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Aktien New York

Flucht aus Techwerten - Furcht vor KI-Regulierung 05.11.2026, 20:17 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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States 500 7.354,48 PKT -4,37 % Ariva Indikation
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Die Furcht vor einer stärkeren Regulierung auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz (KI) hat am Donnerstag am US-Aktienmarkt zu einem Ausverkauf bei Technologiewerten geführt. Zwei Tage nach den wegweisenden Wahlerfolgen der Demokraten bei den Zwischenwahlen in den Vereinigten Staaten brachen insbesondere die Papiere aus dem Umfeld der Chipbranche ein, die bis in die jüngste Vergangenheit als größte Profiteure des Hypes um KI gegolten hatten. Aber auch Standardwerte standen stark unter Druck. Anleger flohen aus Aktien und schichteten Gelder in den als sicher empfundenen Hafen der Staatsanleihen um.

Der Nasdaq 100 US6311011026 sackte um 5,8 Prozent auf 26.794 Punkte ab und fiel auf das Niveau von April zurück. Damit steuert der wichtigste Tech-Index auf einen seiner größten Tagesverluste in den letzten Jahren hin. Er war allerdings auch seit Anfang 2023 rasant gestiegen und hatte damit sehr stark von der Hoffnung auf gute Geschäfte mit Künstlicher Intelligenz profitiert. Erst im Oktober hatte das Börsenbarometer ein Rekordhoch erreicht. Seit Jahresanfang hat er noch um sechs Prozent zugelegt.

Für den marktbreiten S&P 500 US78378X1072 ging es am Donnerstag um 4,0 Prozent auf 7.382 Zähler nach unten. Der Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 fiel um 3,1 Prozent auf 51.709 Punkte. Hier liegt das Plus seit Jahresanfang noch bei 7,5 Prozent.

Bei den Zwischenwahlen am Dienstag hatten die Demokraten die Kontrolle über den Senat und das Repräsentantenhaus übernommen. Damit hatten viele Wähler nicht nur ihren Unmut über die hohen Lebenshaltungskosten oder die Politik von Präsident Donald Trump, sondern auch ihre Ablehnung gegenüber Rechenzentren zum Ausdruck gebracht. Diese sind für die extrem datenintensiven Anwendungen rund um Künstliche Intelligenz essenziell.

Kritiker der KI-Rechenzentren verweisen unter anderem auf deren hohen Strombedarf, der auch die Energiepreise für die Bevölkerung in die Höhe treiben könnte. Hinzukommen Sorgen wegen Lärm, Luftverschmutzung und Wassermangel sowie die Befürchtung, dass durch die Rechenzentren nur wenige dauerhafte Jobs entstehen.

Die Demokraten gelten den Chancen von Künstlicher Intelligenz gegenüber als skeptischer als die Republikaner, die sich eher für Deregulierung starkmachen. In Texas hat die designierte Gouverneurin Gina Hinojosa von den Demokraten bereits ein sofortiges Moratorium für den Bau von Rechenzentren gefordert.

Rechenzentren sind ein wesentlicher Bestandteil der KI-Infrastruktur und bestehen aus zahlreichen standardisierten Metallgestellen mit Halbleitern. Sollten die Investitionen in Rechenzentren zurückgehen, hätte dies in den kommenden Jahren massive Auswirkungen auf die Chiphersteller. Vor diesem Hintergrund sackten die Aktien von Nvidia US67066G1040 als Schlusslicht im Dow um fast neun Prozent ab. Noch viel heftiger erwischte es mit Seagate KYG7945J1040, Western Digital US9581021055 und Sandisk US80004C1018 große Werte aus dem Speicherbereich, die um bis zu 20 Prozent einbrachen.

Als Belastung hinzu kamen in diesem sehr schwachen Umfeld negative Unternehmensnachrichten. So konnte Arm Holdings US0420682058 mit dem Umsatzziel für das laufende Quartal nicht wirklich überzeugen. Für die Aktien des Chipdesigners ging es um mehr als 12 Prozent bergab. Die Anteilscheine von Micron US5951121038 büßten fast 16 Prozent ein. Der Halbleiterkonzern habe seine Pläne für ein Speicherchip-Werk in Taiwan wegen eines drohenden langwierigen Tarifkonflikts vorerst auf Eis gelegt, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Dies wirft Fragen hinsichtlich der Zukunft eines wichtigen Produktionsstandorts für entscheidende KI-Komponenten auf.

Die Furcht vor einer schärferen Regulierung verschreckte derweil auch am Donnerstag die Anleger von Aktien aus dem Firmenimperium des Tech-Milliardärs Elon Musk. So fielen die Papiere des Elektroautobauers Tesla US88160R1014 um 11,5 Prozent und die des Weltraum- und KI-Unternehmens SpaceX US84615Q1031 um 7,5 Prozent.

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