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Chemiewerte im Blick nach Jefferies-Report - Lanxess und Evonik 20.05.2026, 08:35 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Lanxess 16,04 EUR +0,09 % Lang & Schwarz
Wacker Chemie 94,60 EUR +0,29 % Lang & Schwarz
Brenntag 56,19 EUR +0,05 % Lang & Schwarz
BASF 49,59 EUR +0,25 % Lang & Schwarz
Evonik Industries 15,89 EUR +0,03 % Lang & Schwarz

Besonders Evonik DE000EVNK013 und Lanxess DE0005470405 stehen am Mittwoch nach einer Analyse der Chemiebranche der Investmentbank Jefferies im Fokus. Deren Analyst Marcus Dunford-Castro empfahl Evonik zum Kauf, worauf die Aktien vorbörslich positiv reagierten. Für Lanxess senkte er derweil nach der starken Erholungsrally im März den Daumen und stuft sie nun mit "Underperform" ein. Die Lanxess-Aktien fielen daraufhin auf der Handelsplattform Tradegate bis an ihre 50-Tage-Linie zurück.

Die Preise für Chemieprodukte seien aktuell "hot", die Nachfrage allerdings nicht, so der Experte. Angetrieben würden sie vor allem durch Versorgungsprobleme im Zuge des Nahost-Kriegs. Es gebe allerdings bereits Anzeichen der Umkehr des Preisauftriebs. Die Kursrally von Lanxess sei deutlich dynamischer gewesen als bei der Konkurrenz und auch viel deutlicher als der Anstieg der Gewinnerwartungen.

Anders als bei Lanxess passe die Kursentwicklung bei Evonik besser zum Anstieg der Ergebnisschätzungen. Hier sei der Rückenwind und die Nachfrage-Normalisierung auch viel besser absehbar. Der Analyst hob den hohen Geschäftsanteil in vergleichsweise defensiven Endmärkten hervor.

Den Chemikalienhändler Brenntag DE000A1DAHH0 stuft Dunford-Castro nicht mehr negativ, sondern mit "Hold" ein. Die Papiere des DaxDE0008469008-Konzerns zogen im schwächer erwarteten Markt etwas an.

Der europäische Chemiesektor zählte zunächst zu den größten Leidtragenden des Kriegs in Nahost. Der Branchenindex Stoxx Europe 600 EU0009658202 Chemicals EU0009658608 erreichte nach über 11 Prozent Kriegsminus am 23. März das tiefste Niveau seit Herbst 2022. Anschließend sorgten positive Preiseffekte und nachlassender Konkurrenzdruck aus Fernost aber für eine fulminante Erholung auf ein neues Jahreshoch. Nach einem Monat ebbte die Rally aber im April bereits wieder ab.

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