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BASF-Chef: Ludwigshafen zentral für Zukunft des Chemieriesen 30.04.2026, 13:25 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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(Neu: Aussagen aus der Hauptversammlung, Aktienkurs)

MANNHEIM/LUDWIGSHAFEN (dpa-AFX) - Der weltgrößte Chemiekonzern BASF DE000BASF111 investiert Milliardensummen in den Erhalt und die Entwicklung seines schwächelnden Stammwerks Ludwigshafen. Der größte Standort des Dax DE0008469008-Konzerns sei die Wiege von BASF und zentral für die Zukunft des Konzerns, sagte Vorstandschef Markus Kamieth auf der Hauptversammlung in Mannheim. "Deshalb ist es so wichtig, dass uns die Veränderung hier gelingt."

Fortlaufend würden mindestens 1,5 Milliarden Euro jährlich in den Erhalt und auch neue Anlagen in Ludwigshafen investiert, erklärte der Manager. An dem Standort werde es dennoch weitere Einschnitte in allen Bereichen geben. Bestimmte Dienstleistungen etwa bei Personal, Finanzen und Digitalisierung würden künftig verstärkt aus Indien kommen.

Sparprogramm und Stellenabbau

BASF kämpft mit einer zu geringen Auslastung am Stammwerk Ludwigshafen. Der Dax-Konzern hat deshalb mehrere Sparprogramme aufgelegt, inklusive umfangreichem Stellenabbau. Rund 2.800 Stellen sind nach Angaben des Vorstands bei der BASF SE in Ludwigshafen seit Anfang 2024 weggefallen. "Für unsere Mannschaft in Ludwigshafen ist das keine einfache Zeit", sagte Kamiteh zu den Veränderungen für mehr Wettbewerbsfähigkeit. "Ich weiß, dass die Schlagzahl sehr hoch ist."

Nach den ersten Monaten des laufenden Jahres gab es bei dem Chemiekonzern weltweit 106.428 Beschäftigte und damit rund 5.000 weniger als im ersten Quartal des Vorjahres. Im Stammwerk arbeitet mit etwa 33.000 Menschen etwa ein Drittel der weltweiten Beschäftigten.

Keine Produktionsverlagerung nach China

Der Vorstandschef versicherte, die milliardenschweren Investitionen in China in den Verbundstandort Zhanjiang gingen nicht zulasten der heimischen Standorte. Produktion wandere nicht aus Deutschland nach China ab. "Wir produzieren in China für China, nicht für den Export nach Europa", erklärte der Manager. "Wenn wir Anlagen in Deutschland schließen, dann hat es vor allem mit der Marktentwicklung und Wettbewerbsfähigkeit in Europa zu tun."

BASF habe in China zuletzt einen Umsatz von rund acht Milliarden Euro erzielt. In den USA sei es fast das Doppelte, in Europa etwa das Dreifache. Perspektivisch soll das Chinageschäft ähnlich groß werden wie unser USA-Geschäft, kündigte der Vorsitzende an. "Aber auch das ist keine Abhängigkeit von einem einzelnen Markt, sondern entspricht der Realität in unserer Branche." China stehe für rund die Hälfte des globalen Chemiemarkts.

Mehr Gewinn im ersten Quartal

Im ersten Quartal wurde ein Konzernumsatz von 16 Milliarden Euro erzielt, was einem Rückgang zum Vorjahr um drei Prozent entspricht. Zwar stiegen die verkauften Mengen vor allem im China-Geschäft. Doch niedrigere Verkaufspreise und negative Währungseffekte, vor allem aus dem US-Dollar und dem chinesischen Renminbi, belasteten. Die Aktie gab zuletzt leicht nach.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie Sondereinflüssen ging in dem Berichtszeitraum um knapp sechs Prozent auf 2,36 Milliarden Euro zurück. "Ohne währungsbedingte Belastungen von mehr als 100 Millionen Euro hätte das Ebitda vor Sondereinflüssen das Niveau des Vorjahresquartals erreicht", sagte Finanzvorstand Dirk Elvermann in einer Telefonkonferenz mit Analysten.

Unter dem Strich stieg der auf die Aktionäre entfallende Gewinn um knapp 15 Prozent auf 927 Millionen Euro. Dies hängt dem Finanzchef zufolge vor allem von einer Zahlung des Bundes aus Staatsgarantien für frühere Russlandaktivitäten der Tochter Wintershall DEA in Höhe von 800 Millionen Euro zusammen. Zudem verkaufte BASF Aktien an seiner Beteiligung am britischen Ölkonzern Harbour Energy. Derzeit hält das Unternehmen noch rund 30 Prozent an dem britischen Unternehmen.

Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund des geplanten Verkaufs der Fahrzeug- und Reparaturlacke an den Investor Carlyle angepasst.

Aktionärsschützer forderten das Management auf, nicht nur den neuen Standort China hochzufahren, sondern auch Europa als zukunftsfähigen Heimathafen zu sichern. Auf der Hauptversammlung sollte eine Dividende für die Anteileigner von unverändert 2,25 Euro je Aktie beschlossen werden.

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