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Dax-Vorstände verdienen 42 Mal so viel wie die Beschäftigten 13.08.2026, 10:47 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
SAP 177,28 EUR +0,34 % Quotrix Düsseldorf
Apple 263,35 EUR +0,47 % Baader Bank
Microsoft 427,30 EUR ±0,00 % TTMzero RT

Die Vorstände in der ersten deutschen Börsenliga haben 2025 im Durchschnitt erneut höhere Vergütungen kassiert als ein Jahr zuvor. Gut 3,9 Millionen Euro erhielt ein Top-Manager der 40 Konzerne im Deutschen Aktienindex und damit das 42-fache eines durchschnittlichen Beschäftigten. Das ergab die jährliche Auswertung der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) und der Technischen Universität München. Demnach stiegen die Bezüge zum Vorjahr um vier Prozent. Ein Großteil sind erfolgsabhängige Boni, die mit Zeitverzug ausgezahlt werden.

Die Bezüge der Dax-Chefs DE0008469008 für 2025 summierten sich der Analyse zufolge im Schnitt auf rund 6,14 Millionen Euro. Die "magischen Schallmauer von 10 Millionen Euro", die aus Sicht der Aktionärsschützer "gesellschaftlich und auch innerhalb der Unternehmen noch vertretbar ist" sei in zwei Fällen durchbrochen worden, führte DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler aus:

SAP-Chef DE0007164600Christian Klein kam auf eine Gesamtvergütung von rund 10,9 Millionen Euro, wobei fast 86 Prozent auf variable Bestandteile entfallen. Bei Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing waren es 10,5 Millionen Euro mit rund 64 Prozent kurz- und langfristigen Boni, die abhängig vom Geschäftserfolg sind.

Managergehälter zum Beispiel in den USA teils weitaus höher

Im internationalen Vergleich sind solche Vergütungen für Top-Manager aber immer noch gering. Die Vorstandsvorsitzenden (CEO) der Unternehmen im Euro Stoxx 50 kassierten der Auflistung zufolge für das Geschäftsjahr 2025 ohne die dort gelisteten deutschen Konzerne durchschnittlich 9,5 Millionen Euro. Bei den CEOs der 30 Unternehmen im Dow Jones Industrial Average (DJIA) US2605661048 waren es im Schnitt sogar 30,5 Millionen Euro.

An der Spitze des DJIA-Rankings steht David M. Solomon (Goldman Sachs) mit einer Gesamtvergütung von umgerechnet 105,3 Millionen Euro - davon 93,3 Millionen Euro langfristig variabel. Es folgen Satya Nadella (Microsoft US5949181045 / 85,5 Millionen Euro) und Tim Cook (Apple US0378331005 / 65,8 Millionen Euro).

Aktionärsschützer: Langfristigen Unternehmenserfolg belohnen

"Eine hohe Vergütung kann angemessen sein - wenn sie Ausdruck außergewöhnlicher Wertschaffung ist", brachte DSW-Hauptgeschäfsführer Tüngler mit Blick auf den Dax zum Ausdruck. Aus Sicht der DSW sei es positiv, dass langfristige variable Bestandteile bei der Vergütung im Dax an Bedeutung gewinnen. "Vorstandsvergütung sollte nachhaltigen Unternehmenserfolg belohnen und nicht kurzfristige Quartalsergebnisse", sagte Tüngler.

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