Ölkonzern BP verkauft Raffinerie-Tochter Ruhr Oel an Klesch 19.03.2026, 11:48 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der Mineralölkonzern BP GB0007980591 verkauft seine Raffinerie in Gelsenkirchen an den konzernunabhängigen Raffineriebetreiber Klesch-Gruppe. Dies teilte BP in Bochum mit. Über den Verkaufspreis wurde nichts bekannt. Der Verkauf soll nach einer Zustimmung der Behörden noch in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden.

Die Raffinerie Gelsenkirchen ist eine der größten Deutschlands. Der aus zwei Standorten bestehende Komplex kann jährlich rund zwölf Millionen Tonnen Rohöl verarbeiten. Hergestellt werden vor allem Kraftstoffe für den Straßen- und Luftverkehr.

Produziert werden auch Rohstoffe für die petrochemische Industrie. Mit der Raffinerie zusammen verkauft werden auch die Tochtergesellschaft DHC Solvent Chemie in Mülheim/Ruhr mit 80 Beschäftigten sowie Beteiligungen.

Der integrierte Raffineriekomplex mitsamt Tanklager in Bottrop beschäftigt laut BP aktuell rund 1.800 Menschen. BP hatte seine Verkaufsabsicht vor über einem Jahr bekanntgegeben.

Klesch-Gruppe betreibt bereits zwei Raffinerien in Europa

Die Klesch-Gruppe des US-Amerikaners A. Gary Klesch betreibt in Europa bereits zwei Ölraffinerien, eine davon in Deutschland: Die Raffinerie Heide im schleswig-holsteinischen Kreis Dithmarschen. Klesch übernahm sie 2010 vom Ölkonzern Shell GB00BP6MXD84. 2025 lag der Umsatz nach Firmenangaben bei 3,6 Milliarden Euro.

2022 übernahm Klesch vom norwegischen Energiekonzern Equinor NO0010096985 eine weitere Raffinerie im dänischen Kalundborg. Im vergangenen Jahr lag der Umsatz dort bei 3,4 Milliarden Euro. Über den Umsatz der BP-Raffinerie Gelsenkirchen wurde zunächst nichts bekannt. Die Klesch-Gruppe beschäftigt nach eigenen Angaben derzeit rund 1.000 Menschen.

In einer Mitteilung der Klesch-Group wandte sich Eigentümer A. Gary Klesch direkt an die Beschäftigten der Raffinerie Gelsenkirchen: "Wir möchten den Mitarbeitenden versichern, dass ihr Fachwissen für den künftigen Erfolg der Raffinerie von zentraler Bedeutung bleibt. Unser Ziel ist es, sowohl mit ihnen als auch mit dem Betriebsrat eine starke Partnerschaft aufzubauen", betonte er.

BP rechnet nach Verkauf mit Einsparungen

Mit der Vereinbarung zum Verkauf beschleunige man die Umsetzung der Unternehmensstrategie, teilte BP mit. Ziel sei es, das eigene Portfolio zu vereinfachen, die Bilanz zu stärken und das Weiterverarbeitungs-Portfolio auf führende Geschäfte zu fokussieren. Im Zusammenhang mit dem Standort Gelsenkirchen könnten nun Betriebskosteneinsparungen in Höhe von rund einer Milliarde US-Dollar (etwa 868 Millionen Euro) erzielt werden.

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