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Anleger lassen Luft aus KI-Aktien - Herbe Verluste in Seoul 23.06.2026, 08:42 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Infineon Technologies 81,73 EUR -5,64 % TTMzero RT
STMicroelectronics 64,95 EUR -6,87 % TTMzero RT
AIXTRON 56,43 EUR -6,40 % Quotrix Düsseldorf
SUESS MicroTec 95,55 EUR -11,57 % Lang & Schwarz
SILTRONIC AG 90,85 EUR -5,12 % Lang & Schwarz

Hohe Kursverluste an der südkoreanischen Börse dürften am Dienstag auch an Europas Aktienmärkten ihre Spuren hinterlassen. Investoren strichen in Fernost einen Teil der immensen Kursgewinne ein. Vor allem die mit Künstlicher Intelligenz verbundenen Papiere aus der Halbleiterbranche dürften daraufhin europaweit Federn lassen.

Der südkoreanische Kospi-Index sackte um gut acht Prozent ab. Zwischenzeitlich wurde der Aktienhandel unterbrochen wegen der großen Kursausschläge. Am Freitag war der Index nach einer im April begonnenen Rally auf ein Rekordhoch gestiegen, hatte die Gewinne am Ende jedoch nicht halten können. Aktien des Herstellers von Halbleitersubstraten Haesung beispielsweise brachen am Dienstag um fast 20 Prozent ein. Papiere des Elektronikkonzerns Hansol Technics büßten 16 Prozent ein.

Chipproduzent SK Hynix KR7000660001 hatte erst tags zuvor Samsung KR7005930003 als wertvollstes börsennotiertes Unternehmen Südkoreas abgelöst. Nun verloren beide zweistellig.

Im deutschen vorbörslichen Handel auf Tradegate fielen Infineon DE0006231004 um 3,7 Prozent im Vergleich zum Xetra-Schluss am Vortag. Anteile der Chip-Ausrüster Aixtron DE000A0WMPJ6 und Suss Microtec DE000A1K0235 verloren 3,7 respektive 7,6 Prozent. Aktien des Chipwafer-Produzenten Siltronic DE000WAF3001 wurden 3,2 Prozent niedriger gehandelt.

"Seoul ist an den Märkten der empfindlichste Seismograph für Künstliche Intelligenz geworden", schrieb Marktexperte Steven Innes. Denn in dem Land seien die Produktion von Speicherchips, die Investitionen in den Halbleitersektor und der Handel mit diesen Produkten auf das Engste miteinander verflochten. Innes sprach auch davon, dass KI-Aktien zu jedermanns Liebling geworden seien.

Investoren stellten derzeit nicht die Frage nach den technischen Möglichkeiten von KI, sondern vielmehr finanzielle Fragen: "Wer verdient am Ende das Geld? Wer finanziert den Aufbau der Produktion? Und wer bezahlt die Zinsrechnung, wenn sich die Technik erst später rentiert, als es der Markt erwartet?"

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