

Anleger sollten laut Reinwand aber wachsam bleiben. "Gerade in den Bereichen, die bislang stark von Investitionen rund um das Thema Künstliche Intelligenz profitiert haben, sollte das Gewinnwachstum nicht einfach fortgeschrieben werden", gibt er zu bedenken. "Außerdem wäre es ungewöhnlich, wenn es bei einer derartigen technologischen Revolution nicht auch zu Überinvestitionen und Fehlallokationen kommen würde.

Auf Gesamtmarktebene sind laut Reinwand kräftig zulegende Unternehmensgewinne notwendig, um die Bewertungen zu rechtfertigen. Dies sei aber keine ausgemachte Sache. Mittelfristig glaubt er aber, dass die KI-Vorteile auch in anderen Wirtschaftszweigen ankommen. Diese Einschätzung teilt die Pimco-Ökonomin Tiffany Wilding: "Auf lange Sicht könnte die KI deflationär wirken, wenn sie die Produktivität steigert, das effektive Angebot erweitert und die Lohnstückkosten senkt".

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter aufwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 0,00
Hebel: 21,10
mit starkem Hebel
Ask: 1,87
Hebel: 4,14
mit kleinem Hebel
Smartbroker
Vontobel
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: VY770D VY5T5H. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer