Bundesbank

Energiepreis-Schock bremst Konjunkturerholung 12.06.2026, 11:05 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Die Bundesbank hat wegen der Folgen des Iran-Kriegs die Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum in diesem Jahr gesenkt. "Die stark gestiegenen Energiepreise dämpfen die Kaufkraft der privaten Haushalte und ihre Konsumausgaben", heißt es im am Freitag veröffentlichten Monatsbericht. Der Energiepreisschock treibe die Teuerung nach oben. Darüber hinaus werden die Unternehmen auch durch Lieferengpässe belastet. Daher rechnet die Bundesbank in diesem Jahr nur mit einem Wirtschaftswachstum von kalenderbereinigt 0,5 Prozent.

Ende des vergangenen Jahres waren die Experten der Bundesbank noch von einem etwas stärkeren Wachstum von 0,6 Prozent ausgegangen. Die neue Prognose der Bundesbank entspricht damit den Erwartungen des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Die sogenannten Wirtschaftsweisen rechnen ebenfalls mit einem Wachstum von 0,5 Prozent in diesem Jahr, während die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute ein Wachstum von 0,6 Prozent erwarten.

Höhere Kosten für Energie wie Öl und Gas treiben die Teuerung nach oben. Die Bundesbank rechnet in diesem Jahr mit einer für europäische Vergleichszwecke harmonisierten Inflationsrate (HVPI) von 2,9 Prozent, die dann im kommenden Jahr leicht auf 2,7 Prozent und dann 2028 auf 1,9 Prozent zurückgeht.

Ein Schrumpfen der Wirtschaft wird nach Einschätzung der Bundesbank durch höhere Staatsausgaben verhindert. Mit einem großangelegten Programm kann die Bundesregierung Investitionen in die Infrastruktur und den Klimaschutz finanzieren. Das Programm ist auf mehrere Jahre angelegt und zeigt bereits jetzt Wirkung.

Erst nach den schwachen Sommermonaten "gewinnt die Konjunktur wieder allmählich an Fahrt", heißt es in der Mitteilung der Bundesbank. Daher sei im kommenden Jahr mit einem Wachstum von 0,8 Prozent zu rechnen, das sich dann 2028 auf 1,4 Prozent ausweitet. Allerdings werde die Konjunktur weiter durch strukturelle Hemmnisse wie Fachkräftemangel und vergleichsweise hohe Arbeits- und Energiekosten belastet. Dies dämpfe das Potenzialwachstum.

Auf dem Arbeitsmarkt rechnet die Bundesbank mit einer verzögerten Erholung. Demnach dürfte die Beschäftigung in diesem Jahr noch zunächst leicht sinken und ab Mitte des kommenden Jahres wieder spürbar ansteigen.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer