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Porsche überrascht beim Gewinn

Warum der Sportwagenbauer trotz sinkender Verkäufe mehr verdient 29.07.2026, 12:33 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Porsche
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Porsche AG 44,53 EUR -1,04 % Lang & Schwarz

Gewinn steigt trotz Umsatzrückgang

Der Umsatz von Porsche sank im ersten Halbjahr 2026 um 5,1 Prozent auf 17,23 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis erhöhte sich dagegen von rund 1,0 Milliarden Euro auf 1,35 Milliarden Euro. Damit verbesserte sich die operative Umsatzrendite von 5,5 Prozent auf 7,8 Prozent. Der Gewinn nach Steuern stieg um 49,1 Prozent auf 1,07 Milliarden Euro. Porsche profitierte unter anderem von einer strengeren Kostenkontrolle, höheren Preisen und der Strategie, Profitabilität stärker zu gewichten als reine Verkaufszahlen.

Auslieferungen fallen um 16 Prozent

Von Januar bis Juni übergab Porsche weltweit 122.306 Fahrzeuge an Kunden. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 146.391 Fahrzeuge. Das entspricht einem Rückgang von 16 Prozent. Belastend wirkten das Produktionsende des 718 mit Verbrennungsmotor, die starke Vergleichsbasis beim vollelektrischen Macan und ausgelaufene Steuervergünstigungen für Elektro- und Hybridfahrzeuge in den USA. Nordamerika blieb mit 37.712 Fahrzeugen die größte Vertriebsregion.

China bleibt das größte Problem

Besonders schwach entwickelte sich das Geschäft in China. Dort gingen die Auslieferungen von Porsche im ersten Halbjahr um 32 Prozent auf 14.501 Fahrzeuge zurück. Deutsche Premiumhersteller leiden in dem Markt unter zurückhaltender Nachfrage und dem zunehmenden Wettbewerb durch einheimische Anbieter. Gleichzeitig gewinnen günstigere und schneller erneuerte Elektroautos chinesischer Hersteller Marktanteile. Diese Entwicklung erhöht den Druck auf Porsche, Angebot, Kostenstruktur und Modellstrategie anzupassen.

Porsche 911 setzt positiven Akzent

Nicht alle Modellreihen verloren an Boden. Die Auslieferungen des Porsche 911 stiegen um 19 Prozent auf 30.534 Fahrzeuge. Der Cayenne blieb mit 38.141 Einheiten die meistverkaufte Baureihe. Beim Macan sank der Absatz dagegen um 22 Prozent auf 35.315 Fahrzeuge. Davon entfielen 15.620 Einheiten auf die vollelektrische Variante. Die Panamera-Auslieferungen fielen um 38 Prozent auf 9.308 Fahrzeuge, unter anderem wegen einer vorübergehenden Angebotslücke in China.

Umbau soll Porsche profitabler machen

Porsche bestätigte trotz des schwierigen Marktumfelds seine Prognose für 2026. Erwartet werden ein Umsatz zwischen 35 Milliarden Euro und 36 Milliarden Euro sowie eine operative Umsatzrendite von 5,5 Prozent bis 7,5 Prozent. Gleichzeitig treibt das Unternehmen seinen Umbau voran und plant insgesamt den Abbau von 8.900 Arbeitsplätzen. Die Maßnahmen sollen Kosten senken und die Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Entscheidend bleibt, ob Porsche die Profitabilität auch bei dauerhaft niedrigeren Verkaufszahlen stabilisieren kann.

Bn-Redaktion/tb
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