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Leichte Verluste nach jüngster Erholung 02.04.2026, 20:16 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Dow Jones 49.223,86 PKT -0,20 % Ariva Indikation
US Tech 100 27.292,35 PKT +1,91 % Ariva Indikation
S&P 500 7.164,08 PKT +0,76 % Ariva Indikation

Die jüngste Erholung des Dow Jones Industrial US2605661048 ist am Donnerstag ins Stocken gekommen. Aussagen von US-Präsident Donald Trump zu fortgesetzten Angriffen gegen den Iran hatten zwischenzeitlich die Kurse deutlich belastet.

Der Dow gab zuletzt um 0,4 Prozent auf 46.389 Punkte nach. Für die verkürzte Börsenwoche deutet sich damit ein Plus von fast 3 Prozent an. An Karfreitag findet kein Handel statt, die Börsen öffnen wieder am Montag.

Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 verlor am Donnerstag 0,2 Prozent auf 6.560 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 büßte 0,4 Prozent auf 23.932 Punkte ein.

Trump stellte in einer Rede am Vorabend zwar erneut ein Ende des Krieges in Aussicht, bekräftigte aber frühere Drohungen. Die USA seien auf dem Weg, alle militärischen Ziele "sehr bald" zu erreichen, sagte er. Bis dahin werde es im Iran noch heftige Angriffe geben, potenziell wie schon angekündigt auch gegen Kraftwerke des Landes. "Wir werden sie in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen", sagte Trump. In der Zwischenzeit liefen weitere Gespräche.

Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Markets schrieb: "Die Börsen hatten gerade begonnen, eine friedlichere Zukunft einzupreisen - da schickt der US-Präsident neue Drohungen in Richtung Teheran."

Für nur etwas Entspannung sorgte zwischenzeitlich eine Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA, wonach der Iran derzeit an einem Protokoll mit dem Land Oman zur Überwachung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus arbeite. Dabei gehe es unter anderem um eine sichere Durchfahrt durch die Meerenge, hieß es unter Berufung auf den stellvertretenden iranischen Außenminister.

Die Anleger reagierten nach wie vor sehr stark auf Schlagzeilen und Äußerungen rund um den Iran-Krieg, sagte Mark Hackett, leitender Marktstratege beim Vermögensverwalter Nationwide Investment Management. Dem Experten zufolge ist es unwahrscheinlich, dass der Markt einen anhaltenden Aufwärtstrend verzeichnen wird, solange es keine konkreten Anzeichen für eine Deeskalation gibt.

Deutliche Schwäche zeigten die Aktien von Fluggesellschaften, denn der weiter gestiegene Ölpreis verteuert das Kerosin und erhöht damit die Kosten für die Unternehmen. So fielen Southwest Airlines US8447411088, United Airlines US9100471096 und American Airlines US02376R1023 zwischen zwei und mehr als vier Prozent.

Auch Papiere von Halbleiter-Unternehmen wurden gemieden. So sackten Arm Holdings US0420682058 um 5,5 Prozent ab. Der Sektor leidet unter der Furcht, dass die Energiepreise für längere Zeit hoch bleiben könnten. Zudem reagiere die Branche empfindlich auf die Aussicht auf steigende Zinsen, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst beim Handelshaus CMC Markets. Denn die US-Notenbank könnte sich gezwungen sehen, wegen des ölpreisbedingten Teuerungsschubs die Leitzinsen erst sehr viel später als erhofft zu senken oder gar zu erhöhen.

Aktien von Tesla US88160R1014 litten unter dem schwachen Marktumfeld und enttäuschenden Auslieferungszahlen. Die Papiere des Elektroautobauers fielen unter den schwächsten Werten im Nasdaq 100 um mehr als fünf Prozent.

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