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Anleger zurückhaltend vor Ende von Iran-Ultimatum 07.04.2026, 20:13 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Die US-Börsen haben am Dienstag vor Ablauf des Ultimatums von US-Präsident Donald Trump an den Iran Verluste verzeichnet. Allerdings erholten sich die wichtigsten US-Aktienindizes von ihren Tagestiefs merklich. Der Dow Jones Industrial US2605661048 notierte zuletzt 0,3 Prozent tiefer bei 46.518 Punkten. Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 verlor 0,2 Prozent auf 6.596 Zähler. Für den technologielastigen Nasdaq 100 US6311011026 ging es um 0,5 Prozent auf 24.082 Punkte abwärts.

Stunden vor Ende seines Ultimatums richtete Trump noch einmal eine harsche Drohung an den Iran. "Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen, um nie wieder zurückzukehren", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Der Iran meldete Explosionen auf der Insel Charg im Persischen Golf, die vom US-Militär bereits Mitte März aus der Luft angegriffen worden war. Israels Luftwaffe griff nach Angaben des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu iranische Eisenbahnstrecken und Brücken an. Laut US-Medienberichten kappte Teheran mittlerweile die diplomatischen Kontakte zu Washington.

Im Fokus steht die Forderung Trumps, die Straße von Hormus wieder zu öffnen. Diese Meeresenge ist ein wichtiger Transportweg, nicht zuletzt für Öl und Flüssiggas. Ob es zu einer raschen Einigung oder gar einer Eskalation mit weiter steigenden Ölpreisen kommt, ist unklar. Das Ultimatum von US-Präsident Donald Trump läuft am Mittwochmorgen um 2.00 Uhr (MESZ) ab.

Die Aktien von Apple US0378331005 erholten sich etwas von ihrem fünfprozentigen Kursverlust aus dem frühen Handel und notierten zuletzt noch 2,7 Prozent im Minus. Zunächst hatte das Nachrichtenmagazin "Nikkei Asia" unter Berufung auf ungenannte Quellen berichtet, dass der Technologiekonzern bei der Entwicklung eines faltbaren iPhones in der technischen Testphase auf Probleme stößt. Dadurch könne sich der Produktions- und Lieferplan um Monate verzögern.

Kreisen zufolge wird das Gerät aber planmäßig auf den Markt kommen. Das Unternehmen plane, das faltbare Modell im September zusammen mit dem iPhone 18 Pro und dem Pro Max vorzustellen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Offiziell hat sich Apple noch nicht konkret zur Einführung eines Falt-iPhones geäußert.

Die Papiere von Intel US4581401001 legten um 3,0 Prozent zu und bauten ihren Kursgewinn im bisherigen Jahresverlauf auf rund 42 Prozent aus. Intel schließt sich der Initiative des Tech-Milliardärs Elon Musk zur Entwicklung von Halbleitern für dessen Unternehmen Tesla US88160R1014, SpaceX und xAI an. Das sogenannte Terafab-Projekt ist ein großangelegter Plan von Musk, langfristig eigene Chips für Robotik, Künstliche Intelligenz und Weltraum-Rechenzentren herzustellen. Das Vorhaben zielt darauf ab, jedes Jahr eine enorme Rechenleistung zu erzeugen - etwa 1 Terrawatt Kapazität pro Jahr.

Deutlich nach oben ging es für die Aktien privater Krankenversicherer, nachdem bekannt wurde, dass das staatliche Krankenversicherungsprogramm Medicare den privaten Krankenversicherern im kommenden Jahr 2,48 Prozent mehr zahlen wird. Dies ist eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu den ursprünglich im Januar vorgeschlagenen Sätzen. Sie verbuchten die Papiere von Unitedhealth US91324P1021, Humana US4448591028 und CVS Health US1266501006 Kursgewinne zwischen 7,1 und 10,5 Prozent.

Die Titel von Broadcom US11135F1012 legten um 5,6 Prozent zu. Der Halbleiterkonzern gab eine Vereinbarung mit Alphabet US02079K3059 zur Entwicklung und Lieferung von Chips im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) bekannt. Damit macht Broadcom Nvidia US67066G1040 zunehmend Konkurrenz, dessen Aktie 1,0 Prozent einbüßte. Laut Jefferies-Analyst Blayne Curtis dürfte die langfristige Vereinbarung Broadcom einen Mindestumsatz im Bereich von rund 200 Milliarden Dollar garantieren.

Die Anteilscheine von Gilead Sciences US3755581036 sanken um 0,7 Prozent. Der Pharmakonzern will das deutsche Biotech-Unternehmen Tubulis GmbH für bis zu 5 Milliarden US-Dollar übernehmen. Gemäß den Bedingungen des Kaufvertrags erwirbt Gilead das gesamte Aktienkapital von Tubulis für 3,15 Milliarden Dollar in bar als Vorauszahlung und leistet bis zu 1,85 Milliarden Dollar an Meilensteinzahlungen.

Die Aktien von Arm Holdings US0420682058 büßten 4,4 Prozent ein, nachdem Morgan Stanley sie von "Overweight" auf "Equal-weight" abgestuft hatte. Die Pläne des Chipdesigners, eigene Chips zu verkaufen, berge Risiken und zudem könnte dies Vertriebskonflikte mit einigen seiner Lizenznehmer verursachen, hieß es.

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