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Ölpreise geben weiter nach - Deutlicher Rückgang auf Wochensicht 19.06.2026, 15:41 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Die Ölpreise sind am Freitag weiter gesunken. Im Vergleich zu den vergangenen Handelstagen hielt sich der Rückgang der Notierungen nach einem Abkommen zwischen den USA und dem Iran aber in engen Grenzen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der weltweiten Referenzsorte Brent zur Lieferung im August fiel um 0,3 Prozent auf 79,55 US-Dollar.

Im Verlauf der Handelswoche ist der Preis für Rohöl der Sorte Brent hingegen um fast acht Dollar je Barrel eingebrochen. Zeitweise hatte die Notierung bei 76,54 Dollar den tiefsten Stand seit Anfang März erreicht. Zuvor hatte der Iran-Krieg mit der Sperrung der Straße von Hormus den Preis im April zeitweise über 120 Dollar je Barrel getrieben.

"Die Energiemärkte haben erleichtert auf das Abkommen zwischen den USA und dem Iran reagiert, die Ölpreise sind deutlich gefallen", fasste Rohstoffexperte Norman Liebke von der Commerzbank die Handelswoche zusammen. Seiner Einschätzung nach dürfte das Angebot an Rohöl auf dem Weltmarkt infolge des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran wieder steigen.

Im Zuge der Vereinbarung haben die USA nach Militärangaben ihre wochenlange Seeblockade iranischer Häfen aufgehoben. Das Abkommen sieht im Gegenzug eine freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus vor, die für den Öl- und Gastransport wichtig ist und seit Monaten blockiert war. Bisher verläuft der Schiffsverkehr dort jedoch weiterhin nur verhalten.

Zudem wurde der Optimismus am Ölmarkt nach dem Abkommen kurz vor dem Wochenende gedämpft, nachdem US-Vizepräsident JD Vance weitere Gespräche über eine umfassendere Einigung mit dem Iran vorerst abgesagt hatte.

Laut US-Regierungskreisen haben sich indes Israel und die vom Iran unterstützte Hisbollah im Libanon auf eine neue Waffenruhe ab dem Nachmittag geeinigt. Eine Einstellung der Feindseligkeiten in diesem Gebiet gehörte zu den Bedingungen des Iran für das vorläufige Abkommen. Zuvor hatten israelische Streitkräfte noch mitgeteilt, sie hätten ihre Angriffe auf die Hisbollah fortgesetzt.

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