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ROUNDUP/Aktien New York Schluss

Relativ moderate Verluste 19.03.2026, 21:31 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Dow Jones 50.590,30 PKT +0,63 % Ariva Indikation
US Tech 100 29.480,92 PKT +0,49 % Ariva Indikation
S&P 500 7.475,44 PKT +0,33 % Ariva Indikation

An den New Yorker Aktienmärkten hat sich die Angst vor einer weiteren Eskalation an den Energiemärkten am Donnerstag etwas gemäßigter gezeigt als zuvor in anderen Weltregionen. Kursverluste zeugten zwar auch in den USA von einer gewissen Nervosität, sie wurden aber zum Ende hin kleiner mit dem Ölpreis, der auch etwas von seinem hohen Niveau zurückkam. In Europa und Asien war die Beunruhigung größer gewesen, weil die Länder dort deutlicher von Öl- und Gasimporten abhängig sind.

Der Dow Jones Industrial US2605661048 hatte über weite Strecken mit bis zu einem Prozent im Minus gelegen, reduzierte seine Verluste dann aber im Späthandel noch auf 0,44 Prozent. Aus dem Handel ging der US-Leitindex bei 46.021,43 Punkten. Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 reduzierte seine Verluste mit 6.606,49 Punkten auf 0,27 Prozent. Für den technologielastigen Nasdaq 100 US6311011026 ging es letztlich um 0,29 Prozent auf 24.355,28 Zähler bergab.

Katars für den Weltmarkt bedeutende Flüssiggasanlagen sind bei einem iranischen Raketenangriff schwer beschädigt worden. Deshalb und wegen angedrohter US-Vergeltung wuchs im Tagesverlauf unter Anlegern die Sorge, dass aus einem geopolitischen Krieg zunehmend ein Energiekrieg wird. Der Preis für ein Fass der Nordsee-Ölsorte Brent näherte sich am Vormittag zeitweise wieder der 120-Dollar-Marke, kam aber dann wieder auf gut 107 Dollar zurück.

Das Risiko einer Energiekrise - ähnlich wie 2022 nach dem russischen Überfall auf die Ukraine - ist laut einem Kommentar des LBBW-Strategen Frank Klumpp gewachsen. Historische Vergleiche zeigten, dass Börsenkorrekturen bei Terror- und Kriegsereignissen zumeist einige Monate andauerten, ehe eine Erholung einsetzt. Eine defensive Positionierung sei weiterhin angebracht.

Die Aktien von Micron Technology US5951121038 zollten nach Zahlen ihrem starken Lauf der vergangenen Monate Tribut mit einem Rückschlag, der am Ende 3,8 Prozent groß war. Der Speicherchip-Spezialist hatte überraschend gute Zahlen und Ziele vorgelegt. Wie zuletzt schon in anderen Fällen schmeckten den Anlegern hohe Ausgaben für den Ausbau der Produktion nicht.

Auffällig waren Bergbau- und Metallaktien, die unter sinkenden Preisen für ihre Materialien litten. Weil die Hoffnung auf sinkende Zinsen schwindet, fielen nicht nur die Gold- und Silberpreise deutlich, sondern auch die Preise von Industriemetallen. Aktien des Goldproduzenten Newmont Mining US6516391066 büßten fast sieben Prozent ein. Beim Aluminiumkonzern Alcoa US0138171014 betrug der Abschlag 8,7 Prozent.

Bei den in New York gehandelten Anteilsscheinen von Alibaba KYG017191142 mussten die Anleger einen Kursrückgang um sieben Prozent verkraften. Der chinesische Technologieriese kam im vergangenen Quartal auf einen enttäuschend geringen Umsatzanstieg. Der Nettogewinn brach außerdem um gut zwei Drittel ein.

Es gab aber auch positive Ausnahmen, wozu die Aktien von Align Technology US0162551016 zählten. Sie zogen um 2,2 Prozent nach einem Bericht, wonach der aktivistische Investor Elliott eine bedeutende Beteiligung an dem Dentaltechnikunternehmen aufgebaut haben soll, an Dies berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Kreise.

Nach Monaten der Schwäche ist bei den Accenture-Aktien IE00B4BNMY34 am Donnerstag KI-Fantasie aufgekommen. Die Titel des Unternehmensberaters erholten sich um 4,3 Prozent vom Tief seit fast sechs Jahren. Das Unternehmen will sein Arbeitsvolumen mit aufstrebenden Partnern aus dem KI-Bereich wie Anthropic, OpenAI oder Palantir verdoppeln.

Kursgewinne von 3,8 Prozent gab es zudem für die Rivian-Aktionäre US76954A1034. Der Fahrdienst-Vermittler Uber will bei dem Elektroauto-Entwickler einsteigen und bis zu 1,25 Milliarden Dollar investieren, um dessen Robotaxis auf seine Plattform zu bringen.

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