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ROUNDUP/Aktien New York Schluss

Weitere Verluste - Dow auf Tief seit September 20.03.2026, 21:36 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Dow Jones 50.590,30 PKT +0,63 % Ariva Indikation
US Tech 100 29.480,92 PKT +0,49 % Ariva Indikation
S&P 500 7.475,44 PKT +0,33 % Ariva Indikation

Aus Furcht vor einer weiteren Eskalation des Iran-Krieges sind die Anleger am Freitag bei US-Aktien weiter aus dem Risiko gegangen. Verstärkt wurde die Anspannung vor dem Wochenende von Berichten über die Entsendung weiterer US-Truppen und angeblichen Überlegungen der USA, mit der Insel Kharg ein iranisches Ölexportzentrum unter Kontrolle zu bringen.

Der Dow Jones Industrial US2605661048 schloss 0,96 Prozent tiefer bei 45.577,47 Punkten. Zeitweise war der US-Leitindex sogar unter 45.400 Punkte abgerutscht, wo er sein tiefstes Niveau seit September erreichte. Für die laufende Woche ergab sich ein Abschlag von mehr als zwei Prozent. Damit verbuchte der Dow die vierte verlustbringende Woche in Folge. Seit dem Rekordhoch aus dem Februar hat er fast zehn Prozent eingebüßt.

Andere US-Indizes fielen am Freitag deutlicher: Der S&P 500 US78378X1072 um 1,51 Prozent auf 6.506,48 Punkte und der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 um 1,88 Prozent auf 23.898,15 Punkte.

Das charttechnische Bild gilt als eingetrübt, denn die drei großen US-Indizes notieren inzwischen allesamt unterhalb ihrer 200-Tage-Durchschnittslinien. Letztmals war dies im Frühjahr 2025 der Fall gewesen, als US-Präsident Donald Trump den Märkten den Zollschock versetzt hatte.

Auch andere Anlageklassen waren von Nervosität der Anleger geprägt. Bei US-Staatsanleihen verschärfte sich die Talfahrt, da Börsianer eine steigende Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der US-Notenbank Fed bis Oktober einpreisten. Auch der Goldpreis setzte seinen jüngsten Rücksetzer fort. Er erreichte ein Tief seit Anfang Februar.

"Da der Konflikt bisher innerhalb des von der US-Regierung angegebenen Zeitrahmens von 4 bis 6 Wochen bleibt, befinden wir uns möglicherweise noch in der Eskalationsphase", warnte der Barclays-Stratege Emmanuel Cau vor der Gefahr weiterer Verluste. Eine Deeskalation sei zwar nicht absehbar, wegen der wachsenden wirtschaftlichen, finanziellen und politischen Kosten des Krieges aber der wohl logischste nächste Schritt.

Neben soliden Ölwerten waren am Freitag die Aktien von Fedex US31428X1063 eine positive Ausnahme. Sie stiegen um 0,8 Prozent, nachdem der Logistikkonzern einen starken Quartalsbericht präsentiert und trotz aller Unsicherheiten sein Gewinnziel für das laufende Geschäftsjahr angehoben hatte.

Im Technologiesektor fielen ARM Holdings US0420682058 mit einem Anstieg um zwei Prozent positiv auf. Als Treiber fungierte hier eine Kaufempfehlung der britischen Bank HSBC. Analyst Frank Lee begründete dies mit der Erwartung, dass der Chipentwickler in das Geschäft mit Prozessoren für KI-Server einsteigt.

Einen heftigen Kursrutsch um ein Drittel machten dagegen die Aktionäre von Super Micro US86800U3023 durch. Die USA haben einen Mitgründer des Rechenzentren-Ausstatters angeklagt wegen des Verdachts, dass illegal Technologie im Milliardenwert nach China geliefert wurde. Mehreren Mitarbeitern wird vorgeworfen, dass die Server über ein Unternehmen in Südostasien transferiert wurden.

Um 13 Prozent hoch sprangen die Aktien des Solartechnik-Herstellers Solaredge US83417M1045, der vom Analysehaus Jefferies hochgestuft wurde. Julien Dumoulin-Smith verwies auf die Perspektiven in Europa angesichts der Energiepreise, die dort auf den Nahostkonflikt reagieren. Er zog dabei einen Vergleich zur Situation nach dem Energieschock, den seinerzeit die Russland-Ukraine-Krise ausgelöst hatte.

Einen Kursrutsch um zehn Prozent gab es aber umgekehrt bei Mosaic US61945C1036 wegen einer Analystenabstufung. Die Bank of America hatte für den Düngemittelkonzern ihre bisherige Kaufempfehlung aufgegeben in der Erwartung, dass eine Margenausweitung bei Phosphatdüngern in Zeiten des Iran-Konflikts voraussichtlich um ein Jahr verzögert werde.

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