Shell überrascht Anleger

Starke Margen treiben das Ergebnis 30.07.2026, 13:38 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Shell
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Shell 39,38 EUR +2,17 % Lang & Schwarz

Gewinn steigt auf Vierjahreshoch

Shell erzielte im zweiten Quartal 2026 einen bereinigten Gewinn von 9,84 Milliarden US-Dollar, umgerechnet ungefähr 8,46 Milliarden Euro. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum waren es 4,3 Milliarden US-Dollar, umgerechnet rund 3,70 Milliarden Euro. Analysten hatten lediglich mit 8,9 Milliarden US-Dollar gerechnet, umgerechnet ungefähr 7,65 Milliarden Euro. Damit erreichte der Energiekonzern seinen höchsten Quartalsgewinn seit vier Jahren und übertraf die Markterwartungen klar.

Ölpreise treiben das Ergebnis

Den entscheidenden Schub lieferten höhere Öl- und Gaspreise infolge des Konflikts im Nahen Osten. Der Ölpreis lag im Quartal durchschnittlich bei rund 89 US-Dollar je Barrel, umgerechnet ungefähr 77 Euro. Zudem profitierte Shell von starken Handelsaktivitäten und den erheblichen Schwankungen an den Energiemärkten. Die Handelssparte konnte Preisunterschiede zwischen Regionen und Lieferzeitpunkten nutzen und damit einen wichtigen Beitrag zum Gewinnsprung leisten.

Produktion in Katar bricht ein

Gleichzeitig musste Shell deutliche operative Belastungen verkraften. Die Produktion im Geschäft mit integriertem Gas sank wegen Störungen in Katar um 31 Prozent. Nach Angaben zum Quartal gingen dadurch etwa 10 Prozent der gesamten Förderung verloren. Der Ausfall wurde teilweise durch die volle Produktion von LNG Canada ausgeglichen. Shell betrachtet die Einschränkungen in Katar als vorübergehend und will unbeschädigte Anlagen nach einer Normalisierung der Transportwege wieder hochfahren.

Raffinerien laufen auf Hochtouren

Auch das Geschäft mit raffinierten Kraftstoffen entwickelte sich stark. Shell betrieb seine Raffinerien zeitweise mit einer Auslastung von 102 Prozent, um von hohen Margen zu profitieren. Das Absatzvolumen bei Flugzeugtreibstoff stieg um 20 Prozent. Der bereinigte Gewinn der Sparte Chemicals and Products erhöhte sich gegenüber dem Vorquartal um 49 Prozent auf 2,8 Milliarden US-Dollar, umgerechnet ungefähr 2,41 Milliarden Euro.

Drei Milliarden für Aktionäre

Shell kündigte für das kommende Quartal einen weiteren Aktienrückkauf über 3 Milliarden US-Dollar an, umgerechnet rund 2,58 Milliarden Euro. Es ist das 19. Quartal in Folge mit einem entsprechenden Programm. Zusätzlich stehen noch 1,2 Milliarden US-Dollar aus verzögerten Rückkäufen im Zusammenhang mit der Übernahme von ARC Resources aus, umgerechnet ungefähr 1,03 Milliarden Euro. Die Shell-Aktie legte nach den Zahlen zeitweise zwischen 1,2 und 1,7 Prozent zu.

Bn-Redaktion/tb
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