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Weiter bergab - Dow auf Tief seit Oktober 20.03.2026, 19:21 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Dow Jones 50.590,30 PKT +0,63 % Ariva Indikation
US Tech 100 29.480,92 PKT +0,49 % Ariva Indikation
S&P 500 7.475,44 PKT +0,33 % Ariva Indikation

Angesichts einer fehlenden Deeskalation im Iran-Krieg und anhaltend hoher Ölpreise geht es am Freitag an den US-Börsen weiter bergab. Weitere Angriffe des Irans auf Öl- und Gasinfrastrukturen der Golfstaaten führten dazu, dass Anleger vor dem Wochenende das Risiko mieden. Verstärkt wurde die Anspannung von einem Bericht im "Wall Street Journal" über die US-Entsendung weiterer Kriegsschiffe und Truppen.

Der Dow Jones Industrial US2605661048 stand zwei Stunden vor Schluss 0,6 Prozent tiefer bei 45.740 Punkten. Im Verlauf hatte der US-Leitindex mit 45.684 Zählern sein niedrigstes Niveau seit Oktober erreicht. Für die laufende Woche bahnt sich ein Abschlag von 1,8 Prozent an.

Andere US-Indizes fielen am Freitag deutlicher: Der S&P 500 US78378X1072 um 1,1 Prozent auf 6.533 Punkte und der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 um 1,6 Prozent auf 23.975 Punkte. Das charttechnische Bild gilt damit als eingetrübt, denn die drei großen US-Indizes notieren inzwischen allesamt unterhalb ihrer 200-Tage-Durchschnittslinien.

"Da der Konflikt bisher innerhalb des von der US-Regierung angegebenen Zeitrahmens von 4 bis 6 Wochen bleibt, befinden wir uns möglicherweise noch in der Eskalationsphase", warnte der Barclays-Stratege Emmanuel Cau vor der Gefahr weiterer Verluste. Eine Deeskalation sei zwar nicht absehbar, wegen der wachsenden wirtschaftlichen, finanziellen und politischen Kosten des Krieges aber der wohl logischste nächste Schritt.

Neben den erneut gefragten Ölwerten waren am Freitag die Aktien von Fedex US31428X1063 eine positive Ausnahme. Sie stiegen um zwei Prozent in Richtung ihres Ende Februar erreichten Rekordhochs. Der Logistikkonzern präsentierte einen starken Quartalsbericht und hob trotz der kriegs- und zollbedingten Unsicherheiten sein Gewinnziel für das laufende Geschäftsjahr an. Den Grund dazu lieferten Fortschritte beim Netzwerk-Umbau sowie beim Sparprogramm.

Im Technologiesektor fielen ARM Holdings US0420682058 mit einem Anstieg um 3,6 Prozent positiv auf. Als Treiber fungierte hier eine Kaufempfehlung der britischen Bank HSBC. Analyst Frank Lee begründete dies mit der Erwartung, dass der Chipentwickler in das Geschäft mit Prozessoren für KI-Server einsteigen wird, was die Geschäfte antreiben und zu einer Neubewertung der Aktien führen sollte.

Einen heftigen Kursrutsch um 27 Prozent machten dagegen die Aktionäre von Super Micro US86800U3023 durch. Die USA haben einen Mitgründer des Rechenzentren-Ausstatters angeklagt wegen des Verdachts, dass illegal Server mit Nvidia US67066G1040-Chips nach China geliefert wurden - und dies im Milliardenwert. Mehreren Mitarbeitern wird vorgeworfen, dass die KI-Technologie über ein Unternehmen in Südostasien transferiert wurde.

Um 14 Prozent hoch sprangen die Aktien des Solartechnik-Herstellers Solaredge US83417M1045, der vom Analysehaus Jefferies hochgestuft wurde. Julien Dumoulin-Smith verwies auf die Perspektiven in Europa angesichts der Energiepreise, die dort auf den Nahostkonflikt reagieren. Seiner Einschätzung nach spiegelt dies die Entwicklung während der frühen Russland-Ukraine-Krise wider, die Einnahmen von Solaredge in Europa auf einen Höchststand getrieben habe.

Einen Kursrutsch um 7,5 Prozent gab es aber umgekehrt bei Mosaic US61945C1036 wegen einer Analystenabstufung. Die Bank of America hatte für den Düngemittelkonzern ihre bisherige Kaufempfehlung aufgegeben in der Erwartung, dass eine Margenausweitung bei Phosphatdüngemitteln in Zeiten des Iran-Konflikts voraussichtlich um ein Jahr verzögert werde.

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