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Nahost-Unsicherheit bremst US-Aktienmarkt 21.04.2026, 20:11 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
Dow Jones 49.160,20 PKT -0,57 % Ariva Indikation
US Tech 100 26.478,00 PKT -0,46 % Ariva Indikation
S&P 500 7.066,85 PKT -0,64 % Ariva Indikation

Am US-Aktienmarkt hat ein freundlicher Auftakt am Dienstag nicht lange angehalten. Die wichtigsten Indizes drehten vor dem Hintergrund der nach wie vor offenen Entwicklung des Iran-Krieges alle ins Minus. Allerdings waren die Verluste zuletzt nur moderaten Ausmaßes, weil immer noch Hoffnung auf weitere Gespräche zwischen Washington und Teheran besteht.

Der Dow Jones Industrial US2605661048 stand zwei Stunden vor Schluss mit 0,3 Prozent im Minus bei 49.282 Punkten. Im frühen Handel hatte er sich noch bis auf gut 150 Punkte der 50.000-Punkte-Marke genähert. Der Nasdaq 100 US6311011026 gab zuletzt um 0,2 Prozent auf 26.531 Zähler nach, während der marktbreite S&P 500 US78378X1072 um 0,4 Prozent auf 7.078 Punkte fiel. Ein erneutes Rekordhoch gelang im Verlauf nur dem Nasdaq 100, während der Dow von seiner Bestmarke ohnehin noch etwas entfernt liegt.

In der Nacht zum Donnerstag mitteleuropäischer Sommerzeit läuft die 14-tägige Waffenruhe ab. Dies zeigt, dass die Zeit drängt, doch nach wie vor ist es unklar, ob es zu neuen Gesprächen zwischen den USA und dem Iran kommt. US-Präsident Donald Trump gibt sich bis zuletzt optimistisch, doch aus dem Iran gibt es noch immer keine offizielle Zusage. Zögerlich wurden Anleger auch, weil sich die Abreise des US-Vizepräsidenten JD Vance nach Pakistan Medienberichten zufolge verzögert.

Unter den sieben Tech-Riesen standen zwei mit unterschiedlicher Tendenz besonders im Blick: Apple US0378331005 fielen um 2,5 Prozent, nachdem der iPhone-Hersteller eine Ablösung des langjährigen Konzernchefs Tim Cook bekannt gegeben hatte. Bei Amazon US0231351067 dagegen ging es um 1,7 Prozent nach oben, nachdem der Onlinehändler eine Vertiefung seiner Allianz mit dem OpenAI-Rivalen Anthropic bekanntgegeben hatte.

Bei Apple wird Cook den Chefsessel im September nach 15 Jahren an den Hardware-Chef John Ternus übergeben und an die Spitze des Verwaltungsrats wechseln. Anleger reagierten verunsichert, auch wenn sich Analysten in ersten Kommentaren gelassen zeigten. Mit dem Schritt werde die Kernstrategie und -vision des Unternehmens wohl beibehalten, doch das Potenzial für langfristige Veränderungen steige, schrieb etwa Morgan-Stanley-Analyst Eric Woodring.

Amazon will derweil viel Geld in den KI-Entwickler Anthropic investieren. In einem ersten Schritt sollen 5 Milliarden Dollar in den KI-Chatbot Claude gestreckt werden, in weiteren Schritten könnten es bis zu 20 Milliarden Dollar mehr werden. Umgekehrt will Anthropic in den kommenden zehn Jahren mehr als 100 Milliarden Dollar für Halbleiter und Rechenleistung von Amazon ausgeben. Das Unternehmen will auf Chips mit dem Namen Trainium zurückgreifen, um seine KI-Modelle zu trainieren.

Im Dow setzten sich Unitedhealth US91324P1021 nach überraschend starken Quartalszahlen mit einem Kurssprung um fast neun Prozent an die Spitze. Der Krankenversicherer wurde für das Gesamtjahr optimistischer. Außerdem sieht das Unternehmen Schwierigkeiten mit dem Vorhaben der Trump-Regierung, im nächsten Jahr Medikamente gegen Fettleibigkeit in die US-Krankenversicherung Medicare aufzunehmen. Dies lastete umgekehrt auf den Aktien von Eli Lilly US5324571083, die in einem schwachen Pharma-Branchenumfeld fast zwei Prozent verloren.

Beim Mischkonzern 3M US88579Y1010 dauerte es nach den Zahlen etwas, bis die Aktien eine klare Richtung einschlugen. Zuletzt verloren sie mehr als zwei Prozent. Das Unternehmen verfehlte mit seinem bereinigten Wachstum aus eigener Kraft die Erwartungen. Am Markt wurde dies als Zeichen gesehen, dass wirtschaftliche Turbulenzen den Sanierungsplan erschweren.

Für die Aktien der Luftfahrt- und Rüstungsunternehmen RTX US75513E1010 und GE Aerospace US3696043013 ging es um 3,7 respektive 6,1 Prozent bergab, obwohl beide etwas optimistischer für das Gesamtjahr wurden. Anleger zeigten sich aber besorgt wegen einer Warnung von GE vor Risiken der aktuell hohen Treibstoffpreise. Dies schürte die Befürchtung, dass Fluggesellschaften dazu übergehen, ihre Kapazitäten reduzieren.

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