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Konfliktverschärfung in Nahost bremst nach frühem Nasdaq-Rekord 03.06.2026, 20:26 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
Dow Jones 50.838,76 PKT -0,95 % Ariva Indikation
US Tech 100 30.622,48 PKT -0,13 % Ariva Indikation
S&P 500 7.569,84 PKT -0,61 % Ariva Indikation

Die US-Börsen leiden am Mittwoch nach ihrer Rekordjagd unter Gewinnmitnahmen. Anleger entwickelten wieder mehr Bedenken, dass zunehmende Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran die Aussichten auf ein Friedensabkommen beeinträchtigen könnten. Die Folge gegenseitiger Angriffe waren weiter anziehende Ölpreise. Als Thema kamen noch neue Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump hinzu.

Dem Nasdaq 100 US6311011026 gelang zwar zum Auftakt erneut ein Rekord, doch zwei Stunden vor Schluss stand er mit 0,23 Prozent im Minus bei 30.590 Punkten. Für den Leitindex der Wall Street, den Dow Jones Industrial US2605661048, ging es um 0,80 Prozent auf 50.900 Zähler abwärts. Für den marktbreiten S&P 500 US78378X1072 droht eine neuntägige Gewinnstrecke mit einem halben Prozent Minus auf 7.572 Punkte zu reißen.

Obwohl über eine Verlängerung der seit knapp zwei Monaten geltenden Waffenruhe verhandelt wird, haben sich die USA und der Iran über Nacht eines der schwersten Feuergefechte seit Beginn der Waffenruhe geliefert. Experten von UBS warnten vor "Wachstumsrisiken durch einen anhaltenden Energieschock", die aber auch größere geldpolitische Straffungen unwahrscheinlich machten.

Wirtschaftsdaten wurden deshalb kritisch beäugt, ergaben aber ein robustes Bild. Bevor am Freitag der offizielle Jobbericht kommt, teilte der Dienstleister ADP mit, dass die US-Privatwirtschaft im Mai etwas mehr neue Stellen geschaffen hat als erwartet. Außerdem hat sich die Stimmung im US-Dienstleistungssektor im vergangenen Monat stärker als erwartet aufgehellt und im April war der Auftragseingang in der Industrie etwas stärker als erwartet gestiegen.

Trumps Zolldrohungen richten sich gegen insgesamt 60 Länder mit dem Argument, dass diese Importe von Produkten aus mutmaßlicher Zwangsarbeit nicht verhinderten oder bestehende Importverbote nicht genügend überprüften. Demnach müssen etwa die Europäische Union (EU), Großbritannien und die Schweiz sowie Kanada und China mit zusätzlichen Zöllen zwischen 10 und 12,5 Prozent rechnen.

In der Breite fehlte US-Aktien nun der Treibstoff für einen weiteren Anstieg. Vereinzelt hielt die KI-Euphorie aber an, wie Marvell Technology US5738741041 mit einer fortgesetzten Kursrally zeigten. Sie knüpften mit einem Anstieg um 5,3 Prozent an die jüngsten Sprünge an, die damit verknüpft wurden, dass der Nvidia-Chef Jensen Huang dem Unternehmen den Aufstieg in den Kreis der Eine-Billion-Dollar-Unternehmen zutraut.

Bei Chipwerten waren vermehrt noch Kursgewinne drin, während im Tech-Sektor die zuletzt schwankenden Software-Aktien sowie die stark gelaufenen IT-Werte unter Gewinnmitnahmen litten. Intel US4581401001-Aktien erholten sich um 3,6 Prozent vom jüngsten Rückschlag, der mit drohender Konkurrenz von Nvidia im Geschäft mit PC-Hauptprozessoren begründet worden war. Titel des Intel-Konkurrenten AMD US0079031078 legten um 3,5 Prozent zu und stellten erneute einen Rekord auf.

Weitere Gewinnmitnahmen gab es bei den Aktien von Palo Alto Networks US6974351057, die nach ihrer Bestmarke vom Montag mit minus sechs Prozent an ihre Vortagsverluste anknüpften. Das IT-Sicherheitsunternehmen hatte mit einem angehobenen Gewinnausblick auf das laufende Quartal positiv überrascht, doch Anleger halten die Potenziale des Unternehmens im Bereich der KI-Bedrohungen wohl für eingepreist.

Die Titel von Gamestop US36467W1099 sprangen um fast sieben Prozent hoch. Der Videospiele-Händler steigerte im vergangenen Quartal seinen Umsatz deutlich und erzielte einen Rekordgewinn. Zudem will er eigene Aktien im Wert von zwei Milliarden US-Dollar zurückkaufen.

Im Dow zogen die Aktien von Sherwin-Williams US8243481061 nach ihrem Rückgang der vergangenen Tage um 1,5 Prozent an. Der Lack- und Farbenhersteller und sein japanischer Branchenkollege Nippon Paint Holdings JP3749400002 haben ihre Pläne für eine Übernahme von Akzo Nobel NL0013267909 wegen des Widerstands der Niederländer aufgegeben.

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