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Anleger lassen vor Nahost-Friedensgesprächen Vorsicht walten 10.04.2026, 19:59 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
Dow Jones 49.449,53 PKT +1,80 % Ariva Indikation
US Tech 100 26.673,82 PKT +1,33 % Ariva Indikation
S&P 500 7.127,86 PKT +1,23 % Ariva Indikation

Nach der deutlichen Erholung in dieser Woche haben sich die Anleger an den US-Aktienmärkten am Freitag zurückgehalten. Die Waffenruhe im Iran bleibt fragil. Vor den am Wochenende geplanten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Pakistan richtete US-Präsident Donald Trump weitere martialische Drohungen an Teheran. Aktuelle US-Konjunktur- und Inflationsdaten hatten nur wenig Einfluss auf die Notierungen.

Von den Ölpreisen, die momentan im Zuge des Iran-Kriegs der wichtigste Taktgeber für die globalen Börsen sind, kamen keine neuen Impulse. Sie notierten etwa auf Vortagesniveau, womit sich an den Inflations- und Konjunkturerwartungen nichts ändert.

Der Dow Jones Industrial US2605661048 fiel zuletzt um 0,5 Prozent auf 47.928 Punkte. Damit deutet sich für den US-Leitindex ein Wochengewinn von mehr als drei Prozent an. Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 sank am Freitag um 0,1 Prozent auf 6.816 Zähler. Der Nasdaq 100 US6311011026 zeigte sich kaum verändert bei 25.091 Punkten. Dies signalisiert für den technologielastigen Index auf Wochensicht ein Plus von rund vier Prozent.

Die Stimmung der Verbraucher in den USA - gemessen am Konsumklimaindex der Universität Michigan - trübte sich im April stärker als erwartet ein und fiel auf ein Rekordtief. Unterdessen trieb der Iran-Krieg die US-Inflationsrate im März deutlich nach oben. Im Jahresvergleich stiegen die Verbraucherpreise um 3,3 Prozent, verglichen mit 2,4 Prozent im Februar. Volkswirte hatten im Schnitt allerdings mit einem noch etwas stärkeren Anstieg auf 3,4 Prozent gerechnet. Experten gehen nun überwiegend davon aus, dass die US-Notenbank vorerst nicht an der Zinsschraube dreht und zunächst die weitere Entwicklung abwarten wird.

Branchenseitig im Fokus standen erneut Softwarewerte, die tags zuvor wieder einen schwarzen Tag verzeichneten. Der Sektor leidet bereits seit einiger Zeit stark unter KI-Verdrängungssorgen. Mit dem Nahostkrieg wurde die Situation für die Anleger nicht besser. Citigroup strich nun ihre Empfehlungen für einige Werte, was unter anderem die Aktien von Docusign US2561631068 und Autodesk US0527691069 um 6,0 beziehungsweise 4,1 Prozent nach unten zog.

Eine skeptische Analystenstudie sorgte bei den Papieren von Nike US6541061031 für einen Verlust von 2,9 Prozent. Die Experten von Piper Sandler stuften sie ab, vor allem aus Sorge um das gesättigte Athleisure-Geschäft mit modischer Sportbekleidung.

Die Aktien von CoreWeave US21873S1087 stiegen um weitere 12,4 Prozent. Zuvor hatte der Anbieter von Cloud-Kapazität im Bereich Künstlicher Intelligenz mitgeteilt, dass der KI-Spezialist Anthropic Rechenzentrumskapazitäten anmieten wird. Bereits tags zuvor hatte CoreWeave eine deutlich langfristige Vereinbarung mit dem Betreiber sozialer Netzwerke Meta US30303M1027 im Volumen von rund 21 Milliarden US-Dollar bekanntgegeben.

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