ROUNDUP/Aktien New York Schluss

Rekorde - Hoffnung auf Rahmenabkommen in Nahost 28.05.2026, 22:36 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Dow Jones 50.685,44 PKT +0,04 % Ariva Indikation
US Tech 100 30.241,35 PKT +0,88 % Ariva Indikation
S&P 500 7.564,26 PKT +0,53 % Ariva Indikation

An der Wall Street hat am Donnerstag die Aussicht auf eine verlängerte Waffenruhe im Iran-Krieg erneut für Rekorde gesorgt. Sowohl der marktbreite Aktienindex S&P 500 US78378X1072 als auch die technologielastigen Börsenbarometer Nasdaq 100 US6311011026 und Nasdaq Composite XC0009694271 erreichten Höchststände. Die Indizes profitierten dabei auch von positiven Unternehmensnachrichten rund um Künstliche Intelligenz (KI).

Unterhändler aus den Vereinigten Staaten und dem Iran haben laut US-Kreisen eine vorläufige Einigung zu einem Rahmenabkommen erzielt. Präsident Donald Trump muss aber noch seine Zustimmung geben, wie das Nachrichtenportal "Axios" unter Berufung auf zwei US-Beamte berichtete. Kreise bestätigten auf Nachfrage den Inhalt des Medienberichts. Iranischen Angaben zufolge ist eine vorläufige Einigung auf ein Rahmenabkommen zum Iran-Krieg zwischen Teheran und Washington hingegen bislang weder fertiggestellt noch bestätigt.

Der S&P 500 stieg um 0,58 Prozent auf 7.563,63 Punkte. Für den viel beachteten Nasdaq 100 ging es um 0,84 Prozent auf 30.223,89 Punkte nach oben, der umfassendere Nasdaq Composite legte um 0,91 Prozent zu. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 hingegen schloss nur 0,05 Prozent höher bei 50.668,97 Punkten.

Das Thema Künstliche Intelligenz spielte unser anderem nach den Geschäftszahlen von Snowflake US8334451098 und Salesforce US79466L3024 eine wichtige Rolle. Brent Thill, Analyst der Investmentbank Jefferies, sprach mit Blick auf die beiden Softwareunternehmen von der "Geschichte der zwei großen S: Snowflake nimmt Fahrt auf und Salesforce bleibt stabil". Dies zeigte sich auch bei den Aktienkursen: Während Snowflake um 36,5 Prozent nach oben schnellten, suchten Salesforce einen klaren Trend. Am Ende lagen die Aktien 0,8 Prozent im Minus.

"Die Bilanzen bestätigen unsere Einschätzung, dass sich die Monetarisierung von Künstlicher Intelligenz zuerst und am deutlichsten im Bereich Daten-Infrastruktur zeigt", so Thill. Seine Kollegin Gabriela Borges von der Bank Goldman Sachs hält Snowflake für gut positioniert, sich ein großes Stück vom Kuchen der KI-bedingten Nachfrage nach Cloud-Diensten abzuschneiden.

Die Softwarebranche erlebt insgesamt eher eine schwierige Zeit. Die Anleger schwanken zwischen der Sorge vor Verdrängungseffekten durch KI und den Chancen, die dieser Megatrend andererseits auch bietet.

Unter den größten Gewinnern im Dow zogen die Anteilscheine von Microsoft US5949181045 um 3,5 Prozent an. Laut einem Bericht des Tech- und Wirtschaftsmagazins "The Information", der sich auf eine nicht namentlich genannte Person beruft, wird der Software-Konzern nächste Woche auf seiner jährlichen Entwickler-Konferenz eine Reihe neuer KI-Modelle vorstellen.

Im Fokus standen auch die Aktien der Drohnenhersteller Kratos US50077B2079, Red Cat US75644T1007 und Unusual Machines US91532F1021 mit Kursgewinnen zwischen knapp 14 und gut 57 Prozent. Laut einem Bericht des "Wall Street Journal" befindet sich die US-Regierung in Verhandlungen mit Unternehmen des strategisch wichtigen Sektors über staatliche Finanzhilfen. Durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine wurde die Bedeutung von Drohnen deutlich. Zuletzt hatte der Iran-Krieg dies untermauert.

Darüber hinaus griffen Anleger bei Einzelhändlern zu, nachdem Dollar Tree US2567461080 seine Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie für das Gesamtjahr überraschend deutlich angehoben hatte. Das erste Quartal war für den Betreiber von Billig-Gemischtwarenläden unerwartet gut verlaufen. Die Anteilscheine schnellten an der S&P-500-Spitze um fast 18 Prozent in die Höhe. Im Kielwasser zogen die Aktien von Best Buy US0865161014 um knapp 16 Prozent an. Bei den Papieren von Kohl's US5002551043 stand ein Plus von fast 21 Prozent zu Buche./la/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

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