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Immobilienwerte leiden besonders unter Inflationsrisiken 23.03.2026, 11:55 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
TAG Immobilien 13,34 EUR +3,89 % L&S Exchange
British Land Company 4,118 EUR +0,05 % Lang & Schwarz
LEG Immobilien 56,73 EUR +1,75 % Lang & Schwarz
Vonovia 21,64 EUR +1,57 % Lang & Schwarz
STOXX Europe 600 Real Estate Cap STXE 600 Rea Es Cap EUR (Price) 119,08 PKT +0,92 % STOXX

Europäische Immobilienaktien haben am Montag mit einer weiteren Talfahrt zu den größten Verlierern im sehr schwachen Gesamtmarkt gezählt. Sie stehen wegen der Inflationsrisiken durch die hohen Ölpreise infolge des Iran-Kriegs besonders deutlich unter Druck.

Das Branchenbarometer Stoxx Europe 600 Real Estate CH0043274395 rutschte gegen Mittag um 3,6 Prozent ab und markierte den tiefsten Stand seit dem Zoll-Schock durch US-Präsident Donald Trump im vergangenen April. Seit Ausbruch des von ihm angezettelten Kriegs gegen den Iran Ende Februar hat der davor gut gelaufene Sektor 17 Prozent eingebüßt - damit sind im marktbreiten Stoxx Europe 600 EU0009658202 nur Rohstoffwerte noch schwächer.

Größter Dax DE0008469008-Verlierer war zu Wochenbeginn Vonovia DE000A1ML7J1 mit einem Kursrückgang um 6 Prozent. Kaum besser hielten sich TAG Immobilien DE0008303504, Aroundtown LU1673108939 und LEG DE000LEG1110 im MDax DE0008467416 mit Abschlägen von bis zu 5,1 Prozent. Für Patrizia DE000PAT1AG3 ging es im SDax DE0009653386 um 3,9 Prozent bergab. Auch im britischen FTSE 100 GB0001383545, der etliche Immobilientitel beinhaltet, lagen Werte wie British Land GB0001367019, Segro GB00B5ZN1N88 und Land Securities GB00BYW0PQ60 mit deutlichen Verlusten weit hinten.

"Je länger die Rohölpreise auf hohem Niveau bleiben, desto mehr werden die Zentralbanken in die Ecke gedrängt", kommentierte Marktstratege Stephen Innes von SPI Asset Management. Damit weiche die Aussicht auf Zinssenkungen zunehmend einer drohenden Straffung der Geldpolitik - nicht wegen eines starken Wirtschaftswachstums, sondern angesichts der hartnäckigen Inflation. Dies führe zu einer gefährlichen Stagflation - also einer Kombination aus wirtschaftlicher Schwäche bei gleichzeitig steigenden Preisen.

Vor diesem Hintergrund deutet Innes die steigenden Anleiherenditen nicht als Zeichen von Zuversicht, sondern als Stresssignal. Der Anstieg gerade bei kurz laufenden Papieren deute darauf hin, dass der Markt die Währungshüter zunehmend unter Druck sehe, mit höheren Zinsen auf die Inflation zu reagieren. Bei länger laufenden Anleihen sieht es nicht besser aus: Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe erreichte zuletzt den höchsten Stand seit dem Jahr 2011. Diese Entwicklung ist Gift für Immobilienaktien, da sie die Finanzierungen verteuert.

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