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MBB sehr schwach trotz Gewinnsprung bei Beteiligung Vorwerk 12.05.2026, 13:53 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
MBB 198,70 EUR -7,69 % Baader Bank
Friedrich Vorwerk Group 73,00 EUR -11,76 % Baader Bank

Ein Gewinnsprung im vergangenen Quartal hat der Holdinggesellschaft MBB DE000A0ETBQ4 am Dienstag keinen Kursauftrieb gegeben. Mit Verlusten von 5,8 Prozent zählten die Aktien um die Mittagszeit zu den schwächsten Titeln im Nebenwerte-Index SDax DE0009653386. Damit brachen sie aus der Konsolidierungsspanne der vergangenen Tage nach unten aus - die Kursbilanz seit Jahresbeginn ist nun wieder negativ.

Etwas besser erging es den Papieren der wichtigen Beteiligung Friedrich Vorwerk DE000A255F11, deren Profitabilitätssprung MBB als maßgeblichen Grund für die eigene, deutliche Ergebnissteigerung anführte: Nachdem die Friedrich-Vorwerk-Papiere erst einmal den dritten Tag in Folge der vorangegangenen Erholung Tribut gezollt hatten, schafften sie es zeitweise ins Plus, verloren zuletzt aber wieder 0,8 Prozent.

Bei MBB stieg zum Jahresauftakt der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um über 40 Prozent. Neben Vorwerk habe auch der IT-Dienstleister und Softwarehersteller DTS die operative Marge steigern können, hieß es. Derweil ging der Umsatz der Holding um knapp 9 Prozent zurück.

Für den Pipeline- und Anlagenbauer für Erdgas-, Strom- und Wasserstoffanwendungen Vorwerk stand trotz ungünstiger Witterungsbedingungen ein Umsatzplus von 4,6 Prozent zu Buche. Das operative Ergebnis (Ebitda) zog dank gesunkener Materialkosten, gestiegener Ergebnisanteile aus Arbeitsgemeinschaften sowie eines Grundstückverkaufs sogar um 75 Prozent an.

Jefferies-Analyst Martin Comtesse sprach von einem witterungsbedingt erwartungsgemäß schwachen Jahresstart von Vorwerk. Die operative Marge bleibe mit 22,8 Prozent deutlich hinter dem Spitzenwert von 28,8 Prozent aus dem Schlussquartal 2025 zurück, rangiere aber immer noch in der Mitte der Zielspanne für das laufende Jahr, betonte er. Auch wenn die Vergleichsbasis in den kommenden Quartalen anspruchsvoller werde, sei das Unternehmen auf einem guten Weg zu seinen Zielen.

Der Experte blickt indes weiter vorsichtig auf die Vorwerk-Aktie. Er verwies auf den von der Bundesregierung vorgelegten Gesetzesentwurf, welcher Freileitungen gegenüber der Verlegung von Kabeln unter der Erde bei neuen Hochspannungsübertragungsprojekten vorzieht. Das seiner Meinung nach "faktische Ende" von Erdverlegungen könnte zum Gegenwind werden. Daher bleibt Comtesse beim Anlagevotum "Underperform". Das ebenfalls weiter gültige Kursziel von 65 Euro liegt knapp 17 Prozent unter dem aktuellen Bewertungsniveau.

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