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Bund bereitet Forderungen für Unicredit-Gespräche zur Commerzbank vor 17.07.2026, 11:26 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Commerzbank 37,39 EUR -1,29 % TTMzero RT
UniCredit 81,38 EUR -1,29 % Baader Bank

Die Bundesregierung scheint sich zunehmend auf eine Übernahme der Commerzbank DE000CBK1001 durch die italienische Unicredit IT0005239360 einzustellen. Deutschland bereite aktuell wesentliche Forderungen für mögliche Gespräche mit der Unicredit über die Zukunft der Commerzbank vor, schrieb die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Noch seien keine offiziellen Gespräche geplant, doch dürften diese irgendwann aufgenommen werden. So kommt die Unicredit einer Commerzbank-Übernahme immer näher: Wie in der vergangenen Woche bekannt wurde, sicherten sich die Italiener mit ihrer Offerte fast die Hälfte der Anteile.

Konkret wurde das Übernahmeangebot bis Fristende am 3. Juli für 17,6 Prozent der Commerzbank-Papiere angenommen. Zusammen mit den 26,77 Prozent, die die Unicredit schon zuvor hielt, steigt der Anteil damit rechnerisch auf 44,37 Prozent. Zudem haben die Italiener über Kaufoptionen Zugriff auf weitere 3,22 Prozent der Commerzbank-Aktien und könnten so auf 47,59 Prozent aufstocken.

Die Commerzbank zeigte sich offen für einen konstruktiven Dialog in dem Übernahmekampf, der mit immer härteren Bandagen geführt wird: "Nur mit einer einvernehmlichen Lösung unter Einbindung der Unternehmensführung, der Arbeitnehmer und ihrer Vertreter sowie der Bundesregierung als zweitgrößtem Aktionär ist es aus Sicht der Commerzbank realistisch, Synergien aus einem Zusammenschluss in einem angemessenen Umfang und Zeitrahmen zu erreichen." In dem Abwehrkampf erhält die Commerzbank auch Unterstützung durch den Bund, der einen Aktienanteil von noch rund 12 Prozent am Frankfurter Geldhaus hält.

Eine zentrale Forderung der Bundesregierung wäre in Gesprächen mit der Unicredit die Wahrung der Rolle der Commerzbank als Unterstützer des deutschen Mittelstands durch ihr internationales Netzwerk und ihre Handelsfinanzierungsgeschäfte, hieß es von Bloomberg nun am Freitag weiter unter Berufung auf die Insider. "Berlin würde wahrscheinlich auch eine Garantie einfordern, dass die Commerzbank eine eigenständige Börsennotierung behält." Zudem müsse Frankfurt, der Sitz der Konzernzentrale, auch nach einer Übernahme ein wichtiger Standort bleiben.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte am Mittwoch bei einer Pressekonferenz gesagt, dass die Regierung eine mögliche Fusion nicht verhindern werde. Die Bundesregierung habe dies auch nie getan, auch wenn ihm die Art und Weise des Vorgehens von Unicredit-Chef Andrea Orcel nicht gefalle. Europa brauche große und wettbewerbsfähige Banken, ergänzte er.

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