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Nordex im Höhenflug

Das steckt hinter den starken Zahlen 29.07.2026, 13:23 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Windkraftwerk
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Nordex 39,60 EUR +6,00 % Lang & Schwarz

Operativer Gewinn steigt kräftig

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, kurz EBITDA, erhöhte sich im zweiten Quartal auf 224 Millionen Euro und hat sich damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt. Der Wert lag zugleich über den durchschnittlichen Erwartungen der Analysten. Bereits im ersten Quartal hatte Nordex das EBITDA um 64,3 Prozent auf 130,7 Millionen Euro gesteigert. Die Entwicklung zeigt, dass sich die operative Profitabilität des Unternehmens weiter verbessert.

Umsatz übertrifft die Erwartungen

Der Umsatz legte im zweiten Quartal um gut 16 Prozent auf rund 2,2 Milliarden Euro zu. Damit übertraf Nordex die Markterwartungen leicht. Nach den ersten sechs Monaten erreichte die EBITDA-Marge 9,4 Prozent. Zum Vergleich hatte sie im ersten Quartal bei 8,2 Prozent gelegen. Die steigende Marge deutet darauf hin, dass Nordex neben höheren Erlösen auch von einer günstigeren Preis- und Kostenstruktur profitiert.

Auftragseingang wächst um 32,2 Prozent

Eine wichtige Grundlage für die weitere Geschäftsentwicklung liefern die neuen Bestellungen. Im zweiten Quartal erreichte der Auftragseingang im Projektgeschäft ohne Service 3.054 MW. Das waren 32,2 Prozent mehr als die 2.310 MW im Vorjahresquartal. Im gesamten ersten Halbjahr summierten sich die Bestellungen auf 4.923 MW, ein Plus von 9,6 Prozent. Besonders Deutschland, die USA und die Türkei trugen zum Wachstum bei.

Preise bleiben auf stabilem Niveau

Der durchschnittliche Verkaufspreis je Megawatt lag im zweiten Quartal unverändert bei 0,97 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr erhöhte sich dieser Wert von 0,92 Millionen Euro auf 0,95 Millionen Euro. Das stabile Preisumfeld ist für Nordex wichtig, da höhere Material-, Transport- oder Finanzierungskosten die Marge bei langfristigen Windkraftprojekten belasten können. Zugleich verbessert ein wachsender Auftragsbestand die Planbarkeit der künftigen Produktion.

Nordex bestätigt die Prognose

Nordex hält an seinen Zielen für 2026 fest. Erwartet werden ein Umsatz zwischen 8,2 Milliarden Euro und 9,0 Milliarden Euro sowie eine EBITDA-Marge von 8,0 Prozent bis 11,0 Prozent. Mittelfristig strebt das Unternehmen eine Marge zwischen 10 Prozent und 12 Prozent an. Nach dem ersten Halbjahr liegt Nordex bereits innerhalb der angestrebten Jahresspanne. Entscheidend bleibt, ob die starke Auftragslage weiterhin zuverlässig in profitable Umsätze umgewandelt werden kann.

Bn-Redaktion/tb
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