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In Deutschland wird so viel im Netz gesurft wie noch nie 22.09.2025, 16:52 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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BONN (dpa-AFX) - Die Menschen in Deutschland verbringen so viel Zeit im Internet wie noch nie. Inzwischen surfen sie pro Woche knapp 72 Stunden, also umgerechnet fast drei volle Tage. Vor fünf Jahren lag die wöchentliche Internetnutzung noch bei rund 56 Stunden, wie aus der repräsentativen "Postbank Digitalstudie 2025" hervorgeht. Jüngere Bundesbürger sind den Angaben zufolge deutlich online-affiner als ältere: Die 18- bis 39-Jährigen verbringen pro Woche fast 86 Stunden im Internet, bei den ab 40-Jährigen sind es mehr als 65 Stunden.

Mit keinem anderen Gerät verbringen die Bundesbürger mehr Zeit im Internet als mit dem Smartphone: Fast 26 Stunden sind sie damit pro Woche online - knapp zehn Stunden mehr als noch vor fünf Jahren. Dahinter rangieren Notebooks und Laptops mit gut 11 Stunden und Desktop-PCs mit fast 10 Stunden.

Mehr als 80 Prozent checken mehrmals pro Woche bis täglich Messenger-Apps wie WhatsApp oder Signal. Sieben von zehn Befragten suchen gezielt nach News und Infos, ebenso viele sind regelmäßig in sozialen Netzwerken wie Instagram und Facebook aktiv. Jeweils rund die Hälfte der Befragten schaut Videos auf Youtube und Filme oder Serien auf Streaming-Plattformen oder erledigt online Bankgeschäfte.

Die intensive Nutzung führt den Angaben zufolge bei vielen aber auch zu einer Sättigung: 72 Prozent wollen ihre Online-Aktivität nicht weiter steigern. Ein knappes Fünftel möchte die Zeit im Internet sogar bewusst einschränken. Vor allem den Jüngeren macht dieser Punkt zu schaffen, wie die Umfrage ergab: 36 Prozent der 18- bis 39-Jährigen wollen künftig weniger online sein und sich zum Beispiel persönlich mit Familie und Freunden treffen.

Für die "Postbank Digitalstudie 2025 - die digitalen Deutschen" wurden zwischen Mai und Juni dieses Jahres 3.050 Menschen befragt. Um eine der Bevölkerung repräsentative Struktur abzubilden, erfolgte eine Gewichtung der Stichprobe nach Bundesland, Alter und Geschlecht. Zum Abgleich wurde der Mikrozensus 2022 des Statistischen Bundesamtes als Referenz genutzt./bok/DP/stw

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