Aktien New York

Wenig verändert - Zwischen Hoffen und Bangen 06.04.2026, 20:06 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Dow Jones 51.879,57 PKT +0,31 % Ariva Indikation
US Tech 100 29.212,62 PKT -0,62 % Ariva Indikation
S&P 500 7.359,97 PKT -0,24 % Ariva Indikation

Die wichtigsten US-Aktienindizes haben sich am Montag nach dem verlängerten Osterwochenende zuletzt kaum verändert. Der Dow Jones Industrial US2605661048 legte nach einem verhalten freundlichen Start noch um 0,02 Prozent auf 46,514,76 Punkte zu. Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 gewann 0,09 Prozent auf 6.588,59 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 stieg um 0,21 Prozent auf 24.095,86 Punkte. In Europa läuft das Geschäft erst am Dienstag wieder an, das Handelsvolumen dürfte daher niedriger als üblich sein.

Anleger hofften im Iran-Krieg auf einen Waffenstillstand, sagten Marktteilnehmer. Dies obwohl auch am Montag die gegenseitigen Drohungen und Beleidigungen zwischen US-Präsident Donald Trump und Teheran anhielten. Aus pakistanischen Geheimdienstkreisen hieß es zwar am Ostermontag, den Kriegsparteien sei ein Plan für eine 45-tägige Waffenruhe mit Friedensgesprächen vorgelegt worden. Der Nachrichtenagentur IRNA zufolge lehnt Teheran dies aber ab. Iran verlange ein dauerhaftes Kriegsende, hieß es. Trump sagte später, das Land könne an einem Tag ausgeschaltet werden, möglicherweise bereits Dienstagnacht. Dem "Wall Street Journal" zufolge bereiten die USA mögliche Angriffe auf iranische Energieziele vor.

Vor diesem Hintergrund verlor der eigentlich wichtigste monatliche Konjunkturindikator deutlich an Bedeutung. Der bereits am Freitag veröffentlichte Arbeitsmarktbericht war überraschend robust ausgefallen. Außerhalb der Landwirtschaft stieg die Zahl der Stellen um 178.000. Nach dem Streik im Gesundheitswesen von mehr als 30.000 Angestellten und dem schweren Winterwetter im Februar hatten Experten zwar mit einer Gegenbewegung bei der Stellenentwicklung gerechnet. Sie hatten im Schnitt aber nur 65.000 neue Stellen erwartet.

Die Experten von ING lobten zwar den kräftigen Stellenaufbau. Dies zeige, dass sich die USA in einer guten Position befänden, dem wirtschaftlichen Gegenwind durch den Konflikt im Nahen Osten zu widerstehen. Allerdings bleibe das Jobwachstum auf eine Handvoll an Branchen begrenzt. Die steigende Unsicherheit und Vorsicht dürften Arbeitgeber von einem beschleunigten Stellenaufbau abhalten.

Die Arbeitsmarktdaten dämpften die Erwartung von Zinssenkungen durch die US-Notenbank. Der kurz nach Handelsbeginn veröffentlichte ISM-Dienstleistungsindex war hingegen deutlicher gesunken als von Experten erwartet.

Nachrichten zu Unternehmen gab es nur wenige. Netflix US64110L1061 legten nach einer Hochstufung durch Goldman Sachs nach einem festen Start zuletzt noch um 0,3 Prozent zu. Die Experten rechnen damit, dass der Streamingriese starke Ergebnisse vorlegen wird. Das Kursziel hob die Investmentbank von 100 auf 120 US-Dollar.

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