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Angriffe in Straße von Hormus bremsen kaum 28.05.2026, 10:23 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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MDAX 33.033,91 PKT -0,07 % Ariva Indikation
DAX 25.161,79 PKT -0,17 % Ariva Indikation
SDAX 19.012,42 PKT +0,45 % Ariva Indikation

Die sich wieder verschärfende Auseinandersetzung im Nahen Osten hat den Dax DE0008469008 am Donnerstag wenig beeindruckt. Trotz wieder anziehender Ölpreise verlor der vorbörslich noch schwächere deutsche Leitindex eine Stunde nach Handelsbeginn lediglich 0,03 Prozent auf 25.172 Punkte. Damit bleibt das Rekordhoch bei 25.507 Punkten, dem er sich zuletzt genähert hatte, in Sichtweite.

Der MDax DE0008467416 mit den mittelgroßen Börsenunternehmen trat mit 33.011 Punkten auf der Stelle. Dem Nebenwerte-Index SDax DE0009653386 reichte ein moderates Plus für die Fortsetzung seiner Rekordjagd. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 ging es um 0,3 Prozent nach unten.

Dass das US-Militär nahe der Straße von Hormus eine iranische Stellung angegriffen hat, von der aus Drohnen gesteuert wurden, konnte die Anleger nicht von ihren Hoffnungen auf eine Verhandlungslösung abbringen. Zudem seien vier Drohnen abgeschossen worden, die eine Bedrohung für die USA darstellten, erklärte ein US-Beamter. "Diese Maßnahmen waren zurückhaltend, rein defensiv und darauf ausgerichtet, die Waffenruhe aufrechtzuerhalten", hieß es weiter.

"Bomben statt weißer Rauch", titelten indes die Commerzbank-Experten in einem Marktkommentar. "Am Ende der vergangenen Woche sah es noch so aus, als könnte ein Deal mit dem Iran gar nicht schnell genug kommen. In den letzten Tagen hat sich (wie so oft) aber wieder einmal die Stimmung gedreht", schrieb Analyst Michael Pfister. Die Unsicherheit wirkte sich auch an den Börsen in Asien aus, wo am Donnerstag vor allem die Kurse in Hongkong und Sydney litten.

Im Dax schaffte der Halbleiterkonzern Infineon DE0006231004 ein Kursplus von 2,2 Prozent auf 78,43 Euro. Die Aktien blieben nur knapp unter ihrem vortags erreichten Hoch seit dem Jahr 2000, bevor Gewinnmitnahmen eingesetzt hatten. Nun schraubten sowohl Deutsche Bank Research als auch die US-Bank Morgan Stanley ihre Kursziele mit 90 beziehungsweise 91 Euro deutlich nach oben.

Auch Rüstungstitel waren wieder gefragt: Im Leitindex ging es für Spitzenreiter Rheinmetall DE0007030009 um 4 Prozent hoch, während die Branchenkollegen TKMS DE000TKMS001, Renk DE000RENK730 und Hensoldt DE000HAG0005 aus dem MDax Kursgewinne von bis zu 8,7 Prozent erzielten.

Dagegen ging es für Bayer DE000BAY0017 um 1,9 Prozent bergab. Hier belastete eine Klage des US-Saatgutunternehmens Latham. Es wirft dem Agrarchemie- und Pharmariesen vor, wettbewerbswidrige Praktiken angewendet zu haben, um den US-Markt für gentechnisch verändertes Maissaatgut zu monopolisieren.

Zu den größten Verlierern im MDax zählte Delivery Hero DE000A2E4K43. Die Aktien des Essenslieferdienstes büßten 4,1 Prozent auf 37,73 Euro ein, obwohl der US-Fahrdienstvermittler Uber US90353T1007 seine Beteiligung deutlich aufgestockt hat. Der direkte Anteil ist demnach von 19,5 auf 24,99 Prozent gestiegen. Weitere fast 12 Prozent hält Uber indirekt über Finanzinstrumente.

Vor diesem Hintergrund sei es unklar, ob und wann Uber durch die Erhöhung der Stimmrechte zu einem offiziellen Übernahmeangebot verpflichtet werde, schrieb Citigroup-Analystin Monique Pollard. Nach deutschem Recht wäre dies eigentlich beim Erreichen der 30-Prozent-Schwelle der Fall. Dass die neuen Nachrichten die Aktien nicht weiter antreiben würden, hatte Pollard angesichts der Kursverdoppelung seit ersten Berichten über die Uber-Absichten vor knapp drei Wochen schon erwartet.

Die Titel des Softwarekonzerns SAP DE0007164600 gewannen nach Branchennachrichten aus den USA 1,2 Prozent. Am Mittwoch nach Börsenschluss in New York hatte Konkurrent Salesforce US79466L3024 mit seinem Umsatzausblick auf das laufende Quartal enttäuscht. Dagegen stieß die angehobene Jahresumsatzprognose von Snowflake US8334451098 bei den Anlegern auf Begeisterung. Der Clouddienste-Anbieter unterschrieb zudem eine sechs Milliarden US-Dollar schwere Vereinbarung mit Amazon US0231351067 zur Nutzung von dessen Cloud-Plattform AWS.

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