Aktien New York Ausblick

Rekordrally pausiert - Halbleiter-Hausse geht weiter 02.06.2026, 14:27 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
Dow Jones 50.806,96 PKT -0,51 % Ariva Indikation
US Tech 100 30.493,82 PKT -0,05 % Ariva Indikation

Die US-Börsen dürften nach der jüngsten Rekordjagd am Dienstag erst einmal eine Pause einlegen. Dank der anhaltenden Halbleiter-Hausse sowie optimistischer Aussagen von US-Präsident Donald Trump zu einer Einigung mit dem Iran zeichnen sich aber nur moderate Verluste ab. Knapp anderthalb Stunden vor Handelsbeginn taxierte der Broker IG den Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 0,4 Prozent tiefer auf 50.861 Punkte. Den technologielastigen Nasdaq 100 US6311011026 sieht IG 0,1 Prozent im Minus bei 30.486 Punkten.

Trump nannte zuletzt die "nächste Woche" als Zeitraum für eine mögliche Einigung mit dem Iran auf ein Rahmenabkommen, das die Öffnung der Straße von Hormus umfasst. Das berichtete der US-Sender ABC News unter Berufung auf ein Telefon-Interview mit Trump. Dieser habe ergänzt, dass er noch Punkte klären müsse und dem Abkommen noch nicht zugestimmt habe. Auch aus dem Iran gibt es bislang keine öffentliche Zusage für eine Einigung. Trump hat in der Vergangenheit immer wieder optimistische Zeitpläne bekanntgegeben, die dann schnell von der Realität eingeholt wurden.

Bei HP Enterprise US42824C1099 dürfte angesichts eines vorbörslichen Kurssprungs von 30 Prozent die Rekordrally weitergehen. Schon zuletzt lag der Aktienkurs fast doppelt so hoch wie noch zu Jahresbeginn. Dank der anhaltend hohen Nachfrage nach KI-Infrastruktur überraschte der Server- und Speicherlösungs-Spezialist im vergangenen Quartal positiv. Zudem hob er die Umsatzziele für das laufende und kommende Geschäftsjahr deutlich an und lag damit ebenfalls klar über den Erwartungen. Damit folgte HP Enterprise dem Branchenkollegen Dell US24703L2025, der die Anleger vergangene Woche mit einer herausragenden Geschäftsentwicklung euphorisiert hatte.

Positive Aussagen von Nvidia-US67066G1040 Chef Jen-Hsun Huang katapultierten die Aktien von Marvell Technology US5738741041 um 19 Prozent hoch, womit sich hier ebenfalls ein weiterer Rekord abzeichnet. Huang adelte den Hersteller von Speicher-, Telekommunikations- und Halbleiter-Produkten auf der jährlichen IT- und Computermesse Computex in Taiwan als "nächstes Billionen-Dollar-Unternehmen". Bis dahin hat Marvell zwar noch eine Wegstrecke vor sich: Auf Basis des Montags-Schlusskurses war das Unternehmen an der Börse knapp 192 Milliarden US-Dollar wert. Doch mit dem Höhenflug, der Ende März begonnen und den Aktien schon ein Jahresplus von 158 Prozent beschert hat, stimmt die Richtung.

Huangs Aussagen zur zunehmenden Bedeutung von Kupfer und optischen Verbindungen für KI-Infrastruktur gaben auch anderen Branchentiteln schon vor Handelsbeginn Auftrieb. So zogen Lightwave Logic US5322751042, Lumentum US55024U1097 und Applied Optoelectronics US03823U1025 um bis zu 8,3 Prozent an.

Die Anteile von Microchip Technology US5950171042 verteuerten sich um 8,5 Prozent. Der Halbleiterkonzern berichtete für 2025 einen Umsatz von mehr als 300 Millionen Dollar mit Rechenzentrumslösungen - dieser soll im laufenden Jahr auf rund 500 Millionen Dollar steigen.

Derweil mussten die Anleger bei Alphabet US02079K3059 einen Kursrückgang von 2,8 Prozent verkraften. Der Google-Mutterkonzern will für den Ausbau seiner KI-Rechenzentren mit der Ausgabe neuer Aktien eine historische Summe von 80 Milliarden Dollar einnehmen. Im Vergleich zur Marktkapitalisierung von Alphabet erscheint die Maßnahme allerdings in einem ganz anderen Licht. Zuletzt wurde das Unternehmen von den Investoren mit gut 4,5 Billionen Dollar bewertet, womit es der zweitwertvollste Konzern weltweit hinter KI-Chipriese Nvidia mit einem Wert von 5,4 Billionen Dollar ist.

Eine Analystenabstufung dürfte den Buchhaltungssoftware-Spezialisten Intuit US4612021034 nach der jüngsten Erholung wieder unter Druck setzen: Vorbörslich ging es für die Anteile um 5,9 Prozent auf 333 Dollar bergab. Analystin Gabriela Borges von der US-Investmentbank Goldman Sachs rät mit einem deutlich gesenkten Kursziel von 276 Dollar nun zum Verkauf. "Zunächst dürfte sich die Lage noch verschlimmern", so ihre Begründung. Es werde angesichts zunehmender Konkurrenz schwer für Intuit, die langfristigen Ziele und die Markterwartungen zu erreichen.

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