Krise in Autobranche in Sachen und Thüringen - Rüstung als Rettungsanker? 18.03.2026, 06:24 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Rheinmetall 1.362,30 EUR -3,04 % TTMzero RT
Volkswagen (VW) Vz 86,97 EUR -1,48 % Lang & Schwarz
Airbus 164,73 EUR -1,74 % Quotrix Düsseldorf

Für die kriselnde Auto-Zulieferbranche in Sachsen und Thüringen bieten sich laut einer Studie Chancen in der Rüstungsindustrie. "Rüstung ist nicht der alleinige Rettungsanker für den Automotive-Bereich", stellt der Branchenexperte Werner Olle klar. "Aber die Unternehmen müssen sich breiter aufstellen und da kann Rüstung eine Komponente sein." Das könne helfen, Beschäftigung zu sichern. Als Beispiele nannte er die Fertigung von Karosserieteilen, Antriebskomponenten, aber auch Fahrzeug- und Assistenzsystemen.

Die Absatzschwäche der deutschen Auto-Industrie und der Wandel hin zur Elektromobilität trifft viele Zulieferbetriebe. Jobabbau ist die Folge. Dagegen verzeichnet die Rüstungsindustrie wegen internationaler Konflikte wie den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine starke Zuwächse und expandiert. So hat etwa der Konzern KNDS das frühere Waggonwerk in Görlitz übernommen, um dort Panzerteile zu produzieren. Die Auto-Industrie hat ebenfalls Rüstungsprojekte im Blick, um Überkapazitäten abzubauen. So sucht Volkswagen DE0007664039 eine Zukunft für sein Werk im niedersächsischen Osnabrück und führt dazu nach eigenen Angaben auch Gespräche mit Rüstungsunternehmen.

Sonderfahrzeuge, Panzerung, Elektronik

Schon heute sind etliche Unternehmen der Automobilbranche für den Rüstungsbereich tätig, wie die Analyse belegt, die Olle im Auftrag des Verbandes Automotive Thüringen erstellt hat. Dabei wurden bundesweit 150 Zulieferer der Rüstungsindustrie näher analysiert.

Beispiele gebe es auch in Sachsen und Thüringen, sagte der Forscher der Deutschen Presse-Agentur. So etwa im Sonderfahrzeugbau, bei der Panzerung von Fahrzeugen, aber auch im Bereich Optik, Photonik und Elektronik.

Die Zentren der deutschen Rüstungsproduktion liegen historisch bedingt vor allem in Westdeutschland. "Es wird schwer werden, in Ostdeutschland große Rüstungsunternehmen anzusiedeln", schätzt Olle mit Blick auf Forderungen, der Osten müsse stärker von den Rüstungsaufträgen profitieren. Doch biete die Auto-Branche technologisch viele Anknüpfungspunkte gerade mit Blick auf Produkte, die zivil und militärisch genutzt werden können. Zudem gehe es bei Rüstungsaufträgen um kleinere Stückzahlen. Das biete gerade kleinen und mittleren Unternehmen die Chance, hier als Zulieferer aktiv zu werden.

Das Interesse seitens der Unternehmen sei groß, konstatiert Rico Chmelik, Geschäftsführer des Verbandes Automotive Thüringen. Voriges Jahr hätten bei einer Branchenumfrage rund 75 Prozent der Unternehmen angegeben, im Bereich Verteidigung tätig zu sein oder einen Einstieg zu erwägen.

Chmelik: "Das Fenster ist da."

Allerdings gibt es dabei Hürden, wie Olle erklärt. Denn die Rüstungsindustrie sei für interessierte Zulieferer Neuland - mit anderen Strukturen, Auftraggebern, Geschäftsmodellen und Anforderungen. Erfolgversprechend sei vor allem, Teile oder Komponenten an Rüstungsunternehmen zu liefern oder sich mit anderen Unternehmen zusammenzutun, die schon in diesem Bereich tätig sind.

Es gebe derzeit gute Möglichkeiten für Autozulieferer, in diesen Sektor einzusteigen, konstatiert Chmelik: "Das Fenster ist da." Die Politik könne Unternehmen hierbei unterstützen - etwa als Türöffner zu den großen Rüstungsunternehmen wie Rheinmetall DE0007030009, Airbus NL0000235190 oder KNDS. Auch Olle rät dazu, Bedarf und Angebot zu vernetzen und gemeinsame Plattformen zu schaffen.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 11,34
Hebel: 19
mit starkem Hebel
Ask: 3,35
Hebel: 4
mit kleinem Hebel
Smartbroker
UBS
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: WA34Y3 WA0EL4. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer