ROUNDUP/Aktien New York Schluss

Iran-Hoffnung und KI-Boom bringen Rekorde 29.05.2026, 22:35 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Dow Jones 51.018,79 PKT +0,66 % Ariva Indikation
US Tech 100 30.347,65 PKT +0,35 % Ariva Indikation
S&P 500 7.582,51 PKT +0,24 % Ariva Indikation

Die Anleger konnten am Freitag in New York wieder Rekorde feiern. Sämtliche wichtigen Indizes stellten früher oder später Bestmarken auf. Sie profitierten von der Hoffnung, dass eine Verhandlungslösung im Iran-Krieg kurz bevor steht - trotz widersprüchlicher Aussagen der Konfliktparteien. Zudem sorgte der anhaltende Boom von Künstlicher Intelligenz (KI) weiter für Begehren - dieses Mal vor allem beim Computerkonzern Dell US24703L2025.

Der Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 stieg letztlich um 0,72 Prozent auf 51.032,46 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 US78378X1072 ging es um 0,22 Prozent auf 7.580,06 Zähler hoch. Der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 legte um 0,36 Prozent auf 30.333,18 Punkte zu.

Dow und Nasdaq 100 verbuchten Wochengewinne von 0,9 beziehungsweise 2,9 Prozent. An der Nasdaq wurden die jüngsten Gewinne immer wieder von der KI-Rally getrieben. Diese hat der Nasdaq auch im Mai mit 10,5 Prozent sehr viel größere Gewinne beschert. Der Dow beendete den Monat, der eigentlich nicht als guter Börsenzeitraum bekannt ist, mit einem Plus von 2,9 Prozent.

US-Präsident Donald Trump kündigte eine "endgültige Entscheidung" zu den Verhandlungen über ein Rahmenabkommen mit dem Iran an. Berichten zufolge soll eine Einigung kurz bevorstehen. Zuletzt war jedoch offen, ob Trump einer von Unterhändlern ausgehandelten Vereinbarung zustimmen wird. Außerdem hat der Iran Trump vorgeworfen, zentrale Vereinbarungen zu verzerren oder zu ignorieren.

"Wir halten es für mehr als wahrscheinlich, dass Trump bereits an diesem Wochenende eine Einigung akzeptieren wird", schrieb die Expertin Sarah Bianchi von Evercore ISI. Sie baut darauf, dass der US-Präsident den erheblichen Risiken, die mit einer Eskalation einhergehen, äußerst ablehnend gegenüber stehen dürfte. Trump habe "nicht viele Trümpfe in der Hand", denn zum heutigen Zeitpunkt sei es für ihn wohl die bestmögliche Lösung.

Die Aktien von Dell US24703L2025 beschleunigten ihre Rekordrally mit einem Kurssprung um 33 Prozent, der den Aktien ihren höchsten Tagesgewinn der Geschichte einbrachte. Der Computerkonzern hatte zum Auftakt seines Geschäftsjahres einen heftigen Umsatzsprung mit KI-Servern verzeichnet. "So sieht ein KI-Superzyklus aus", kommentierte der Experte Amit Daryanani von Evercore ISI diese Entwicklung. Mehrere Analysten schraubten ihre Kursziele für die Aktien massiv nach oben - bis auf 500 Euro im Falle von JPMorgan und der Bank of America.

Im Kielwasser von Dell waren viele Branchenwerte aus den Kreisen IT und Chips gefragt, dieses Mal auch ergänzt um die zuletzt eher gemiedenen Titel aus dem Software-Bereich. Titel des IT-Urgesteins IBM US4592001014 und der Softwarekonzerne Oracle US68389X1054 sowie Salesforce US79466L3024 stiegen um 8,5 bis 12,7 Prozent. Mit Amazon US0231351067, Alphabet US02079K3059 und Meta US30303M1027 schlossen einige Tech-Größen hingegen im Minus.

Unter den Technologie-Nebenwerten fielen auch die Titel des Cloud-Speicherspezialisten NetApp US64110D1046 und des Zugriffsmanagement-Anbieters Okta US6792951054 mit Kurssprüngen von bis zu 30 Prozent auf. Starke Zahlen oder Ausblicke galten hier als Ursache. SentinelOne US81730H1095 verloren dagegen acht Prozent. Eine Empfehlung der Bank of America, den Rückschlag bei dem Cybersecurity-Unternehmen zum Kauf zu nutzen, half den Titeln im Verlauf, ihr Minus zu verringern.

Im Standardwertebereich machten die Anleger einen Bogen um konsumlastige Werte. Im Dow versammelten sich auf den hintersten Rängen Aktien wie Walt Disney US2546871060, Coca-Cola US1912161007, Nike US6541061031, Johnson & Johnson US4781601046 und Walmart US9311421039. Besonders schlechte Nachrichten kamen in der Branche vom Modekonzern Gap US3647601083, dessen Aktien nach einer gesenkten Quartalsprognose um mehr als 15 Prozent absackten.

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